Begeistert war ich nicht von der Gamescon, da muss man schon ein echter Gamer sein. Trotzdem noch ein paar Impressionen von der Spielemesse:
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24 Aug 2009
Sind die denn des Wahnsinns?
Geschrieben von Simon um 19:46 Uhr
Heute war ein warmer Tag und um kurz vor 21 Uhr eine Temperatur von 26° bestätigt dies. Gerade komme ich von einer Laufrunde zurück und es war voll. Scheinbar jeder hatte seine Caprihose gefunden oder sein Fußballtrikot aus dem Schrank geräumt, um den Staub mal so richtig fliegen zu lassen.
Jetzt mal ehrlich, seid ihr des Wahnsinns? Warum nutzt ihr nicht das Wetter, wenn es mal etwas schlechter ist. Später liest man in der Zeitung wieder von Notarzteinsätzen, weil Joggern das Wetter nicht bekommt. Ich kann meinen Körper mittlerweile ganz gut einschätzen, weil ich min. 50km bei jedem Wetter unterwegs bin. Vermutlich hört man die Leute nachher sagen, dass Laufen ja so anstrengend ist. Bei dem Temperaturen auf jeden Fall, auch für mich.
Kleiner Tipp am Rande: geht gerade dann laufen, wenn die Sonne nicht scheint. Ok, bei Regen bin ich auch schwer zu überreden, aber gerade am Anfang sollte man so schonend mit seinem Körper umgehen wie nur möglich.
Ich glaube nur auf meiner Bilderstöckchen-Runde waren es locker 30-40 Jogger. Leute mit Hund mal nicht mitgezählt. Ich habe dort aber auch schon Runden gelaufen, bei denen mir insgesamt 2 Personen begegnet sind.
23 Aug 2009
Mocki – tolle Leistung
Geschrieben von Simon um 12:57 Uhr
Der Marathon bei der WM der Frauen hat richtig Spaß gemacht. Sabrina Mockenhaupt, die ich schon in Köln beim Samba-Training bestaunen durfte, hat eine tolle Leistung hingelegt. Leider hat das ARD es nicht für nötig gehalten, den Zieleinlauf auch nur ein paar Minuten zu zeigen. Nachdem China gewonnen hat. Dachte bei einer WM im eigenen Land wäre so etwas üblich. Direkt mal Kontakt aufgenommen:
Hallo Redaktionsteam,
ich möchte gerade meine Enttäuschung darüber ausdrücken, dass der Zieleinlauf von Sabrina Mockenhaupt nicht mehr übertragen wurde. Nachdem man über zwei Stunden einer Sendung folgt, bei der eine deutsche Sportlerin eine tolle Aufholjagt hinlegt. Dies stand auch im Zentrum der Berichterstattung und ist somit nicht nachzuvollziehen, dass vermutlich 2-5min zu früh in die Programmvorschau ausgeblendet wird. Mal wieder sehr enttäuscht über die gezahlten GEZ Gebühren. Es gibt auch noch andere Sportfans neben Fußball, wo bei einer Verlängerung dies garantiert nicht passiert wäre.
Mit freundlichen Grüßen
Simon Tiffert
17 Aug 2009
Es nervt – Medien im Doping-Rausch
Geschrieben von Simon um 18:36 Uhr
Gestern Abend wurde der Weltrekord auf 100m gebrochen. Toll – fantastisch und eine wirklich tolle Leistung. Nein, ich saß nicht gebannt vorm Fernseher, aber lese es mir gerade durch. Nur eines fällt mal wieder auf. Da werden ganze Satzblöcke gebaut, nur um wieder auf das eine zu kommen: DOPING, DOPING, DOPING.
Ist es nicht die Leistung der Sportler die im Vordergrund stehen sollte? Sollte nicht jeder unschuldig sein, bis seine Schuld bewiesen ist? Wo soll denn der Sport hingehen? Langsamer werden, damit die Medien endlich wieder über den Sport berichten? Ein Weltrekord, hui, bestimmt voll Drogen. Stärker als die anderen also bestimmt ein besserer Arzt? Ja ich mache viel Sport, ich bin Welten von Top-Platzierungen und Bestzeiten entfernt, aber ich weiß welche Arbeit dort drinnen steckt. Wir reden hier von Sportlern, die seit ihrer Kindheit nichts anderes machen, außer hart dafür zu trainieren, um so gut zu sein wie sie jetzt sind. Haben diese Sportler und die Zuschauer nicht auch ein Recht darauf Sportler zu feiern? Man schämt sich fast für jede neue Bestzeit, denn es könnte ja mit unrechten Dingen zugegangen sein. Und was bewirkt Doping? Sicherlich einige Prozent mehr Leistung, aber die sind auch nur bei einem Top-Sportler wirksam. Da geht kein Couch-Potato an den Start, wirft sich Epo anstatt Chips in den Bauch und läuft plötzlich die 100m unter 10 Sekunden.
Schon mal Rennrad gefahren? Schon mal versucht gute Hobbyfahrer einzuholen? Die fahren noch keine Tour de France, würden sie dopen, dann auch nicht. Also habt Respekt vor der Leistung. Wenn ich den Fernseher einschalte, will ich nicht hören, wer wieder wo beschuldigt wird. Wird jemand überführt, sperrt ihn doppelt so lange – Punkt. Steckt meinetwegen mehr der Sponsorengelder in bessere Testverfahren, aber lasst und endlich den Sport wieder genießen. Ich traue mich kaum ARD + ZDF einzuschalten, dort fällt das Wort Radsport doch nicht mehr ohne das Wort Doping. Man schaut Rund um Köln und jeder Interviewgast wird über seine Meinung zum Thema Doping gefasst. Ihr habt doch Phönix, sendet das doch da und lasst uns den Sport.
Der einzige Sport der 100% dopingfrei ist, ist doch wenigstens Fußball. Warum eigentlich? Warum bekommt die Sportschau nicht auch ihre 30% Quote Dopingberichterstattung verpasst? Achso sind ja alle sauber. Ist ja kein Profisport. Ach warte doch, aber bei einem 3:2 werden keine Weltrekorde gebrochen. Sprints sind ja auch kein Bestandteil. Schade nur, dass mich Fußball nicht interessiert.
Und wer einen längeren Artikel zum gestrigen Weltrekord von Usain Bolt in die Kommentare setzt, der nicht Doping erwähnt, wird gerne zu einer Currywurst eingeladen. Echtem Doping eben.
09 Aug 2009
GAG Erlebnis Halbmarathon
Geschrieben von Simon um 18:05 Uhr
Der Lauf hat eigentlich schon gestern begonnen, denn um den heutigen morgen möglichst entspannt anzugehen, wollte ich mich schon mal anmelden. Leider war die Anmeldung nicht wie im letzten Jahr in Mülheim, sondern in den Köln Arkaden in Kalk. Also eine Reihe Erledigungen mit in die Stadt genommen und danach noch nach Kalk rüber. Hier durfte mit mir iPhone mal wieder den Nachmittag retten. Jedes Mal braucht man diese verdammte Nummer des eigenen Champion-Chips. Der liegt fröhlich zuhause im Schrank und kommt gar nicht auf die Idee, seine Nummer preis zu geben. Dank der E-Mail-Suche kam ich dann auf die Mail mit den Anmeldedaten für den Köln Marathon und konnte dort die Nummer entnehmen. Ansonsten wäre der ganze Ausflug umsonst gewesen. Glück gehabt, denn das hätte mich richtig geärgert.
Es gab mal wieder eine volle Tüte voller Altpapier. So fast, denn es liegen immer eine Menge Werbeflyer drin, was es unmöglich macht diese Tüte vor dem Start zu holen, ohne seine Tasche irgendwo nachher zu deponieren. Die Anmeldegebühren fand ich für einen Halbmarathon recht saftig, aber ist eben Köln. Die Werbe-Gummibärchen natürlich direkt mal gegessen, habe ich mir den enthaltenen Traubenzucker für heute aufgespart, aber nicht benötigt.
Der Lauf startete mit 8:45 Uhr erfreulich früh, weswegen ich fast nüchtern zum Start konnte. Noch ein Brot mit Honig gegessen und dann schon in fertiger Laufmontur um kurz nach halb acht zur Bahn.
Vielleicht interessant ist, was ich alles für so einen Lauf benötige/mitschleppe:
- bekanntes Shirt (damit es nicht scheuert und nicht das Lieblingsshirt, da es von den Sicherheitsnadeln zerstochen wird)
- Startnummer
- 4 Sicherheitsnadeln (habe es mit einem Startnummernband probiert, aber das lässt das T-Shirt rutschen und hängt irgendwann drunter. Auf Dauer sehr nervig)
- Hose mit Innentasche und Außentaschen
- bekannte Laufsocken (auf langen Trainingseinheiten ausprobieren)
- was bekanntes für unter die Hose (nein, beim Laufen nicht als Schotte)
- Laufschuhe
- Champion-Chip am Band für das Fußgelenk (dann drückt der Sensor nicht irgendwo auf den Schuh)
- Forerunner 305 (geladen) mit Pulsband
- Schlüssel entweder in Hose oder in Schuhtasche (bei mehr Schlüsseln in Taschentüchern gepolstert, damit es nicht klappert)
- Bahnkarte, wer weiß ob die KVB kontrollieren will (passt zum Glück in die Innentasche)
- Notgroschen, diesmal in Form eines 10€ Scheins (niemals vergessen, auch nicht im Training, für Getränke oder andere Notfälle)
- Falls die Strecke unter 10km ist auch ein Schweißband für den Arm, aber beim Halbmarathon ist es irgendwann nass und schwer. Somit blieb es im Schrank.
Letztes Jahr bin ich mit dem Fahrrad zum Lauf. Warum auch immer, das wird mein mir unbekanntes Geheimnis bleiben. Mit genügend Vorlauf zur Haltestelle und auf die 13 gewartet. Pünktlich ging es dann zum Lauf, um dort noch 45min Zeit zu haben. Von meinem Triathlonverein sollte es zumindest noch zwei andere Starter geben, also kurz über den Wiener Platz, um sie dann auch recht direkt anzutreffen. Nach etwas Smalltalk ging es dann zum leichten Aufwärmen, bei dem ich mich selber schon immer etwas frei laufe. Also nicht einfach nur traben, sondern ruhig mal die Fersen fliegen lasse. Schließlich schlurfe ich beim Lauf auch nicht und gewöhne die Muskeln schon mal auf das was dann folgt. 15min vorm Start geht es dann normalerweise in die Aufstellung. Heute waren wir etwas später dran und ich habe mich dann einfach über das Gitter in den Startblock gestellt, da dieser bereits von hinten voll war. Das aber bitte nur tun, wenn man weiß, dass man mindestens das Tempo der umgebenden Läufer hat. Hier sollte fair vor gelten und wenn man gemütlich loslaufen will, hat man in den beiden vorderen Dritteln einfach nichts verloren. Hier geht es um Sekunden und ein Hindernisslauf auf dem ersten Kilometer ist für alle gefährlich. Noch 5min bis zum Start und dank des Small Talks war ich noch etwas von dem Laufgeschehen abgelenkt und mein Puls erfreulich niedrig. Gerade bei Wettkämpfen kann ich hier viel Vorspannung aufbauen und habe dann im Stand schon mal 40 Pulsschläge mehr als üblich. Das ist gar nicht gut, aber oft nicht zu ändern. Heute also mit recht ruhigem Puls die letzten 10 Sekunden runtergezählt, um dann bis zur Startlinie zu trotten. Doch noch zu weit hinten eingereiht, denn es ging um mich herum gemächlich los. Also mit doppeltem Tempo schnell in bessere Tempobereiche vordringen. Das klappt in letzter Zeit ganz gut und der Puls geht dann nach kleinen Zwischensprints am Anfang auch wieder runter. Die Strecke fand ich letzter Jahr bei miesem Wetter nicht besonders und der Eindruck bestätigte sich eigentlich wieder. Ich mag sie nicht besonders, Ort – Autobahnbrücken – Feld – Ort – Feld – …
Aber ich kam gut in den Lauf und konnte bei konstanten Pulswerten richtig gut drücken. Die Kilometer flogen vorbei wie nur selten – 5 – 6 – 7 – 8 – 9. Schon seltsam, normalerweise zieht sich das mehr und man denkt mehr über die noch vor einem liegende Strecke nach. Gerade wenn man im Training nicht so schnell unterwegs ist, können 10km schon ganz schön lang werden. Heute war dem nicht so und meine Uhr zeigte bei 10km recht genau 44min an (ob die Uhr aber so genau gestartet war, weiß ich nicht). Es lief sehr gut und ich konnte gerade in der ersten Hälfte eine Menge Läufer überholen. Das ist der Vorteil, wenn man etwas weiter hinten startet, weil der mentale Effekt besser ist. Man ist in Bewegung und überholt, anstatt konstant an Fersen zu hängen oder selber überholt zu werden. Bei der zweiten Trinkgelegenheit büßte ich etwas Zeit ein, denn eine zuvor überholte Gruppe fing mich wieder auf. Das war aber recht schnell überstanden und es ging in gewohntem Tempo weiter. Heute gab es dabei nicht nur Wasser, sondern auch Isodrink und Schwämme. Ab dem zweiten Stand nahm ich dann auch das Isogetränk mit, wobei die Aufnahme schwierig ist und somit nur minimale Mengen getrunken werden. Beim dritten Getränkestand erwischte es mich dann. Isodrink und Wasser getrunken und plötzlich lief es nicht mehr so rund. Somit beißen, um nicht vollständig einzubrechen. Es dauerte bestimmt einen Kilometer, bis es wieder gut ging. Ab da war ich mit dem Trinken vorsichtig, denn das schien mir heute nicht so gut zu bekommen. Allerdings nutze ich ab da die Schwämme, die wirklich klasse sind. Ein frisches Gesicht tut gut und der Schwamm hält länger als so ein Wasserbecher. Die letzten vier Kilometer der Strecke waren die Gleichen wie am Anfang und so wusste man, was einen erwartet. Nachdem ich noch einen Läufer schluckte, merkte ich einen Leistungsknick. Es ging nicht mehr viel, wobei ich versuchte nicht viel am Tempo einzubüßen. Andere hatten sich das Rennen besser eingeteilt und es zogen auf den letzten 2 Kilometern bestimmt noch 10 Läufer an mir vorbei. Aber es war nichts zu machen, nicht weiter einbrechen und den Puls nicht vollkommen in den Himmel schießen war das Motto. Das kann man immer noch auf dem letzten Kilometer, aber bitte nicht so weit vorm Ziel. Mit Gedanken und angeschlagener Psyche also in den Park, um die letzten Meter anzugehen. Hier noch mal gut gezogen, was ich nachher auch auf der Auswertung sehen konnte. Fertig wie selten kam ich im Ziel an, wo mir direkt eine Medaille übergestreift wurde. Ein Blick auf die Uhr zeigte 1:34:?h und ich war happy. Leider ist die offizielle Zeitnehmung mit 1:35:32 um eine gesamte Minute langsamer als die gestoppte Zeit mit der Forerunner. Dabei habe ich eigentlich recht genau bei den Matten gestoppt. Seltsam. Angestrebt war eine Zeit unter 1:40h und super wäre unter 1:35h gewesen. Somit lag ich voll im Soll.
Der Zielbereich war gut gefüllt und mit Bionade und alkoholfreiem Weizenbier konnte sich der Körper wieder erholen. Da ich nicht wusste, wann die anderen ins Ziel kamen, machte ich mich nach einer kurzen Sitzpause auf den Weg zurück zur Strecke. Wie sich herausstellte, waren zwei andere aus dem Verein auch in unmittelbarer Nähe meiner Zielzeit gewesen. Gemeinsam warteten wir dann auf den letzten Teilnehmer aus dem Verein.
Fazit:
Der Lauf war gut organisiert und startete auch pünktlich. Im letzten Jahr war der Start aufgrund der hohen Anzahl an Nachmeldern um eine halbe Stunde verschoben worden. Das war wirklich sehr bitter, denn man richtet z.B. auch seine Ernährung danach. Heute also alles problemlos und auch die Strecke war super ausgestattet und mit vielen Helfern versehen. Die Getränkestände waren sehr problemlos und ich konnte auch direkt alle Becher erfassen (im Gegensatz zu Rodenkirchen). Leider fehlte mir etwas Stimmung auf der Strecke. Es gab ein paar interessierte Anwohner aber wenig echte Fangruppen die Stimmung machten. Dem konnten auch die Sambagruppen nicht viel helfen, die ich heute aufgrund des eigenen Tempos nicht so genießen konnte. Aachen war schneller und hat (bei gutem Wetter) mehr Stimmung zu bieten. Gut war es trotzdem und von mir aus praktisch zu erreichen.
Hier noch die Strecke:
Daten:
- Zeit: 1:35:32 (1:36:00 Brutto)
- Pace: 4:30min (13,35km/h)
- Platz: 156 (AK M20: Platz 20) von 1104
- Temperatur: 21° mit einiger Luftfeuchtigkeit, aber trocken
- Puls: 176 im Durchschnitt
02 Aug 2009
Regeneration und Ernährung
Geschrieben von Simon um 20:00 Uhr
Zur Webseite bekomme ich selten direkte Rückmeldung. Meist in der Form, dass mir sämtlicher Gesprächsstoff fehlt, weil im Freundeskreis alle Abenteuer, Anschaffungen und Probleme entweder über den Blog, StudiVZ oder Twitter gelesen wurden. Heute bekam ich aber die Anfrage, wie ich mit Regeneration und Ernährung umgehe. Ich könnte es kurz fassen: unglaublich unprofessionell. Aber bei genauerem Hinschauen mache ich bestimmt auch ein paar Dinge richtig und habe andererseits auch schon einiges gelesen.
Die Regeneration ist ein wichtiger Bereich, den ich diese Woche wieder verstärkt gemerkt habe. Nachdem ich von Montag bis Donnerstag täglich 15km gelaufen bin, merkte ich, wie sehr mein Körper darunter gelitten hatte und dass der geplante Lauf nicht sonderlich sinnvoll war. Nimmt man die Regeneration nicht ernst genug, wird sie einem durch Erkrankungen oder Verletzungen aufgezwungen. Von daher lieber etwas Vorsorge und Planung, um dauerhaft trainieren zu können.
Aus meiner Erfahrung heraus kann ich an mehreren Tagen hintereinander laufen gehen, wobei es nicht mehr als drei sein sollten. Da es sich nur noch sekundär um Muskelaufbau handelt, ist dies kein Problem. Beim Hanteltraining oder allgemeinen Krafttraining sind aber mindestens 48h dazwischen. Dies gilt in der Form auch für harte Trainingseinheiten. Das sind im Laufen bei mir intensive Intervalltrainings oder sehr lange Läufe. Danach braucht der Körper zumindest für die trainierte Muskelgruppe Regenerationszeit. Dies vor allem nach Wettkämpfen, da hier extreme Belastungen auftreten. Hier werden oft Muskeln anders beansprucht oder Gelenke stark belastet. Passt man hier nicht auf, können danach schnell Verletzungen folgen.
Andererseits ist ein Halb-Marathon Wettkampf kein Grund mehr für mich, eine volle Woche das Training auszusetzen. Hier muss man immer sehen, wo man sich befindet und an welche Limits man geht. Mit etlichen Wettkämpfen in der Saison kann ich mittlerweile einen Halb-Marathon aus dem Stand laufen. Vielleicht nicht in der besten Zeit, aber ich habe es noch nie geschafft, so an die Limits zu gehen, dass ich mehrere Tage darunter gelitten habe. Ist es hingegen der erste Halb-Marathon, so gehört eine entsprechend lange Pause hinzu.
Vorteil beim Triathlon-Training ist die Kombination mehrerer Sportarten, die sich gegenseitig ergänzen. Somit kann man an einem Tag zwei Sportarten kombinieren und zum Beispiel morgens schwimmen gehen und abends noch eine intensive Laufeinheit anhängen. Hier konnte ich keinerlei Einschränkungen bemerken und man kann dies ganz gut hintereinander schalten. Da mein Schwimmbad in Bonn im Moment morgens geschlossen hat, bleibt es im Moment bei einer Sportart pro Tag.
Ich würde also dazu raten, wenn es geht eine Trennung Oberkörper/Unterkörper (Schwimmen, Hanteltraining zu Laufen, Radfahren) zu wählen. Badminton beansprucht alles, ist aber noch einmal ganz anders einzuordnen, da es primär um schnelle Reaktionen geht, die die Koordination schulen. Ist also ein guter Gegenpol gegen monotone Sportarten.
Zur Ernährung:
Es gibt für mich kein Wundermittel oder Spezialernährung. Es sollte gesund, ausgewogen und zweckmäßig sein. Beim Sport habe ich einen recht empfindlichen Magen, der nach meist einer Stunde zum Beispiel beim Laufen Probleme macht. Somit versuche ich meist nüchtern in Laufeinheiten zu gehen. Am Wochenende geht das sehr gut und auch für die sehr langen Läufe über 35km, starte ich nüchtern. Das muss aber erprobt werden und ist je nach Läufer sehr unterschiedlich. Wichtig ist dabei, dass man zum Beispiel Müsliriegel mitnimmt. Das geht auf langsamen Laufeinheiten sehr gut. Wird es schneller, sind Müsliriegel echtes Gift, denn sie müssen gekaut werden und können trocken werden. Das habe ich einmal sehr bitter bei einem Wettkampf gemerkt. Super sind hier auch die Fruchtriegel, z.B. von Schwartau. Leicht zu transportieren und einfacher unterwegs zu essen. Beim Marathon habe ich Gels mitgenommen und damit keine Probleme gehabt, allerdings beide Male eingebrochen, weswegen ich nicht beurteilen kann, ob diese wirklich so gut sind. Für das Training finde ich sie einfach zu teuer. Setzt man sie im Wettkampf ein, muss man aber vorher testen, wie man damit zurecht kommt. Ein echtes No-Go ist Müsli. Das habe ich mittlerweile komplett verbannt, da ich es noch nicht mal auf der Arbeit zum Mittag essen kann. Ohne Sport ist Müsli eine super Ernährung, aber mit Sport im Anschluss geht es gar nicht. Da ich fast jeden Tag Sport mache, bleibt somit leider kein Platz dafür. Möglichst viel Obst und Gemüse sollten natürlich mit in den Ernährungsplan, aber damit hatte ich bereits vor dem Sport begonnen und versuche dies beizuhalten. Bananen gehen immer, allerdings muss man damit rechnen, dass die Energie eine gewissen Zeit braucht, bis sie zur Verfügung steht. Vor einem 10k Wettkampf also nutzlos. Das einzige was ich an Spezialpräparaten im Haus habe ist Magnesium. Sind einfache Supermarktpräparate und werden schon mal nach harten Wettkämpfen, wie z.B. Marathon genutzt. Ob sie etwas bewirken – keine Ahnung, aber klingt sinnvoll. Als Alternative zum Müsli nutze ich Corn Flakes oder Smacks, das geht auch beim Sport sehr gut. Meine Sportpartnerin schwört auf Griesbrei, was mir auch ganz gut bekommt.
Getränke:
Ich trinke am liebsten alles was süß ist. Somit kaufe ich möglichst wenig davon. Ich versuche möglichst viel zu trinken und das eben mit Wasser. Beim Sport darf es dann aber auch gerne etwas anderes sein. Beim Radfahren habe ich Eistee (gelöstes Pulver) dabei. Nach dem Sport auch schon mal öfters. Bei langen Läufen nutze ich meist Kioske in Köln, um mich unterwegs zu versorgen. So muss ich nicht viel mitnehmen, wenn ich loslaufe. Das ist dann meist Gatorade, da die Flaschen super zum Laufen sind. Dicht, liegen gut in der Hand und schmeckt gut. Mein Trinkgürtel sitzt nicht so perfekt, weswegen ich ihn oft zuhause lasse. Nehme ich ihn mit, kommt meist auch Eistee rein. Außer es ist sehr warm, dann nehme ich die Hälfte pures Wasser mit. Vor dem Sport nehme ich ein paar Schluck, bei mehr hat man schnell einen Wasserbauch. Bei Wettkämpfen ist die erste Getränkestation meist früh genug, um ohne Probleme zu laufen. Manche nehmen bei Trainingsläufen auch mehrere Flaschen am Anfang mit und verstecken diese am Wegesrand. Da es sich auf meinen Runden nicht anbietet, habe ich es bisher nicht genutzt. Ich weiß nicht, ob es am Sport liegt, aber mein Milchkonsum ist in letzter Zeit enorm gestiegen. Egal ob in Corn Flakes, pur, als Eiskaffee oder im Griesbrei – ich bin bei mehr als 4 Litern pro Woche angekommen.
Speziellere Fragen kann ich gerne beantworten, einfach in den Kommentaren stellen.
Fazit:
Auch ohne Spezialpräparate kann man gute Leistung bringen. Gute Ernährung ist immer sinnvoll und hilfreich. Man muss gut erproben, was man wie und in welchen Mengen verträgt. Solange man noch nicht sehr viel an der Ernährung optimiert hat man das gute Gefühl weiteres Leistungspotential zu haben.
02 Aug 2009
Es gibt da Tage da gewinnt man – es gibt …
Geschrieben von Simon um 19:06 Uhr
Extra noch nach Köln zurück, um am Sonntag morgen eine Radtour zu starten. Natürlich trotzdem zu spät im Bett, um dann nach 6h Schlaf (5min bevor der Wecker klingelt) von einer E-Mail geweckt zu werden. Diese teilt mir mit, dass die Zusage für die Radtour vom E-Mail-Server seit zwei Tagen nicht zugestellt werden kann. Das erklärt, warum ich noch keine Antwort erhalten hatte. Nach dem schönen Samstag, grollt draußen ein kleines Gewitter und der Regen fängt an lauter auf das Dach zu schlagen. Ideales Wetter also, um eine lange Radtour zu starten. Also drehe ich mich um und werde von der zweiten Reihe Wecker dann doch aus dem Schlaf geholt. Gewitter ist keines zu sehen, aber der Himmel immer noch nicht schöner. Egal, ich wollte Radfahren, also wird radgefahren. Heute ging es zur Schmitze Bud, einem Kiosk, dass schon seit Jahrzehnten als Treffpunkt für Radler dient. Leider gerade im Umbau, wurde es so zumindest davor gerettet, gar nicht mehr zu existieren. Bis dahin waren es schon 15km, die durch die Kölner City (bzw. Mülheim) schon mal gut 50min fressen. Ampeln sei dank, ist es einfach die Pest für Klickpedale.
Zeitlich super ausgekommen, stehe ich also kurz vor neun am Treffpunkt, um zu hoffen, dass auch ohne Zusage ein paar Rennräder vom Verein auftauchen. Dem ist leider nicht so, aber als ich mich schon auf den Weg machen will, sammeln sich ein paar Fahrer. Um halb zehn ist wohl ein inoffizielles Treffen von Rennradfahrern, die sich in einer oder mehreren Gruppen zusammenschließen und verschiedene Touren abfahren. Ich war etwas skeptisch, denn ich konnte weder Tempo noch Leute einschätzen, hörte aber, dass normalerweise auch ein paar Rentner kommen, die kein so hohes Tempo fahren. Also gut, besser als mit dem iPhone von Ort zu Ort alleine zu radeln. Bis halb zehn treffen ca. 8 Fahrer ein, wobei es wohl sonst wesentlich mehr sein sollen. Das Wetter hatte sich aber immer noch nicht gebessert, was wohl den Rest abgehalten hatte. Es ergab sich eine bunte Mischung aus drei Fahrern eines Radsportvereins und älteren Herren, die so wirkten, als wenn sie noch nie etwas anderes als Rennradfahren gemacht hätten. Nachdem um halb sonst keiner eintraf, setzte sich die Gruppe plötzlich in Bewegung. Man muss dazu sagen, dass ich dieses Jahr zwar ein paar mal Rennrad gefahren bin, aber in den Gesprächen vorher von schlechter Kondition gesprochen wurde, wenn man vor zwei Wochen noch eine 160km RTF gefahren ist.
Es ging los und ich hängte mich erst mal ganz hinten an, denn ich bin das Fahren in der Gruppe noch nicht gewohnt. Schlänker, Bremsen oder starkes Beschleunigen sollte man innerhalb am besten lassen. Außerdem wollte ich erst mal testen, wie ich mitkomme. Wohin es ging war mir nicht klar, wie schnell gefahren werden sollte auch nicht und wie weit erst recht nicht. Also los gehts. Tempo: 32km/h, was schon ganz saftig zu Beginn ist. Ich wollte nach 10 Kilometern beurteilen, ob ich der Gruppe weiter folge, aber es sollte anders kommen. Die erste Kuppe kam und ich dachte, dass sich das Tempo etwas beruhigt, aber ein Blick auf den Tacho zeigte 36km/h und steigend. So langsam wurde mir klar, dass die Gruppe spätestens am ersten Berg Geschichte für mich ist. Die fuhren in einer ganz anderen Leistungsklasse und ich merkte, wie mein Puls stieg und die Beine schon nach den wenigen Kilometern ihr bestes gaben. Sinnlos daran festzuhalten also abfallen lassen und neu orientieren. Ich befand mich direkt neben dem Flughafen Köln/Bonn und musste dann doch mein iPhone bemühen, um zu schauen, wo es hingehen sollte.
In Altenrath gelandet, versuchte ich dann erst mal wieder nach Rösrath hoch zu kommen, denn ansonsten hätte sich eine zu weite Strecke ergeben. Ich wollte ca. 70-100km fahren und zumindest ein paar Steigungen mitnehmen. Also erst mal wegbleiben von Köln und Untereschbach angepeilt. Dort sollte ich Richtung Dhünntalsperre unterwegs sein, die ich in einer vorherigen Tour schon einmal umrundet hatte. Zum Glück war Kürten dort bereits ausgeschildert, denn dieses mittig unter der Talsperre. Die nächsten Kilometer liefen ganz gut und so langsam kam ich auf Touren. Das Wetter blieb bescheiden und ich wurde mehr als ein mal nass. Zum Glück nicht vollständig und die Straßen waren meist nur feucht, weswegen auch die Abfahrten gut gingen. Von Kürten aus ging es dann Richtung Bergisch Gladbach, denn der Tacho zeigte schon über 60km an. Um nicht direkt über Köln zurück zu fahren, sollte es über Leverkusen gehen. Also Abzweig über Odenthal und dann nach Leverkusen. Vorbei am Stadion zieht sich Leverkusen unglaublich lange. Geschuldet durch die vielen Fahrradwege kommt man mit dem Rennrad nur schlecht vorwärts. Auf der Kölner Seite geht es dann vorbei an den Ford Werken und der Pferderennbahn zurück nach Bilderstöckchen. Mein Tacho zeigt 100,78 Kilometer an, was für eine wirklich gute und spontane Planung gesprochen hat. Dabei wäre ich heute morgen fast schon wieder zurück gefahren. Insgesamt war ich 5h unterwegs, wobei über 40min an der Schmitze Bud liegen geblieben sind. Die ersten Kilometer auch noch recht häufig den richtigen Weg mit dem iPhone angepeilt, ging es vom Tempo her nachher richtig gut.
Allerdings werde ich bestimmt schlecht von der Rennradgruppe am morgen träumen und für die nächste Saison mit besserer Kondition zurückschlagen. Heute wäre es sinnlos gewesen sich mit aller Kraft dranzuhängen. Vermutlich wäre ich nach 40 Kilometern fertig gewesen und hätte dann schauen müssen, wie ich von dort aus zurück komme.
Update:
Nach dem Auslesen des Forerunners noch ein paar Fakten:
- Distanz: 96,29 (Forerunner zu spät gestartet)
- Zeit: 3:34:50
- Puls: 141
- kCal: 5141 (bereits mit Nudeln aufgefüllt)
- Tempo: 26,89km/h
- Höhenmeter: 1682 (ob das stimmt)



