Sonntag -> BBC1

Den Sonntag habe ich fast total verschlafen, denn ich wachte erst gegen 13 Uhr auf. Dann allerdings auch nicht motiviert, hing ich etwas zu lange vor Computer und Co und machte mich erst um 17 Uhr auf den Weg Richtung London. Ohne Ziel (Museen lohnen sich um diese Uhrzeit nicht mehr), lief ich etwas durch Oxford Street und Co, um meinen Hunger und Durst zu stillen. Dann fiel mir ein, dass die Buslinie 15 recht interessant sein soll, da sie alle interessanten Plätze anfährt. Also ab in den Bus, als es schon dunkel wurde und losgefahren. Im Stau ging es dann nur langsam vorwärts, bis ich riesige Scheinwerfer und eine Bühne am nicht weit entfernten Trafalgar Square entdeckte. Also wieder raus aus der Bustour und ab auf den Platz. Es handelte sich um ein ganztätiges Event, welches sich um Kunst und Malen handelte. Direkt auf der Bühne tackerten Leute viele kleine Kunstwerke zu einem riesigen Bild zusammen, wobei das Ganze mit Countdown wie eine Spielshow aufgebaut war. Dann war es geschafft und das Bild komplett, wobei dann noch mächtig viele Luftballons in den Londoner Nachthimmel entlassen wurden. Somit löste sich dann die Menge auch wieder auf und ich machte mich auf zum Piccadilly Circus, enterte dort den Bus und fuhr nach Hause, wo ich noch was am Computer war und später etwas gelesen habe.

Samstag -> 10 Wochen

Einigermaßen ausgeschlafen machte ich mich morgens auf den Weg zur Post, denn es war eine Paketabholkarte bei mir eingetrudelt. Dort hinter einer Schlange von 30 Personen eingereiht, um ein Paket von Alex in Empfang zu nehmen, über das ich mich super gefreut habe.
Danach ging es zur Bank, wo ich mich an einer Schlange von 5 Personen am Geldautomaten einreihte. Ich glaube, wenn Londoner keine Schlangen haben, provozieren sie diese (queue builder o.ä.). Danach das Weekend Ticket in der Tube geholt und einen Friseur in Fulham gesucht. An einem Fenster entdeckte ich dann auch ein Angebot für 7 Pfund und brauchte zum Glück keinen Termin, sondern kam nach 5min schon dran. Alles bestens und dann noch schnell ein paar Sachen besorgt und nach Hause. Dort verbrachte ich den Tag mit rumräumen und ausruhen, da es abends auch wieder weg gehen sollte. Nach etwas Konfussion landete man nicht in der Diskothek Scala, die 15 Pfund Eintritt kostete, sondern im 333, welches 10 Pfund Eintritt kostete. Reingekommen und doch etwas enttäucht, denn man kam sich wie in der Rockfabrik vor. Nichts von Londons Nachtleben Glanz war übergesprungen und die Designansätze kläglich gescheitert. Zum Glück gab es drei Ebenen mit Musik, die allerdings so schnell die Musikrichtung wechselten, dass man nicht hinterher kam. Mal HipHop, mal TwoStep, House, Reggae, Funk, …
Das Beste des Abends folgte aber im obersten Floor, wo ein mindestens 60 Jähriger, sein DJ können zum Besten gab. Er legte auch fast alles von Reggae über Blues und Partymusik auf und feuerte die Leute mit seiner rauchigen Stimme bestens an. So verbrachte man den Abend dann tanzend, bis man sich um kurz vor 3 Uhr auf den Weg machte, um auf den Bus zu warten. Dieser kam dann zum Glück doch noch und es ging auf den Weg nach Hause.

Freitag -> von wegen ruhig

Ich kam morgens um kurz nach 7 Uhr zu meiner Überraschung sehr gut aus dem Bett und dies zog sich eigentlich so durch den ganzen Tag. Dieser war auch wieder recht schnell vorbei und ich wollte eigentlich auch nur nach der Arbeit in den Pub, aber irgendwie verlief sich alles. So beschloß ich dann, mit dem neuen Engländer in unserem Team in einem Pub in Putney einzuziehen. Als ich dort angekommen war, hatten sich dort auch die Mitbewohner des Engländers dort eingefunden und kaum angekommen war man auch schon wieder im Aufbruch. Es ging wieder zurück in meine Richtung in einen Pub names Zulu, der Innen etwas afrikanisch aufgemacht war. Er war schon recht gut gefüllt und sah wirklich sehr gut aus. Nebenan auf der Tanzfläche baute gerade eine Liveband ihr Equipment auf. So kurz nach neun begab sich dann auch die Masse nach drüben und nippte mittlerweile an meinem dritten Pin, da natürlich große Runden anstanden. Mit fünf Leuten im Schleptau, kommt da natürlich einiges an Alkohol zu stande. Ein weiterer Praktikant aus der Nähe meldete sich noch und es folgten vier weitere Praktikanten aus T-Mobile. Die Stimmung wurde immer besser und die Musik durch alle Sparten der Party Musik. Gegen 12 Uhr schloß der Pub/Club leider und ich machte mich auf die 10min Heimweg, wo ich dann auch heil ankam.

Donnerstag -> Geburtstagsfeiern

Ein neuer Praktikant (seit 3 Wochen hier), feierte seinen Geburtstag, weswegen wir uns nach der Arbeit am Leicester Square getroffen hatten, um im TukTuk (einem asiatischen Restaurant) essen zu gehen. Danach ging es mit der Tube hoch Richtung Camden, wo wir in einen Club gingen, der diese Woche erst eröffnet hatte. Die Location names KoKo war super genial, denn es war ein altes Theater oder Kino, mit mehreren Ebenen und Logen, welches einfach genial aussah. Gekrönt wurde das ganze von einer 1.50m Diskokugel an der Decke, die der Abschluß des Lichtsystems war. Im Gegensatz zur Ankündigung im Web war von den DJs nicht viel zu sehen und es spielten Live Bands. Zum teil sehr gut, zum Teil weniger gut. Da ich eigentlich zum Tanzen da war, wollte ich aber eigentlich den DJ, der erst sehr spät auflegen sollte noch mitnehmen und so überlebte ich dann auch die HipHopper, um endlich um kurz vor 1 Uhr Danceklängen zu lauschen. Man verließ die Disko dann irgendwann nach 2 Uhr, weswegen ich um 3.30 Uhr im Bett war.