Blogbeitrag

01 Mrz 2009

Rund um das Bayer-Kreuz

Geschrieben von um 21:49 Uhr

Die Anfahrt war im Gegensatz zur Ankündigung nicht ausgeschildert. Zumindest habe ich kein einziges Schild gesehen und war froh, eine Beschreibung dabei zu haben. Parkplätze waren reichlich vorhanden, allerdings doch 1km vom Start entfernt. Ich hatte mir es gar nicht so groß vorgestellt, aber durch die Masse der Wettkämpfe gab es auch ein volles Rahmenprogramm. Essen, Getränke, Werbung für andere Läufe, Stände mit Laufklamotten, … Nummernabholung vollständig problemlos und ein tolles Adidas-Shirt mit im geringen Preis. So machen Läufe Spaß. Ich war frühzeitig da, weil ich bisher noch nie mit dem Auto in Leverkusen war und keine Hetze haben wollte. Somit hatte ich genug Zeit mit die zwischenzeitlichen Läufe anzusehen, denn mein 10km zwischen 40 und 50min, war der letzte Programmpunkt. Highlight war dann noch das Elite-Rennen mit einer Zeit unter 29min. Rennen rückte näher, also alles unnötige im Auto gelassen und ab an den Start. Er war zwar verschoben, aber die Zeit verging dann doch recht schnell, weswegen ich mich nur kurz warmlief. Es sollte unter 45min gehen, also im Gegensatz zu sonst mal schnell starten. Puls sollte über 90%, aber nicht die 95% max. Herzfrequenz überschreiten. Ich startete schnell und landete bei 180 Schlägen, was nach der simplen Formel für den Maximalpuls 93% sind. Eigentlich optimal. Ich erwartete keinen großen Anstieg mehr und wollte auch nicht drüber gehen. Die erste von vier Runde war hart und ich merkte, dass ich das Tempo ab Kilometer 3 nicht mehr halten konnte. Ein Einbruch – verdammt – fühlt sich einfach mies an und die Gedanken fangen an zu kreisen. Was machen? Kämpfen, Ausruhen, Weitertreiben? Ich nahm noch mehr raus und landete in einem Bereich, in dem ich mich wohler fühlte. Der Blick zur Uhr vernichtete aber fast schon mein Sub45 Ziel. Im Nachheinein verlor ich über 4km pro Kilometer 20sek. Die vierte Runde begann und die Kraft kam zurück. Power, dran ziehen, noch mal ein paar Leute hinter einem lassen, dann Krach – ein Autounfall auf der Straße nebenan. Ich wechselte ein paar Worte mit einem anderen Läufer der meinte wir wären noch auf 45min Kurs, wenn wir das Tempo durchziehen. Sub45 immer noch möglich und Kraft in den Beinen. Die lange Kurve zieht sich und es wird schwer das Tempo zu halten. Ich will vom Tempo rausnehmen, werde aber nochmal von dem Läufer mitgezogen. Einmal im Lauf ist die Atmung egal, also Endspurt. Es geht noch was, also an einer Gruppe Läufer vorbei und die Sekunden ticken. 44min und 40sek, 41sek, … 48sek, 49sek ich bin im Ziel und stoppe den Forerunner. Zumindest versuche ich es. Mein Puls ich knapp an 190 und ich gehe aus. Ich klatsche noch mal mit dem anderen Läufer ab, der eine große Hilfe war. Das Ziel ist geschafft, aber es war hart. Verdammt hart und meine Taktik mit schnellem Beginn ist nicht aufgegangen. Meine gestern gekauften Schuhe waren problemlos und auch gut gedämpft. Ohne Probleme haben mich die Mizuno Precision 9 über die Strecke getragen. Ich nehme mir einen Eistee und komme nochmal ins Gespräch. Ein weiterer Griff zu Getränken, aber keine mehr da und dabei kommen noch massig Läufer ins Ziel. Das darf nicht sein. Zufrieden, wobei ich dachte die 45min lockerer zu knacken, da ich doch einen Trainingslauf mit 47min hingebracht hatte. Ohne Einbruch wäre also eine 43er oder 42er Zeit möglich gewesen. Vielleicht dann aber ohne Zug am Ende? Man weiß es nicht, aber ich bin für den nächsten Zehner vorgewarnt es zu Beginn nicht ganz so zu übertreiben. Die Veranstaltung hat Spaß gemacht, hatte aber auch ein paar Macken, die einfach abzustellen sind. Also sicherlich ein Lauf, den ich unter der Konstellation 2010 wieder mitnehmen würde.

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