Ein Berg ist es ja nicht, aber die Halde in Baesweiler hat es in sich. Für einen Flachlandläufer wie mich, zieht sich die Steigung nach 3,5km in schwindelerregende Höhen. Okay übertrieben, aber der Puls spielt sich in diesen Höhen ab. Vom letzten Jahr vorgewarnt ließ ich es diesmal vom Start weg ruhiger angehen. Dies beherzigten nicht alle, aber ich wusste, dass man viele ein zweites Mal sehen wird. Also einmal rum und die Halde und dann stand es bevor. Erst hoch am Carl-Alex-Park vorbei geht es dann auf den steinigen Aufstieg. Dieses Jahr wegen der Hitze zum Glück mit einer Wasserstation oben auf der Halde. Letztes Jahr ging es mir dort wirklich nicht besonders. Nach vielen Zielen der letzten Läufe ging es heute darum die Halde zu bezwingen. Um es kurz zu machen: Ziel geschafft und viele das zweite Mal gegrüßt. So richtig weit ging es aber nicht nach vorne, denn es waren mal wieder einige sehr gute Läufer und Läuferinnen unterwegs. Die Halde runter ging es dann mit vollem Tempo, um schließlich in der Baesweiler City zu landen. Aus diesem Grund schätze ich den Lauf auch sehr besonders, denn für so einen kleinen Lauf sind die Zuschauerzahlen riesig und die Zuschauer sehr familiär. Der Lauftreff Baesweiler ist mit einer unglaublichen Anzahl an Helfern an der Strecke und so läuft der Lauf reibungslos ab. Die Warnung vor der Wärme wurde mehrfach ausgesprochen und so habe ich auch darauf geachtet. Trotzdem zerrte die Wärme an allen Läufern und es hätte gerne ein klein wenig kälter sein dürfen.
In Baesweiler Zentrum hatte der Lauf seinen Höhepunkt und nach dem Reyplatz waren es nur noch etwas über 1000m. Da war er dann, der kurze Einbruch. Die zweitplatzierte Läufern zog nach mehreren Wechseln an mir vorbei und ich hängte mich an die Fersen. Das klappte zum Glück, wobei unsere Pace nicht mehr wirklich hoch war. Dort ging es dann auf die letzten Meter, die am Ende einen Serpentinenpfad haben. Wirklich schön und mit so vielen Zuschauern versehen, dass man einfach zum Endspurt ansetzen muss. Die Läuferin lies ich hinter mir, schaffte es aber nicht mehr an den Läufer vor mir heran zu kommen. Die Uhr zeigte 47min an und eigentlich wäre die Zeit schon enttäuschend, wenn der Lauf nicht jedes Jahr so hart wäre. Die Stimmung des Laufes ist aber der eigentliche Reiz. Leider sind die Starterzahlen nicht sehr hoch gewesen, was ich schade für so einen reizvollen Lauf finde. So eine normale 10km Runde gibt es überall, aber Baesweiler setzt hier doch einen sehr interessanten Akzent. Ich wünsche dem wirklich sehr motivierten Team in den nächsten Jahren höhere Teilnehmerzahlen, denn der Lauf hat es verdient.
Das Fazit für mich ist zweigespalten. Ich habe die Halde bezwungen und 4:30min im Vergleich zum Vorjahr draufgepackt. Das ist schon mal eine Hausmarke. Mit Platz 32 darf ich wohl bei weiteren Steigungen wirklich die Siegerehrungen der Altersklassen mit verfolgen. Die Halde hat mich trotzdem viele Pulspunkte gekostet und so habe ich die Verpflegungsstation gehend genossen. Hier wären also sicherlich noch ein paar Sekunden drin gewesen. War zwar nicht so hart wie der Unilauf, aber anfangs nicht ganz rund.
Keep on running und so geht es am Mittwoch dank eines netten Tipps zum Intervalltraining mit Sambabegleitung in Köln auf die Ostkampfbahn. …mehr

