Archiv » Juni, 2009 «

28 Jun 2009

Die Halde ruuuuft

Geschrieben von Simon um 22:01 Uhr

Ein Berg ist es ja nicht, aber die Halde in Baesweiler hat es in sich. Für einen Flachlandläufer wie mich, zieht sich die Steigung nach 3,5km in schwindelerregende Höhen. Okay übertrieben, aber der Puls spielt sich in diesen Höhen ab. Vom letzten Jahr vorgewarnt ließ ich es diesmal vom Start weg ruhiger angehen. Dies beherzigten nicht alle, aber ich wusste, dass man viele ein zweites Mal sehen wird. Also einmal rum und die Halde und dann stand es bevor. Erst hoch am Carl-Alex-Park vorbei geht es dann auf den steinigen Aufstieg. Dieses Jahr wegen der Hitze zum Glück mit einer Wasserstation oben auf der Halde. Letztes Jahr ging es mir dort wirklich nicht besonders. Nach vielen Zielen der letzten Läufe ging es heute darum die Halde zu bezwingen. Um es kurz zu machen: Ziel geschafft und viele das zweite Mal gegrüßt. So richtig weit ging es aber nicht nach vorne, denn es waren mal wieder einige sehr gute Läufer und Läuferinnen unterwegs. Die Halde runter ging es dann mit vollem Tempo, um schließlich in der Baesweiler City zu landen. Aus diesem Grund schätze ich den Lauf auch sehr besonders, denn für so einen kleinen Lauf sind die Zuschauerzahlen riesig und die Zuschauer sehr familiär. Der Lauftreff Baesweiler ist mit einer unglaublichen Anzahl an Helfern an der Strecke und so läuft der Lauf reibungslos ab. Die Warnung vor der Wärme wurde mehrfach ausgesprochen und so habe ich auch darauf geachtet. Trotzdem zerrte die Wärme an allen Läufern und es hätte gerne ein klein wenig kälter sein dürfen.

In Baesweiler Zentrum hatte der Lauf seinen Höhepunkt und nach dem Reyplatz waren es nur noch etwas über 1000m. Da war er dann, der kurze Einbruch. Die zweitplatzierte Läufern zog nach mehreren Wechseln an mir vorbei und ich hängte mich an die Fersen. Das klappte zum Glück, wobei unsere Pace nicht mehr wirklich hoch war. Dort ging es dann auf die letzten Meter, die am Ende einen Serpentinenpfad haben. Wirklich schön und mit so vielen Zuschauern versehen, dass man einfach zum Endspurt ansetzen muss. Die Läuferin lies ich hinter mir, schaffte es aber nicht mehr an den Läufer vor mir heran zu kommen. Die Uhr zeigte 47min an und eigentlich wäre die Zeit schon enttäuschend, wenn der Lauf nicht jedes Jahr so hart wäre. Die Stimmung des Laufes ist aber der eigentliche Reiz. Leider sind die Starterzahlen nicht sehr hoch gewesen, was ich schade für so einen reizvollen Lauf finde. So eine normale 10km Runde gibt es überall, aber Baesweiler setzt hier doch einen sehr interessanten Akzent. Ich wünsche dem wirklich sehr motivierten Team in den nächsten Jahren höhere Teilnehmerzahlen, denn der Lauf hat es verdient.

Das Fazit für mich ist zweigespalten. Ich habe die Halde bezwungen und 4:30min im Vergleich zum Vorjahr draufgepackt. Das ist schon mal eine Hausmarke. Mit Platz 32 darf ich wohl bei weiteren Steigungen wirklich die Siegerehrungen der Altersklassen mit verfolgen. Die Halde hat mich trotzdem viele Pulspunkte gekostet und so habe ich die Verpflegungsstation gehend genossen. Hier wären also sicherlich noch ein paar Sekunden drin gewesen. War zwar nicht so hart wie der Unilauf, aber anfangs nicht ganz rund.

Keep on running und so geht es am Mittwoch dank eines netten Tipps zum Intervalltraining mit Sambabegleitung in Köln auf die Ostkampfbahn. …mehr

Tags »

Beitrag kommentieren

21 Jun 2009

Halbmarathon in Aachen

Geschrieben von Simon um 16:21 Uhr

Anspruchsvoll, aber geil. Ich – eingeschränkt; Partnerin – könnte ich mir gut vorstellen; aber gemeint war der Halbmarathon in Aachen. Wenn ich an schöne Läufe zurückdenke, gehört der Lauf im letzten Jahr auf jeden Fall dazu. Schönstes Wetter, eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Strecke und ein richtig guter Tag.

Dieses Jahr hatten sich zwei Sachen geändert, die Strecke war modifiziert und das Wetter war scheiße. Auf den Lauf hatte ich mich aber bereits seit Wochen gefreut. Nach etlichen 10km Läufen, die mittlerweile etwas besser klappen, ist Halbmarathon immer noch meine Lieblingsdisziplin. Gestern schon bei meinem Vater in Alsdorf einquartiert, konnte ich es heute morgen relativ entspannend angehen lassen. Gestern nicht mehr zum Einkaufen gekommen, gab es kein helles Toast und keinen Honig. Vollkorntoast, Cola und Knoppers anstelle von professioneller Nahrung stellten zum Glück keine Probleme dar.

Früh genug in Aachen eingetroffen holte ich meine Startnummer und brachte den unbenötigten Rest zum Auto zurück. Bei der Rückkehr hatte ich die Anzahl der Läufer vervielfacht. Also ein paar Meter warmlaufen und dann noch was Nervosität für den Start sammeln. Im Startbereich traf ich dann noch einen Schulkameraden, der hoffentlich ein paar gute Bilder geschossen hat.

Der OB auf der Bühne verkündete gutes Wetter für den Lauf, was die dunklen Wolken hinter ihm nicht so recht glauben wollten. Sehr positiv war das Anreichen von Wasser, was die meisten Läufe verwähren. Ein dank an den Sponsor, denn an Wasserstellen waren wir super versorgt. Ich stellte mich nicht ganz nach vorne, um den Top-Läufern etwas Platz zu lassen. Ein Fehler, denn so weit dachten nicht sehr viele Läufer und so trotteten einige die ersten Metern an. Also ein paar Sekunden gelassen, bis ich in einem Startspurt in einen angenehmeren Bereich der Läufer vordrang. Und da fing er auch schon an. Der Regen kam und nahm keine Rücksicht auf Wahlversprechen. Nicht ein Tröpfelregen, sondern eine richtige Dusche, die mich durch und durch nass machte. Eine kleine Runde, um dann auf einer ähnlichen Strecke, wie letztes Jahr zu landen. Somit ging es dann knapp am Lousberg vorbei, was man an den Höhenmetern merkte, die aber richtig gut gingen. Es sollte wesentlich besser laufen, als am Mittwoch und Berg runter konnte ich in einen richtigen Spurtschritt wählen. Pulsbereiche waren ok und schon kam der nächste Schauer, der richtige Sturzbäche über die Straße schickte. Ganz besonders tolle Stimmung gibt es am Ende des ersten Abstieges, wo trotz des schlechten Wetters wieder etliche Familien standen, die den Läufern zujubelten. Insgesamt nicht ganz so viele Zuschauer wie letztes Jahr, verbreiteten sie trotzdem eine tolle Stimmung. Im letzten Jahr direkt in der Soers gelandet, gab es für dieses Jahr noch ein Zuckerstückchen. Es ging durch das Reitgelände und sogar Stadion, was vermutlich nicht so viele wussten. Dort gab es schon die gefühlte vierte Wasserstation und einige Läufer von meinem schnellen Bergabschnitt holten auf. Erschrocken lief ich kurzzeitig einen Schnitt von 4min pro Kilometer, der selten über 5min ging. In der Soers gibt es dann noch ein richtig steiles Stück für das ich mich zwischenzeitlich etwas ausgeruht hatte. Oben angekommen geht es dann erst mal ein gutes Stück runter, wobei die Schleife über den Markt dieses Jahr ausgelassen wurde. Aufgrund der vielen Wechsel zwischen Stadt, grün, rauf und runter macht die Strecke mächtig Spaß. Mein Tempo war immer noch gut und Berg runter nach dem Lousberg konnte ich wieder zu etlichen Läufern aufschließen. Am Tivoli war dann ein kleines Tief da, was sich aber nicht sehr kritisch äußerte. Etwas langsamer war auch ok, denn ich wusste um den erneuten Aufstieg. Die Zeit hatte ich nie in Augen und auch der Pulswert zeigte normale Werte, die ich aber nicht intensiv verfolgte. Auf den graden Stücken schluckten mich wieder einige Läufer, wie z.B. die zweitplatzierte Frau, die aufgrund meines hohen Berg ab und auf Tempos mal vor und mal hinter mir lag. Kraft war auch nach dem letzten Anstieg immer noch da und so konnte ich wieder zurück in der City nochmal mit aufs Tempo drücken. Ein Läufer überholte mich und ich konnte ihn bis zur Zielgeraden im Auge behalten, aber nicht mehr vorbei ziehen. In Höhe des Ponttors schaute ich auf die Uhr und die sah verdammt gut aus. Schließlich war der Markt nicht mehr weit. Im letzten Jahr war ich da bereits am Ende meiner Kräfte und schleppte mich noch mit einem Krampf knapp ins Ziel. Dieses Jahr war ich da noch sehr fit, was wohl auch der Marathonkondition zu verdanken ist.

Mit irgendwas um die 1:33h stoppte ich die Uhr und war super happy. Gleichzeitig aber von oben bis unten pitsch nass, was dazu führte, dass ich nicht lange im Zielbereich verharren konnte. Auf dem Weg zum Auto wurde es noch recht frisch, da es auch gerade wieder nieselte und die Sonne es nicht gut mit uns meinte. Am Auto in trockene Klamotten geschlüpft dann schnell nach hause unter die echte Dusche.

Tags »

Beitrag kommentieren

21 Jun 2009

Unilauf

Geschrieben von Simon um 14:49 Uhr

Mitten in der Woche ging es diesmal etwas früher nach Hause. Der Unilauf rief, 10km aufgeteilt in vier Runden um den Aachener Weiher. Da ich gerne nüchtern laufe (sowohl vom Magen, als auch vom Alkoholgehalt) liegt dieser Lauf mit einer Startzeit von 18.30 Uhr nicht sehr optimal. Die Ernährung war also nicht ganz einfach. Kurz beim Bäcker eingedeckt, ging es dann nach einer kleinen Erholung mit dem Fahrrad die 5km zum Aachener Weiher.

Der Start kam recht flott wieder und ich hatte mich für den Toplauf gemeldet, der auf 50min Zielzeit begrenzt war. Eine gute Idee wie sich zeigen sollte, denn beim Fitnesslauf war die Strecke hoffnungslos überfüllt. Am Start erst mal um die langsamen Starter gezogen und da war es schon. Das Gefühl, dass heute kein  Lauftag ist. Falsch ernährt, einfach schlechten Tag, keine Ahnung, aber nach 500m war mir klar, dass es verdammt hart wird. Zu bezwingen gab es in jeder Runde zwei Anstiege, die sogar mit einer Bergwertung geführt wurden. Trotzdem ich während des ganzen Rennens beißen musste, ging es vom Tempo noch ganz gut. Aber der Druck unter der Sohle fehlte und kleine Zwischenbeschleunigungen waren einfach nicht drin. Bei mir spielte wenigstens der Puls mit, was mich den Lauf auch aus diesem Grund nicht abbrechen lies. Das Feld war schnell, verdammt schnell, denn ich lief irgendwo im Mittelfeld, während der Sprecher am Ziel bei einer Zwischenrunde eine Zielzeit von knapp unter 50min für die aktuellen Läufer verkündete. Arschloch, denn ich lag locker im 45min Schnitt und 5min auf 10km sind schon eine andere Ecke. Die Runden vergingen langsam und meine Kondition über lange Strecken zahlte sich aus, ohne hinten raus aber noch mal dran ziehen zu können. Ein kurzer Endspurt und es war wenigstens geschafft. Um die 45min, nicht glücklich, keine Endorphine, aber dafür gab es ja noch den Halbmarathon am Sonntag.

Letztes Jahr hatte ich den Lauf ausgelassen und nächstes Jahr müsste mich schon jemand motivieren, diesen wieder mit den Plan aufzunehmen.

Tags »

Beitrag kommentieren

05 Jun 2009

Es musste soweit kommen

Geschrieben von Simon um 20:52 Uhr

Gerade noch vor der Dunkelheit von einer Radtour nach Worringen zurück gekommen. 40km gut Tempo gemacht und dann passiert es. In allen Berichten darüber gelesen.
Ich halte an der Ampel an, will aus dem Klickpedal – und – hänge – hänge – schräger – schräger – Hallo Grasnabe.

Gehöre wohl jetzt endgültig zum Club dazu. Zum Glück nicht hart gefallen und ansonsten auf der B9 von Worringen bis zu meiner Haustür nur etwas über eine halbe Stunde gebraucht. Schöne lange Landstraßen, wo man es zu zweit wirklich gut laufen lassen kann.
Teilweise habe ich den Windschatten dankend angenommen. Morgen eine kleine Runde laufen und dann am Sonntag noch mal eine weiter Runde drehen.
Mein Sportpensum kommt wieder in Fahrt.

Tags »

Beitrag kommentieren