MeinFernbus.de

MeinFernbus.de ist eine der neuen Buslinien, die das Land seit diesem Jahr neben der Bahn verbinden. Mit Köln liegen wir super zentral und sind auch bei den Fernbuslinien gut angebunden. MeinFernbus.de war eine der ersten Linien und die Strecke Köln – Freibug hatte ich mir schon einmal vor längerer Zeit angeschaut, um eventuell in ein Trainingslager im Schwarzwald mit dem Rad zu reisen. Dazu ist es zwar nicht gekommen, aber für meine geplante Radreise war Freiburg eine gute Entfernung.

Die Webseite ist gut aufgebaut und man kann sehr schnell seine gewünschte Route auswählen. Köln – Freiburg ist eine Direktfahrt, was es sehr einfach macht. Eine Person mit Rad kosten 19,50€ + 9€ = 28,50€. Bei der Reservierung gibt man seine Handynr. ein, um bei Verspätungen informiert zu werden. Es folgt eine Bestätigungsseite, die ausgedruckt werden sollte und das Ganze kommt auch noch per Mail. Abfahrt ist am Kölner Bushof, der direkt neben dem HBF liegt. Die Abfahrtsposition wird mit 3 oder 4 angegeben, was ich auch direkt finde und die grünen Busse sind auffällig genug, um notfalls noch schnell auf die andere Seite zu wechseln.

Es herrscht freie Platzwahl, was bei Fahrradmitnahme suboptimal ist, da man somit fast als letzter einsteigt. Erst werden die Koffer verstaut und eine meiner Ortlieb Taschen landet im Gepäckabteil, welches noch viel Platz bietet.
So langsam scheinen sich die Buslinien herumgesprochen zu haben, denn der Bus ist bis auf einen freien Zweier schon belegt. Dank der beiden Busfahrer, kümmert sich einer um mein Rad und der andere kontrolliert die Einsteigenden.
Der Gepäckträger ähnelt von Höhe und Art, einem Träger für die Anhängerkupplung. Allerdings ist er wesentlich massiver und ähnelt nicht dem Modell, welches ich im Internet gefunden habe. Massive Alu-Vierkantstangen kommen links und rechts neben das Rad, welches in Höhe der Kurbel eine ca. 35cm Hohe Polsterung haben, die das Rad schon gut umschließt. Zusätzlich wird das Rad mit Bändern gesichert. Ich bin der einzige Radreisende und der Anbau dauert in etwa 5min. Da der Bus aber bereits 10min vor Abfahrt eintrifft, ist das kein Problem. Alle klippbaren oder losen Teile habe ich zur Sicherheit in die Packtasche gepackt, da das Rad hinten den äußeren Einflüssen ausgeliefert ist. Insgesamt würden vier Räder auf den Fahrradträger passen. Hier lohnt sich dann vermutlich eine sehr frühzeitige Reservierung, da ich nicht weiß, wie oft Räder transportiert werden.

Danch ging es in den Innenraum, der sauber und vom Beinplatz sehr ausreichend dimensioniert ist. Der Bus ist mit WLAN ausgestattet, welches jetzt wischen den Bergen gerae keine Geschwindigkeitsrekorde bricht, aber funktioniert. Die versprochenden Stromanschlüsse gibt es, allerdings sind diese von mir ein paar Sitzreihen entfernt, sodass ich mein Netzteil nicht einstecken kann. Auf den 5,5h ist somit stromsparen angesagt. Beleuchtung runter und WLAN erst mal aus hilft erst mal weiter. Der Bus macht vom Zustand her eine sehr gute Figur und ist drinnen klassischer Reisebus. Man blickt auf die kleinen Fernseher, die aber kein Unterhaltungsprogramm bieten und aus sind und vorne prangt eine Uhr, deren Zeit um mehrere Stunden falsch geht oder eine andere Zeitinformation darstellt.
Kurz nach Abfahrt gibt es eine Begrüßung, die den Ablauf der Fahrt erklärt und gegen 10 Uhr einen Fahrerwechsel und eine Zigarettenpause ankündigt. Es soll kalte Getränke geben, die man vermutlich vorne kaufen kann. Kaffee und Snacks wären heute nicht mit an Bord.

Das Publikum ist gemischt und nach der ersten Stunde auch vollständig ruhig, was vermutlich an der ersten Fahrt des Tages um 8 Uhr ab Köln liegt. Die Luft im Bus ist gut, aber mittlerweile etwas frisch – im T-Shirt wäre es mir zu kalt. Die Fahrt bisher sehr unaufällig, also gut. Nach den kleinen Staus rund um Bonn sind wir jetzt nach der Rush Hour ruhig unterwegs.

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