Automatisiertes Webspace Backup

Wer kennt es nicht? Man hat eine Webseite und sollte regelmäßig Backups davon machen. Bisher hatte ich einen vollen Webserver mit SSH Zugang und Cronjobs, wobei ich den Großteil der Arbeit auf dem Server erledigen konnte. Aufgrund meiner Verkleinerung benötige ich diesen nicht mehr und habe jetzt normalen Webspace. Mit diesem bin ich sehr zufrieden, allerdings werden seitens des Hosters nur Notfall-Backups gezogen, an die man nicht herankommt und die auch nicht 100%ig aktuell sein müssen.

Also muss das Backup von zuhause aus erfolgen. Zwar läuft noch mein Linux-Router, aber weder NcFTP noch WGet sind so aktuell, dass sie meine Wünsche erfüllen. Also mal unter Windows Cygwin aktualisiert und geschaut was möglich ist. Zuvor hatte ich nach Programmen gesucht, aber nichts davon hat mich wirklich überzeugt.

Um es nicht allzu lang zu fassen: ich liebe WGet. So schön einfach, so schnell, so ohne Overhead. Wie lade ich zum Beispiel regelmäßig alle Dateien eines Verzeichnisses möglichst effizient herunter?

wget –mirror ftp://USER:PASS@url.de

Ist das nicht großartig? Rekursiv, Datumsvergleich, FTP, … Jetzt fehlt nur noch ein Dump der MySQL-Datenbanken und ein Packen der letzten Versionen, um zumindest für einige Tage und im monatlichen Abstand Versionen nachhalten zu können.

Noch in ein Skript gießen, um alle Accounts abzugrasen und fertig. Kompliziertes kann so einfach werden.

Marathon geschafft

Nach dem Lauf ist vor dem Lauf, aber ihr seid bestimmt gespannt, wie es gelaufen ist.

Ja, ich habe die 42,2km hinter mich gebracht, aber es war nicht gut. Wie man das von Sportlern, wie z.B. Fußballern gewünscht ist, würde ich sagen: wenig Wettkampfpraxis in der letzten Woche und den Punkt einfach nicht treffen. 

Der Puls war von Anfang an hoch, was bei mir meist bei Wettkämpfen so ist. Meine langen Läufe habe ich bei ca. 75% der max. Herzfrequenz bestritten und lag unter einer Stunde pro 10km. Die Läufe gingen auch über 30km und mehr, weswegen eigentlich nur 10 unbekannte Kilometer auf mich warten sollten. Aber es kam anders. Schon vor dem Start eine Herzfrequenz von 80%, ohne Erkältung, wenig Schlaf oder sonstigen Grund. Immerhin ist es der Lauf, auf den ich mich über ein halbes Jahr vorbereitet habe, somit Nervosität. Zumindest lag ich mit den 85% nach dem Start im guten Limit des Marathon-Buches. Somit primär kein Grund zur Sorge. Okay, bei den Trainingsläufen musste ich schon mächtig aufs Tempo drücken, um an 85% heranzukommen, was man dann auch direkt an der Atmung merkt. Beim Lauf heute war ich trotz langsamen Tempo bei 85%, aber einer recht normalen Atmung. 

Das Wetter war beschissen. Nachdem unser Startblock nach 30min die Startlinie überquerte, hatte man schon ein paar kleinere Duschen mitgenommen. Der Regen war aber mal mehr oder weniger stark der Begleiter während des Rennens. Gar nicht mein Wetter. Die ersten 15km liefen noch gut, aber es war nicht mein Tag. Ich denke, dass es am Wetter lag, aber es könnte auch alles andere gewesen sein. Bereits bei der Halbmarathon-Distanz hatte ich mindestens 10min Zeit verloren und die Verfassung schrumpfte weiter. Meine Halbmarathon-Zeit steht bei 1:43h und somit wäre der Marathon unter 4h locker drin gewesen. Der Puls ging aber weiter in die Höhe und ich lag kurz nach der Halbmarathon-Distanz schon bei 90%, ohne ein echtes Tempo zu laufen. Kurz: es fühlte sich nicht gut an und ich wollte keine weitere Steigerung provozieren. So nutzte ich dann die nächste Verpflegungsstelle, um in aller Ruhe Getränk und Banane im schnellen Schritt zu mir zu nehmen. Selbst im Gehen ging der Puls nicht wirklich unter 75% und ich war noch ein ganzes Stück von der 30km Marke entfernt. Wirklich kein gutes Zeichen. Durch weitere Schritt-Pausen konnte ich eine gute Zeit natürlich abhaken, aber das Ziel war das Ziel. In Nippes war ich nicht allzuweit von zuhause entfernt und ich habe kurz mit dem Gedanken gekämpft.

Leider sehr enttäuschend, wenn man so viele Monate darauf hinarbeitet und dann nur das Ziel erreicht.  Zumindest habe ich gekämpft und auf meine Gesundheit gehört, denn ich habe das Ziel erreicht und das ohne ein Risiko einzugehen. Die Zeit enthalte ich hier mal vor, tut eh nichts mehr zur Sache.

Der Lauf an sich litt auch unter dem Wetter. Wie ich hörte, muss die schon gute Stimmung in den letzten Jahren noch besser gewesen sein. War es im Lauf noch zu ertragen, so möchte ich nicht bei so einem Hundewetter mehrere Stunden am Straßenrand stehen. Hier noch mal ein großer Dank an die Streckenkräfte, die zahlreich vorhanden waren und sogar noch Lust hatten, die Läufer anzufeuern. Die Organisation war gut und auch die Streckenbreite war angenehm, sodass es aufgrund einer so hohen Anzahl an Läufern zu keinen Problemen kam. Die Stimmung auf den Ringen war umwerfend und allein deswegen diesen Lauf wert. 

Meine weitere Laufplanung wird natürlich auch durch das Ergebnis beeinflusst. Den Rursee-Marathon werde ich mir schenken, da ich im November kein unbedingt besseres Wetter erwarte und die Strecke um einiges härter aussieht. Bevor ich noch die 5h Marke knacke, nehme ich mir lieber noch einen Halbmarathon ins Programm, um im Lauftraining zu bleiben. Vielleicht dann im Frühjahr noch ein Marathon, aber da muss ich jetzt einige Motivation herauskramen.

Vor dem Lauf ist nach dem Lauf

Warten, ausruhen, schonen, nicht verletzten, nicht erkranken. Nur noch einige Stunden und die Zeichen stehen auf Marathon. Vieles ist für morgen ungewiß, nur eines weiß ich:

Das Ziel ist das Ziel. Scheiß auf den Weg. 

Gestern bin ich über die Marathonmesse geschlendert, wo ich das letzte Jahr nur zum Shoppen war. Der Halbmarathon war damals bereits früh ausgebucht. Es war ein schönes Gefühl den Stand vom Bonn-Marathon zu sehen, wo ich mir einen Flyer mitgenommen hatte. Der hing dann bis zum Halbmarathon im Frühjahr an meiner Pinnwand. Als das Ziel hinter mir lag, gab es nur ein großes Ziel. Endlich den richtigen Marathon in Angriff nehmen. Die Zeit dazwischen war nicht ohne. Viel Training, viel Schweiß, viel Kilometer. Die Motivation blieb relativ konstant, wobei ich im vorletzten Monat einen Knick drinhatte. Irgendwie hatte sich das Java Zertifikat doch bemerkbar gemacht. Eigentlich fühle ich mich gut vorbereitet, allerdings könnte es immer besser sein. Beim erneuten Aufschlagen meines Marathon-Buchs fiel mir auf, dass ich etwas wenig Tempo im Training gegangen bin. Aus diesem Grund werde ich es morgen auch langsam angehen. Unter 4h ist natürlich das magische Ziel, aber wenn nicht, dann nicht und hauptsache das Ziel erreichen. 

Folgende Punkte haben sich in der Vorbereitung ausgezahlt:

 

  • Musik (lenkt ab, motiviert und führt am Anfang zu besserer Atmung)
  • Herzfrequenzmesser (bremst, steuert, kontrolliert, informiert)
  • gute Schuhe (gute Beratung ist das A und O)
  • Vorbereitungsläufe (10km, Halbmarathon und leider hintenraus keine Tempoläuft eingebaut)
  • Nike+ mit Einschränkungen (Musik, Info, Motivation durch Wettkämpfe, Streckenlänge motiviert)
Ich freue mich auf morgen, besonders auf die Art des Laufs. Mitten durch die Stadt, viele Besucher, viele Läufer. Das kommt mir sehr entgegen. Bei meinem letzten 28km Wettkampf fand ich den Wald nicht sonderlich spannend und war froh über die Trommlergruppen, die einen aus dem Lauftrott rissen. Beim Halbmarathon in Bonn habe ich zwar nachher wenig davon mitbekommen, weil ich zu fertig war, aber ich weiß wie sehr ich es beim Silvesterlauf in Aachen genieße (der steht dieses Jahr auch wieder auf dem Plan).
Dann die Überlegung, was man als nächstes Ziel anstreben könnte. Ob es noch ein Marathon wird, werde ich morgen Abend entscheiden. Wenn es richtig gut läuft, könnte ich den Rursee-Marathon anstreben. Allerdings schrecken einen die Bilder der Steigungen doch mächtig ab. Ansonsten die Möglichkeit eine Woche danach einen Halbmarathon in Kohlscheid zu laufen und wieder etwas mehr Tempo ins Training zu bekommen. Bei der Marathonmesse habe ich mich auch mit Prospekten für die großen Marathon-Läufe im Jahr 2009 eingedeckt. Alles sehr spannend, auch die Reisen sind schon sehr verlockend. 
Alternativ könnte man auch was ganz anderes ausprobieren und wieder mit Schwimmen anfangen. Dazu etwas Rennrad und der Volkstriathlon wäre möglich. Oder auf Radfahren konzentrieren und den Trimaker in Bonn anstreben (soweit ich lese ohne Schwimmen). Oder mal ins Fitnessstudio und mal dieses Paralleluniversum erkunden. Sport im Winter ist nicht einfach, vorallem wenn es draußen stattfindet. Im Hellen ist dies nämlich während der Woche nicht möglich. 
Somit: Vor dem Lauf ist nach dem Lauf
Für morgen gilt:
LAUF DU SAU

WTF – Hermes

Nachdem ich mich letzten Samstag über 6 Kilo Kaffee von Hermes freuen durfte, geht die Story heute weiter. Ein Anruf ergab, dass es zu einer Verwechslung kam und mein Paket noch im Versendezentrum liegt. Mittwoch sollte es dann im Hermes-Shop ankommen. Also am Mittwoch Abend in den Hermes-Shop und das Paket ist noch nicht da. Heute dann die 6 Kilo Kaffee zurück zum Hermes-Shop getragen, um diese gegen meine Boxenständer einzutauschen. Wie nicht anders zu erwarten war, passt eine solche Fehllieferung in keinen Prozess hinein und der Shopbetreiber war etwas überfordert. Keine Retoure, keine Reklamation, einfach ein falsches Paket mit zwei Nummern. Sollte es der Hermes-Abholdienst nicht mitnehmen, kann ich es als Geschenk von Hermes wieder abholen. Da werden sich ein Empfänger und ein Kaffee-Versand aber mächtig freuen. Dann die schlechte Nachricht: mein Paket ist nicht im Laden. Somit habe ich mir die Rückgabe bestätigen lassen und mich schon auf mein drittes Telefonat mit Hermes gefreut. Das einzig gute daran sind die Erreichbarkeitszeiten des Callcenters.

Telefonat:

  • Wie ist ihre Postleitzahl?
  • Ihr Nachname?
  • somit sind sie Simon Tiffert?
  • Versender des Pakets ist also X?
  • Das Paket wurde zum Absender zurück geschickt?
  • Warum, das kann ich ihnen nicht sagen
  • Portokosten für erneuten Versand können wir nicht übernehmen
  • Als Entschädigung kann ich ihnen eine Paketmarke für einen Hermes-Shop zustellen
Ja super, nachdem man von einem Versender dermaßen enttäuscht ist und ich nun seit zwei Wochen auf meine Boxenständer warte, darf ich diesem Versender ein weiteres Paket anvertrauen. Das freut mich unglaublich. Ich bin gespannt, ob das Paket wirklich zum Absender zurückgegangen ist und wie die Geschichte weiter geht. Der Absender ist informiert und wird sich hoffentlich in den nächsten Tagen melden. Hermes hat sich aufgrund von Unfähigkeit für weitere Lieferungen definitiv disqualifiziert.
Da singe ich doch bei DHL lieber: Denn zum Glück gibt es die Packstation (verdammt, der Song ist nicht mehr bei DHL verlinkt).