Aktuelle Blogbeiträge

06 Dez 2009

4. Kölner Nikolauslauf

Geschrieben von Simon um 16:51 Uhr

Zwei Monate ist der letzte Wettkampf her. Für mich eine lange Zeit, denn dieses Jahr standen einige Wettkämpfe auf dem Plan. Leider gab es ein paar Wochen nach dem Marathon keine passenden Läufe, weswegen jetzt der Kölner Nikolauslauf das Ende des Jahres einleiten sollte.
Die Vorbereitung war keinesfalls zielgerichtet auf einen schnellen 10k Lauf und am Vorabend stand die Weihnachtsfeier des Triathlonvereins an. Mit Kölsch und Currywurst also eine perfekte Grundlage, um beim Lauf heute so richtig reinzuhauen. Zum Glück war der Lauf mit 10 Uhr angenehm früh angesetzt, was mir ganz gut liegt. Das Wetter spielte auch mit und der Regen vom Vorabend hatte aufgehört. Bei recht warmen 8°C war also ein kurzer Start angesagt. Aufgrund der praktischen Lage des Laufs ab in die Straßenbahn 13 um mich mit meiner Laufpartnerin zu treffen. Etwas früher, denn wir hatten die Unterlagen noch nicht abgeholt. Es war gut voll, aber alles noch gut zu erreichen und die Abholung der Unterlagen gar kein Problem. In einer Tasche noch eine Kleinigkeit zu essen und etwas zu trinken dabei, um sich auf den Lauf einzustimmen. Die Vorwarnung des Veranstalters von wenigen Umkleideplätzen und Toiletten stimmte, was sich bei Toiletten aber nicht vorplanen lässt und lange Schlangen hinterließ. Hier waren Dixis da, hätten aber vermutlich von der Anzahl her mehr sein können.
Am Start das übliche Chaos, da es sich ja um einen echten Volkslauf am Nikolaustag handelte. Also Nikolausmützen ohne Ende und ein breit gemischtes Publikum.
Beim Warmlaufen fühlte es sich noch nicht so richtig schnell an, allerdings bin ich aufgrund des reduzierten Trainingsumfangs vollkommen verletzungs- und beschwerdefrei ins Rennen gegangen.
Angepeilt war eine Zeit unter 45min, also unter einer 4:30er Pace bleiben. Der Start war erwartet chaotisch und natürlich wollten alle vorne stehen, auch Läufer, die mindestens 60min brauchen. Nach einem Zickzack-Lauf über 500m war das dann überstanden und man konnte sein Tempo finden. Nicht überreissen, aber auch unter der geplanten Pace bleiben. Der Puls ging hoch, hielt sich aber im guten bekannten 10k Pulsbereich. Kein Grund zur Panik und erst mal weiter, bis das Loch kommt (falls es kommt). Die 10km waren in 3 Runden aufgeteilt, die Rund um den Adenauerweiher gingen. Zuschauer gab es im Startbereich, aber die Strecke ist richtig schön abwechslungsreich. Normalerweise habe ich lieber ein paar Steigungen drin, damit genügend Reize vorhanden sind, aber das war heute kein Problem. Nachdem ich am Start viele überholen konnte, wurde ich dann noch etwas von hinten aufgerollt. Aber ich wollte ja 10km Laufen und nicht den Lauf nach 4km abbrechen.
Es lief weiterhin gut und die 5km kamen recht schnell. Mich hatte ein Triathlet mit einem auffälligen weißen Kapuzen-Shirt überholt, an dem ich mich im Abstand von 20m fest biss und so kein Tempo verlor. Sowohl er als auch ich liefen recht konstant, weswegen an überholen erst mal nicht zu denken war, aber weiter weg kam er auch nicht. Die zweite Runde war vorbei und ich wartete immer noch auf mein Loch. Hier war wohl noch eine richtig gute Grundkondition vorhanden und das Tempo passte weiterhin, wobei ich schon ein klein wenig Spritzigkeit eingebüßt hatte. So langsam stießen wir auf langsame Läufer, wobei die ersten noch harmlos waren, aber plötzlich immer mehr kreuz und quer auf der Strecke unterwegs waren. Mit gefühlten 2-3min pro Kilometer Unterschied war es schon eine ganz schöne Kunst, diese zu umkurven und auf dem teils matschigen Boden nicht auszurutschen oder zu viel Zeit zu verlieren. Es wurde immer schlimmer, denn man befand sich langsam am Ende des Hauptfeldes, sodass ich an einer Stelle sogar abstoppen musste. Hier lobe ich mir den Aachener Silvesterlauf, wo alle darauf hingewiesen werden, rechts zu bleiben, um Platz für schnellere zu lassen. Ist dort zwar teilweise schon etwas zu übertrieben, aber das heute war einfach nur noch chaotisch und gefährlich. In der dritten Runde war mein Puls nur noch 5 Schläge unter meinem Maximalpuls. Später schaute ich nicht mehr drauf, war aber im echten Limit unterwegs, was aber immer noch Tempo zuließ. Nur noch 1 Kilometer, also weiter um die Läufer herum und bald in das rettende Ziel. Da waren die Matten, die wir mehrfach überschritten hatten und ich hörte im Hintergrund etwas von links abbiegen für Getränke, … Ich nehme Tempo raus, gehe aus dem Laufweg und stelle nach 5 Sekunden fest, dass fast niemand stoppt. Was habe ich übersehen? Wo ist das Ziel? Wieder losrennen und wie jetzt, die Läufer teilen sich, aber mir ist nicht klar, wo ich hin muss, da ich kein Zielbanner sehe. Um mich herum langsame Läufer und zu weit. Ich rufe, wo das Ziel ist und höre, da vorne, ist doch klar. Nein, war nicht klar. Ich renne entgegen der Läufer und jemand kreuzt die Straße mit dem Blick nur Richtung der Läufer. Ich kann nicht mehr bremsen und renne voll rein. Hier noch mal eine Entschuldigung, da ich die Person nicht mehr gesehen habe. Also für mich jetzt rechts abbiegen und ah, 20m später ist das Ziel da. Vorher hatte ich auf die Uhr geschaut um 44:10min gestoppt, also wären es wohl 10-20sek mehr gewesen. Jetzt hoffe ich nur, dass ich unter 45min bin und rege mich schon etwas über den Veranstalter auf. Das hätte besser beschrieben sein müssen, denn im Startbereich habe ich keinen Streckenplan gesehen und der Startsprecher hat auch nicht darauf hingewiesen. Ist mir noch nie passiert und ärgert mich immer noch etwas. Vielleicht wäre ich aufmerksamer gewesen, wenn nicht so viele langsame Läufer dazwischen gewesen wären, aber der halbe Endspurt ging voll ins Leere.
Der Zielbereich hat dann auch wirklich Schokolade und Getränke zu bieten, wobei ich nach drei Ständen, dann auch endlich warmen Eistee finde. Im Vergleich zu anderen Läufern schaffe ich es aufgrund meines Laufstils doch richtig versaute Beine zu haben. Aufgrund der Duschwarnung habe ich keine Sachen dafür mit und mache mich mit warmen Oberteilen auf Richtung 13.
Mit der erreichten Zeit bin ich voll zufrieden, denn meine persönliche Bestzeit ist gar nicht so weit entfernt. Für die Vorbereitung ein tolles Ergebnis, was von den Problemen etwas getrübt war. Aber mit so vielen Volksläufen auf dem Buckel läuft man halt auch nicht mehr nur zum Spaß mit, sondern will schon alles geben. War heute zum Ende hin die falsche Strecke dafür. Von den Läufern her super breit gemischt, da ich mit Platz 209 schon weit bei “unter ferner liefen” war.
Offizielle Zeit waren 44:49min, was zumindest etwas besänftigt, da die 45min geknackt sind. Mit richtigem Ziel wären 5-10 Plätze mehr drin gewesen, aber das hätte wohl kaum zu mehr Ehren gereicht.
Meine Einteilung war richtig, denn das Loch kam nie und das Tempo konnte ich auch recht konstant halten.

Als nächstes folgt noch der Silvesterlauf in Aachen, wo ich jetzt schon weiß, wo das Ziel liegt und das ja vielleicht in unter 43min sehe.

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05 Dez 2009

Mein Triathlon-Rad: Merida Warp 5

Geschrieben von Simon um 15:59 Uhr

Lange überlegt, da mein BOC-Rennrad doch in die Jahre gekommen ist. So stand ich vor der Entscheidung entweder mehr Richtung Triathlon zu gehen oder mir wieder ein Rennrad zu holen, mit dem ich alles fahren kann. Heute konnte ich mein Rad abholen. Im Moment zwingt es mir bei jeder Durchquerung des Flurs ein Lächeln ab, da es erst einmal in der Wohnung zwischengelagert wird. Bei dem nassen Wetter heute werde ich mit einer Ausfahrt noch etwas warten, kann es aber kaum erwarten in Aeroposition über den Asphalt zu flitzen.

Folgend noch ein paar Bilder:
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An der Position auf dem Rad werde ich noch arbeiten, habe aber von dem Händler Cycletec noch gute Tipps bekommen. Die Fahrten nach Krefeld haben sich gelohnt und ich hoffe das Rad hält von den Zeiten, was die Optik verspricht. Leider hängt dies nicht nur vom Rad, sondern auch von meinen Beinen ab. Aber das wird nächstes Jahr bestimmt richtig Spaß machen.

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30 Nov 2009

Where are the limits

Geschrieben von Simon um 8:35 Uhr

Wenig geschrieben, wenig passiert, da der Blog sich doch sehr auf das sportliche konzentriert in letzter Zeit. Keine Wettkämpfe, keine Besonderheiten, aber regelmäßiges Training gehören zum Alltag. Die Konzentration gilt weiterhin dem Schwimmen, ohne jetzt das Laufen außer acht zu lassen. Das Rad kommt leider aufgrund der frühen Dunkelheit zu spät und fällt dann sonntags auch noch aus, weil nur dort Zeit für lange Läufe ist.

Nach einer Umstellung im Schwimmen (etwas mehr in Richtung Total Immersion) kommt der Rhythmus wieder und auch längere Strecken gleiten wieder vorbei. Schwimmen ist vom Triathlon auch die einzige Sportart in der ich auf jeden Fall zwei Einheiten pro Woche reinnehme. Ist im Winter am einfachsten und macht auch weiterhin viel Spaß.

Nach zwei echten Wochen Pause im Laufen, konnte ich mich herrlich erholen und alle Wehwechen auskurieren. Kein zwicken mehr, keine Achillesferse, die man ab und zu mal merkt. Es war notwendig, hier die nötige Pause nach der Saison einzuschieben. Im Moment versuche ich am Wochenende einen langen Lauf über mindestens 15km einzuschieben, um die verlorenen Kilometer unter der Woche aufzuholen. Dort komme ich meist nämlich wenn überhaupt zu einem Lauf um die 10km. Meist sind es also so um die 30 Laufkilometer pro Woche. Nachdem der erste Lauf nach dem Marathon eine reine Freude war, so hat sich die Kondition doch merklich abgebaut. Es gab sogar echten Muskelkater nachdem ich mit dem Training wieder angefangen hatte und die Waden haben sich viel früher bemerkbar gemacht. Genauen Plan habe ich noch keinen, aber der Winter ist noch lang, somit sehe ich das noch nicht als das große Problem an. Es gab in der Zwischenzeit auch wenig Ansporn, da nicht der übliche 2-3 Wochen Rhythmus zwischen Wettkampfläufen war. Erst nächste Woche gibt es einen 10km Lauf, der aber als Nikolauslauf eher Spaßlauf, denn harte Leistungsprobe ist (zumindest in der initialen Planung).
Gestern ging es auch wieder zum Training. Erst mal mit der Bahn den Außengürtel in Köln längs, denn es ging auf eine Runde mit Trainingspartnerin. Da wir nächste Woche beide am 10km Lauf teilnehmen, also eher darauf hinarbeiten und ein paar Intervalle machen. Dafür ging es in Richtung Janwiesen, wo ich eigentlich auch ein paar Läufer aus dem Verein treffen wollte. Keinen gesehen, also ab in Intervalle, die ich aber für mich nicht am Limit lief. Nach 3x1km mit Pausen Intervallen, ging es dann wieder zurück in Richtung City. Ab hier war ich alleine unterwegs und fühlte mich, als ob ich gerade mal 3km hinter mir hätte, dabei zeigte der Kilometerzähler bereits über 11km an. Also vorbei am Aachener Weiher und den Grüngürtel längs. Um noch etwas für den Wettkampf zu tun, kam ich auf die Idee am Herkulesberg ein paar Bergläufe zu machen. Nach drei Steigungsläufen ging es dann eine runde durch den Mediapark und dann hoch in Richtung Bilderstöckchen. Der Kilometerzähler zeigte 20km an und ich war immer noch voller Energie. Also noch in den Blücherpark, um mit einem schnellen Schnitt zuhause fast 25km gelaufen zu sein.
Hier konnte ich mich nur fragen, wo plötzlich diese Energie her kam. Die letzten Trainingsläufe waren doch wesentlich anstrengender. Ich glaube ich wäre auch einen Marathon gelaufen, so gut fühlte ich mich. Eine Grundlage (oder auch nicht) war, dass ich fast nüchtern losgelaufen bin. Eine Banane und meinen Fuel Belt Gürtel gefüllt mit Apfelschorle reichte für den Lauf vollkommen aus.

Zum Fahrrad gibt es auch Neuigkeiten. Nachdem ich lange überlegt habe, wohin die Reise gehen soll, habe ich vor zwei Wochen die Entscheidung getroffen mit ein echtes Triathlon-Rad zu kaufen. Mein aktuelles Rennrad fällt nicht in die Kategorie Top-Renner, sondern war damals das günstigste Rennrad, was man neu kaufen konnte. Vom Rad-Discounter mit sicherlich etwas viel Speck auf den Backen, hat es trotzdem vollkommen ausgereicht, um die Lust am Rennrad zu wecken und mich durch diese Saison zu bringen. Da ich doch wesentlich mehr Radkilometer im nächsten Jahr sammeln will, sollte etwas neues her. Aber was? Ein reines Rennrad? Ein Triathlonrad? Ein Zwitter? Es spielen dort mehrere Faktoren rein. Einerseits sind da die Wettkämpfe und wenn mich jemand in Aeroposition überholt, will ich wissen, dass es meine müden Beine sind und nicht das Material. Andererseits will man natürlich Trainingskilometer sammeln. Das tut man normalerweise in der Gruppe im Obergriff. Also doch Rennrad, aber was ist mit den Wettkämpfen. Es gibt auch interessante Zwitter, also Triathlongeometrie mit Rennlenker und Auflage, aber mein Triathlonrad war ein so gutes Angebot, dass ich nicht widerstehen konnte. Somit bleibt mein altes Rad mir weiterhin treu und wird doch noch einige Kilometer sammeln, während ich mich auf Tempoeinheiten mit meiner weißen Schönheit in tief geduckter Haltung freue. Vielleicht kann ich es diesen Samstag abholen und bin schon sehr gespannt darauf. Mehr Details dazu werden folgen. Die Erstberatung bei Cycletec war auf jeden Fall sehr gut und die Fahrt zum Probesitzen hat sich gelohnt. Ob es mir für den Winter nicht zu schade ist, weiß ich noch nicht, kann gut sein, dass es erstmal die Wohnung schmücken wird. Auf jeden Fall lohnt es sich im Winter ein Rad zu kaufen, da mit der neuen Saison reduzierte Angebote rar werden und ich jetzt wirklich gute Komponenten zu einem sehr guten Preis abgreifen konnte.

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Ein Kommentar

17 Okt 2009

Schwimmen

Geschrieben von Simon um 18:14 Uhr

Seit Beginn des Jahres hatte ich die tolle Idee wieder mit dem Schwimmen anzufangen. Etwas Kraul lernen und das im Triathlon im Freiwasser zu nutzen. Hätte ich gewusst, wie viel Arbeit drin steckt, hätte ich es trotzdem gemacht. Sind die ersten Hürden überwunden, macht es Spaß an den Schwächen zu arbeiten. Ich glaube die gibt es bei jedem Schwimmer, so zumindest der Tenor, den man überall hört. Ein Läufer will schneller werden, ein Radfahrer mehr Watt aufs Pedal bringen, aber beim Schwimmen legt jeder viel Wert auf die richtige Technik (die dann natürlich auch wieder schneller machen soll).

Der Anfang alleine empfinde ich immer noch als gute Idee. Bis man Arme, Beine und Atmen nicht einigermaßen zusammen bekommt, fühlt man sich einfach mies. Das neben der Gruppe ist verdammt deprimierend. Davor ganz viel Theorie lesen und schauen, um nicht zu verkehrt zu starten. Klappt es so einigermaßen und will man Ziele erreichen, dann ab in einen Verein. Keine Sportart im Triathlon erfordert so viel Eigendisziplin und ist in der Gruppe einfacher durchzuziehen. Man wird die Außenbahn nutzen, verdammt langsam im Vergleich sein, aber sich zwingen immer mehr an das Pensum der guten Schwimmer heran zu kommen. Aber eines ist dabei ganz wichtig: Geduld. Im Regal steht ein Buch zum Marathon, was besagt, dass man das Ziel nach drei Monaten erreichen kann. Keine gute Idee wie ich finde, aber im Schwimmen dauert alles Wochen bis Monate. Mal eben den Zugweg ändern, mal eben die Eintauchphase der Hand ändern, mal eben links einatmen, mal eben Beinschlag lernen, mal eben die Körperspannung erhöhen, … Noch nirgendwo hatte ich so viele Baustellen, die sich erst mit und mit bessern. Aber das ist auch das Schöne – es geht nach vorne, aber die Spannung bleibt erhalten. Jede Bewegung erfordert Bahnen, Bahnen und Bahnen. Trainiert man für den Triathlon und will am Armzug arbeiten, so sollte man im Freiwasser am besten mit Neoprenanzug trainieren. Das hat mir einen riesigen Schub nach vorne gegeben, einerseits weil große Strecken möglich werden und weil die Wenden entfallen. Davor steht die Angst, dass es verdammt anstrengend ist, wenn man sich nicht alle 25m abstoßen kann, aber bei guter Wasserlage (dank Neo) kann man toll am Rhythmus arbeiten. Nichts fühlt sich schöner an, als mit niedriger Intensität die ersten Male das Gefühl des Gleitens zu haben. Nicht massiv paddeln, nicht nur rotieren, sondern Wasser greifen, gleiten und merken wie der eine Zug an den anderen ansetzt. Über den Winter soll es hier weiter gehen. Das größte Problem von Krämpfen beim Training in der Gruppe ist überwunden. Hier war ich die Streckung der Beine einfach nicht gewöhnt, aber das hat sich jetzt gelegt. Ich liege immer noch zu tief im Wasser, habe aber glaube ich die entscheidenden Tipps bekommen, wie ich mit dem richtigen Beinschlag an Höhe gewinne. Schön wäre es im Frühjahr in der Geschwindigkeit mit den anderen Schwimmern etwas mehr aufgeschlossen zu haben. Für das Freiwasser ist es leider zu kalt geworden und ich freue mich jetzt schon wieder auf die ersten Einheiten. Solange trauere ich jedem verpassten Schwimmtraining des TPSK nach und versuche neue Inspiration zu finden.

Folgend eine richtig gute Reportage von Arte mit tollen Aufnahmen von Michael Phelps. Zwar sehr auf seinen Delphinbeinschlag bezogen, aber im vierten und fünften Teil auch mit tollen Analysen zum Armzug.

Michael Phelps trainiert jeden Tag 16km Schwimmen. Ich glaube mit meinem Trainingspensum werde ich den Weltrekord nie schaffen.

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04 Okt 2009

Bericht vom Köln Marathon

Geschrieben von Simon um 17:45 Uhr

04.10.2009 – 04.10.2009 – 04.10.2009 – das Datum hing über mir wie eine schwarze Wolke. Noch vor zwei Monaten sah es super aus und die Vorbereitungen verliefen super, aber die letzten Wochen sank das Trainingspensum und eine Verletzung zwang mich erst zur Reduktion, dann zur totalen Pause für einige Tage. Gefühlt war die Saison auch zu lang, denn nach dem Bonn Marathon hatte ich mir keine wirkliche Auszeit gegönnt, sondern mit Halbmarathons und schon frühen langen Läufen die Kondition hochgehalten. Mit dem Triathlon war erst mal die Luft raus und ich hätte sie auch gerne rausgelassen, aber die Anmeldung für den 04.10.2009 stand ja. Außerdem hatte ich genügend Leuten erzählt, um auch innerlich keine Rückzieher zu machen. Es brachte nichts, durch die letzten Läufe gehangelt, um heute morgen vor dem Wecker, der für 8 Uhr gestellt war, aufzuwachen.

Die Lust war nach dem Trainingslauf von Donnerstag auf jeden Fall da und seit dem Trainingslauf von Sonntag stand fest, dass ich starten würde. Leider war der Start erst um 11.30 Uhr, was für mich alles andere als ideal ist. Normalerweise frühstücke ich nicht, sondern nehme mittags eine gute Mahlzeit zu mir. Da der Lauf dann auch nicht um 10 Uhr, sondern 1 1/2h später war, musste ich eine entsprechende Menge voressen. Nach dem dritten Toast ging gar nichts mehr und ich packte mir noch eins für das Umziehen vor Ort ein. Noch eine Banane in den Mund und eine in die Tasche und los gehts. Fast hätte ich meinen Eistee vergessen, den ich noch mit Salz anreicherte, um ihn richtig lecker zu machen. Aber Natrium sollte gegen die Krämpfe helfen.

Auf der Packliste standen also folgende Sachen:

  • Wettkampfschuhe (Leightweight Trainer Mizuno Wave Precision)
  • Laufsocken (Marathon von Runners Point)
  • Multifunktionshose kurz mit Taschen (nie wieder Hose ohne richtige Taschen)
  • Zerstochenes Wettkampfshirt von Adidas, was ich für fast alle Wettkämpfe nutze (immer schön mit Sicherheitsnadeln die Startnummer befestigen)
  • GPS-Pulsuhr Garmin Forerunner 305
  • mein Championchip, den ich gefühlt zum 20. Mal einsetze (an Knöchelband, somit kann er nicht auf den Fuß drücken)
  • meine Startnummer (natürlich am Shirt festgemacht, da mich das Nummernband über dem normalen T-Shirt schon mal wahnsinnig gemacht hat)
  • Getestete Laufunterhose (keinerlei Experimente zum Marathon)
  • 4x Gels
  • 3x 1g Salz (Tipp: liegt in Papiertütchen bei McDonalds und eignet sich super, um es vor der Verpflegungsstation in den Mund zu rieseln)
  • der Schlüssel und Geld für den Notfall oder Verpflegung davor oder danach
  • alter Pulli, zum Wärmen und Wegwerfen am Start

Weiter geht es zu den Utensilien, die nicht direkt am Lauf beteiligt waren und in der Tasche verschwanden:

  • Lange Jogginghose
  • Pulli (der für nach dem Lauf)
  • Jacke
  • Noch was zu essen und zu trinken
  • Duschzeug und Unterwäsche
  • KVB-Ticket

Es gibt nur einen Lauf im Jahr der besser ist, ansonsten ab in die Bahn und in 8min in Startnähe – perfekt. Ich hatte mir morgens gut Zeit genommen und war nicht überpünktlich angereist. Da ich eh nicht eine halbe Stunde vorher im Startblock sein wollte, um dann festzustellen, dass ich im letzten Jahr noch 45min auf den Start warten durfte, konnte ich mir also auch noch auf dem Messegelände Zeit nehmen. Draußen nieselte es etwas, weswegen die Wärme in der Halle sehr angenehm war. Der obere Bereich war freigegeben und hatte herrlich viel Platz zu bieten. Nach dem Ausziehen der langen Sachen also noch was essen und trinken und dann ab mit der Tasche zur Abgabe. Der Startblock war wie erwartet gut gefüllt, aber da ich mir heute keinen Stress machen wollte, kam es nicht darauf an, vorne zu stehen.

Startschuss und die Handbiker starteten los – nächster Startschuss und die erste Gruppe lief los – nächster Startschuss und die zweite Gruppe lief los – 15min später Startschuss und unsere Gruppe versetzte sich in Fahrt. Oft weiß man schon nach wenigen Metern, ob dies ein guter Tag zum Laufen war. Heute konnte ich es nicht sagen, wollte aber sehr verhalten starten, da die letzten beiden Marathonläufe hintenraus kläglich gescheitert sind. Mit einer Pace von 5:30min/km wollte ich die 10km Marke mit ca. 55min überschreiten. Dann je nachdem steigern, wenn es gut geht. Der Tross setzte sich also in Gang und den alten Pulli hatte ich bereits am Start hinter mir gelassen. Kurze Klamotten waren trotz 13° Starttemperatur die richtige Wahl und die Deutzer Brücke passierten wir, ohne dass wie im letzten Jahr der Nieselregen in die Ohren pfiff. Die ersten Kilometer gingen vorbei und es lief rund, aber nicht super. Leider werden die Getränkestände nicht 500m vorher angekündigt. Das ist in Bonn sehr praktisch, denn bis man sein Gel auf hat und runtergewürgt hat, vergehen schon mal ein paar Meter. Diesmal war es eh zu spät und der Getränkestand schon vor der Nase, also der Griff zum Wasser und danach zum Eistee. Bis Kilometer 10 merkte ich, wie die Energie schwand. Ich hatte sowas, trotz etlicher Toasts, befürchtet und hoffte auf das beste. Also Ausschau nach dem nächsten Getränkestand halten, der nach der Abbiegung vom Rhein irgendwann kam. Gel auf, Mund voll aber runter muss es. Noch ein paar Meter Platz, also Griff zum Salztütchen und ab in den Mund. Jetzt aber flott das Wasser hinterher und wenige Schritte gehen, bringen hier einen definitiven Flüssigkeitsgewinn, da man sich nicht nur 2/3 des Bechers übers T-Shirt kippt. Mit dem Becher Eistee in der Hand versuchte ich dann beim Laufen die Salzkörner in den Mundwinkeln hinunterzuspülen.

Mein Körper verhält sich an solchen Tagen eh immer anders und ist auch in Trainingsläufen nicht darauf vorzubereiten. Die Nervosität setzt bereits nach dem Aufstehen ein und ist kontraproduktiv für den restlichen Tag. Aber egal, erst ein Viertel vorbei und wir sind unterwegs. Beißen musste ich noch nicht, aber ich hatte Angst, dass mir einfach die Kräfte schwinden. Bei Kilometer 15 gab es Bananen, bei denen ich direkt mal Zugriff. Diese geben zwar erst nach einiger Zeit die Energie frei, aber besser als nichts zu sich zu nehmen. Die Kilometer danach waren etwas härter, wobei wir bei Kilometer 19 auf die Ringe trafen, die einen einfach umhauen. Stimmung, Rufe, Karnevalsmusik – man läuft wie durch einen Tunnel, um dann kurz danach in der Einöde zu versinken. So zumindest fühlt sich das Überschreiten der 21km an, wo zwar Leute am Straßenrand stehen, aber die Stimmung eher von betrachtenden Zuschauern geprägt ist. Meine Halbmarathonzeit war mit rund 1:55h nicht toll, aber zumindest sehr konstant und gab mir Hoffnung. Die Aachener Straße geht es dann wieder Richtung Innenstadt, wo später der Hansaring und Ebertplatz mit Stimmung auf einen wartet. Hier ging es mir erstaunlich gut für die Strecke und ich hatte mich etwas regeneriert. Das Tempo bestimmten die Beine, die beharrlich ihre 5:30min/km auf den Asphalt zauberten. Bis hierhin hatte ich die Strecke gut im Gedächtnis wobei im letzten Jahr genau die Passagen folgten, auf denen es mir richtig dreckig ging und an Laufen nur noch selten zu denken war. Das beflügelte mich genauso, wie die Erwartung der Vereinskollegen bei Kilometer 28. Da hatte sich wirklich ein riesiger Haufen des TPSK versammelt und mein Winken und drehen führte plötzlich unerwartet fast zu einem Krampf im Oberschenkel. Vorsichtig ging ich an die direkt folgende Getränkestelle, fummelte ein Salzpäckchen raus und griff zuerst zum Wasser und dann zum Eistee und einer Banane. Eine Anne mit Kamera in der Hand animierte mich dann doch direkt weiterzulaufen, was auch keine schlechte Wahl war, da es wie bisher weiter ging. Hoch in Richtung Dumont-Karree folgt der harte Teil der Strecke. Man ist bereits sehr mit sich beschäftigt und die Verletzung am Fuß pochte zumindest leicht ab Kilometer 24, jetzt nur noch Kilometer fressen und ab Richtung Deutz dreht es sich im Kopf. Leider verlies mich meine Streckenkenntnis und anstatt eine Wendung hinter dem Dumont-Karree zu machen, um wieder stadtwärts zu laufen, ging es links ab Richtung Nippes.

Uff, damit hatte ich ja gar nicht gerechnet, aber dann bestimmt wieder rechts und rechts und oben dann wieder zurück. Nein, es ging links, als kurz stadtwärts und aufwärts in Nippes, wo der Bär wirklich anfangs nicht tobte. Jetzt aber rechts auf die Venloerstraße, die wieder richtig Spaß machte. Zwar lange geradeaus, aber bekannt und mit toller Stimmung ging es fast in meine Richtung (Bilderstöckchen). Oben den Knick rechts und meine Füße waren noch immer gut unterwegs. Kein Einbruch und immer mehr Läufer waren gehend zu beobachten. Tolle Renneinteilung denke ich mir und verlasse mich weiterhin mehr auf das Gefühl, als auf die Pulsuhr. Oben müsste es dann aber rechts Richtung Stadt gehen – bitte. Nein, der Streckengott war nicht gnädig mit mir und schickte mich die Amsterdamer Straße erst noch ein Stück nach oben. Meine Uhr zeigte 32km und es war ein schönes Gefühl, jetzt eine Art Wendepunkt zu haben, dessen Ziel jetzt relativ zielstrebig nach Deutz geht. Nach der Getränkestelle merkte ich auch meine Kräfte etwas schwinden, aber konnte trotzdem weiter Meter gut machen. Die Gels hatte ich bereits aufgebraucht und der Müsliriegel sah echt verlockend aus. Sah, denn nach so vielen Kilometern will der Mund und Magen nicht mehr kauen und irgendwas runterschlucken. Flüssig geht noch, aber der Müsliriegel begleitete mich weitere drei Kilometer, ohne noch einen weiteren Happen im Mund zu haben. Hier sind die Gels klasse, denn das geht immer. Ist nicht toll, aber feste Nahrung will einfach nicht mehr. Am Ende der Amsterdamer Straße geht es noch kurz nach oben, um dann wieder auf die Riehler Straße zu münden. Dort standen diesmal schon weit entfernt jubelnd die Vereinskollegen und mein Mitjubeln verursachte eine harte Wade, die ganze 200m später zum Krampf führte. Neeeeeeein, das kenne ich schon aus Bonn, weiß aber auch, dass man sowas noch 19km ins Ziel bringen kann. Da waren aber bereits 35km vorbei und es waren nur noch 7km. Welch schöne Zahl geht es mir durch den Kopf, aber die sollte es noch in sich haben.

Der Krampf löste sich nach kurzem Dehnen an einem Baum, wobei eine besorgte Zuschauerin fragte, ob ich Wasser bräuchte. Nein, ist nur der Muskel, konnte ich fast grinsend antworten. Woran es diesmal lag, weiß ich nicht. Noch mehr Natrium? Noch mehr Training (würde auf jeden Fall gehen), besser Training hätte es wohl gebracht. Der Krampf war erstmal raus, aber ich wusste vom Bonn Marathon, dass es jetzt jeden Kilometer so weitergehen konnte. Mit hochgezogener Fußspitze konnte ich die Krämpfe herauszögern, erlag dann aber am Ebertplatz dem nächsten Krampf. Also Laternenpfahl her und dehnen. Jetzt die Ringe hoch und das möglichst gut. Der Krampf war leider noch nicht ganz raus, aber das Gehen beim Trinken hatte die Muskeln genügend gelockert. Also weiter durch die Unterführung beim Hansaring. Weitere Kilometer folgten und ich konnte sogar wieder zu Läufern aufschließen, die vor dem Krampf vor mir waren. Alles easy also und weiter gehts. Normalerweise wirkt Motivation richtig gut und so feierte ich dann das Lied von Mando Diao auf den Ringen, um bei der Laolawelle erneut einen Krampf zu bekommen. Durch die Menge und ab an den Laternenpfahl. Demnächst nehme ich Farbe mit und markiere mein Revier. Das hätte den Polizisten daneben aber bestimmt nicht gefallen.

Trotz dem Dehnen war der Krampf nicht raus, aber weiter Richtung Neumarkt. Diesmal gingen die Reste sogar beim Laufen raus, was mich sehr freute. Dort nochmal nachtanken und der Tacho sagte: 39km. Jetzt nur nicht schlapp machen und wieder ab ins Laufen. Von hier aus ist die Deutzer Brücke bestimmt nicht mehr fern. Ist sie auch nicht, aber der Streckengott konnte auch nicht zaubern und so musste noch 2,5km durch die Innenstadt herhalten. Durchlaufen – ich will durchlaufen, aber es ist hart. Mit gesenktem Kopf lief ich mit angezogenen linken Zehen über das Kopfsteinpflaster Richtung Heumarkt. Nur keine starken Krämpfe mehr. Die Zeit am Neumarkt sah richtig gut aus und sollte sich über die letzten Kilometer auf jeden Fall für unter 4h ausgehen. Was macht der dicke Mann da? Ach stimmt ja, Calli Callmund hat ja teilgenommen. Fragt sich nur bei welchem Wettkampf. Aber vielleicht war er auch schon durch und zog eine Ehrenrunde mit seinen Betreuern durch Köln. Wann hört nur dieses Kopfpflaster auf? Heumarkt – die Deutzer Brücke in Sicht sehe ich 50% der Läufer gehend in einem unrunden Gang. Da will ich hoch, laufend. Also ab geht’s. Oben angekommen freue ich mich über etliche krampffreie Kilometer und muss nur noch 700m ins Ziel. Beim Runterlaufen schlägt es dann zu. Au – der hintere Oberschenkel macht zu. Also die Leitplanke zum Dehnen. Nicht mehr viel Zeit verlieren und notfalls über die Linie humpeln. Aber der Spruch: die bekommst du nicht weggedrückt animiert mich zum Laufen. Wie lange 500m sein können ist unglaublich, aber ich laufe über die Linie.

Auf der Bühne sehe ich Marie (die meines Wissens die Siegerehrungen gemacht hat), die auch gleich zu mir in den Zielbereich kommt. Mir geht es erstaunlich gut, was sich aber ändert, als ich ins Verpflegungsdorf gehe. Meine Muskeln schmerzen und ich will einfach nur: Ruhe, was zu trinken und zu essen. So ganz sicher bin ich mir da aber auch nicht. Zu erschöpft, um das ganze Verpflegungsdorf zu erkunden, schnappe ich mir zwei Cola und Müsliriegel und mache mich auf den Weg zu meiner Tasche und warmen Sachen. Den Fehler hatte ich im letzten Jahr gemacht und wollte direkt die Bahn nehmen. Verschwitzt und bei 13° führt das aber zu Zähneklappern, auf das ich dieses Jahr verzichten wollte.

Mit Beutel in der Hand ziehe ich mich um und hoffe keine Probleme mit dem Anziehen zu haben. Um mich rum überall das gleiche Bild. Erschöpfte Läufer, die kaum eine Bordsteinkante hochkommen. In warmen Klamotten blicke ich auf die Uhr und sehe, dass mein Zug in 4min abfährt. Schaffe ich nicht, also Bank suchen und Muskeln weiter lockern.

In Bonn ging es mir danach rund eine Stunde komisch. Ich wusste dort nicht, ob es zum Guten kippt und ich fit aufstehe, oder lieber noch zwei weitere Stunden sitzen bleibe. Das war heute anders. Bis auf leichte Muskelschmerzen alles bestens. Noch nicht mal eine Blase hat sich an die Füße getraut. Es war hart, aber rückblickend gar nicht so hart. Bei Kilometer 17 rum hatte ich ernste Befürchtungen, aber konnte eigentlich das wahr machen, was ich vorher verkündet hatte.

Ich will den Köln Marathon genießen und durchlaufen.

Mit 3:52:43h ist mir dies geglückt. Im letzten Jahr war das Ziel das Ziel. In diesem Jahr war der Weg das Ziel. Mit meinen Halbmarathonzeiten komme ich rechnerisch bei rund 3:30h aus, aber wäre ich darauf gelaufen, hätte ich heute garantiert wieder verissen.

Und jetzt freue ich mich auf den Urlaub ab nächster Woche Donnerstag.

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Ein Kommentar

20 Sep 2009

Wenn es nicht läuft – Abbruch

Geschrieben von Simon um 16:33 Uhr

Als Generalprobe für den Marathon stand heute der Halbmarathon in Fühlingen auf dem Plan. 21,1km bekannte Strecke mit idealer Vorbereitung. So kurz vor dem Marathon wollte ich noch mal sehen was geht, um mich in zwei Wochen danach richten zu können.

Die Voraussetzungen waren prächtig, gut ausgeruht und mit allen Ritualen, die zu einem Lauftag dazugehören, fuhr ich gestärkt zur Regattabahn. Die Laufvorbereitungen liefen auch gut und ein kurzer Einlaufen kurz vor dem Start sollte die Basis legen. Strenge Tempovorgaben hatte ich nicht, aber wie bei den letzten Halbmarathonläufen sollte es unter die 1:40h gehen. Immerhin habe ich dieses Jahr bereits alle vier Läufe unter die 1:40h gebracht, wobei eine 1:30h doch etwas utopisch klang. Aber ich habe die letzten Monate weiterhin hart trainiert, denn der Marathon steht ja vor der Tür. Vielleicht geht also was.

Mit drei anderen Startern aus dem Verein reihen wir uns im Startblock ein und müssen uns erst mal in den richtigen Zeitbereichen nach dem Lauf einordnen. Also querfeldein über die Rasenflächen seitlich neben der Strecke. Die Uhr zeigt eine Pace von 4:20min/km also alles bestens. Puls etwas hoch, aber auf den Geraden sollte genügend Zeit sein, sich hier auf ein Tempo einzuschießen.

Das Feld hatte sich sortiert und wir liefen an der Regattabahn hoch. Das Wetter war mit etwas Sonnenschein super, aber es gab eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit, die durch Regenschauer in der Nacht verursacht war. Ich pendelte mich vom Tempo ein und lief meinen bekannten 4:30min/km Schnitt. Puls war immer noch etwas hoch, aber ich kämpfte mich im Schneckentempo im Feld nach vorne. Da es keine Steigungen gab, waren Temposchwankungen eigentlich nicht vorhanden und die Bewegung innerhalb des Feldes war erwartet niedrig. Meine besten Zeiten laufe ich regelmäßig beim Aachener Halbmarathon, der alles andere als flach ist. Vielleicht brauche ich die Abwechslung und Tempowechsel, um Bestleistung zu bringen.

Zurück zum Lauf. Nach einer längeren Schleife hinter der Regattabahn geht es einen Teil der Regattabahn wieder rauf, um dann an der ersten Verpflegungsstelle zu sein. Wasser geschnappt und auf Eistee gehofft, aber gab es nicht. Also was im Lauf getrunken und wieder auf die 2km Regattabahn. Ich merke, wie die Personen vor mir etwas wegziehen, wobei das Tempo in der Zwischenzeit schon etwas gesunken war. Bei 4:30min/km war ich schon nicht mehr und musste jetzt etwas Federn lassen. Ein anderer Läufer direkt neben mir hält mein Tempo und ich versuche an die Gruppe vor uns ranzukommen. Diese läuft aber ihr Tempo konstant und der Blick auf die Pulsuhr sagt: 178 Schläge/min. Was am Anfang noch ok war, würde über die Dauer nicht gut gehen, also muss leider Tempo raus und der Läufer, der über einen Kilometer neben mir war, zieht vorbei. Ich versuche den Puls auf 170 Schläge zu bringen und werde direkt von einigen Läufern geschluckt. Meine Pace ist mittlerweile bei 5min/km und die Bestzeit bereits nach 6km Geschichte. Also hoffentlich wieder fangen und wenigstens Spaß am Lauf haben. Wo die Kilometer in Mülheim noch vorbei flogen, bin ich heute über jedes Schild am Wegesrand froh. Die Regattabahn wird unten umlaufen und vor mir hat es aus der Gruppe auch eine Läuferin erwischt, sie ist ähnlich wie ich eingebrochen, hält sich aber noch 300m vor mir, quasi genauso wie die letzten 3km. Ich fühle mich immer schlechter und kraftlos. Hinzu kommt eine Verletzung, die mich jetzt schon seit 2-3 Wochen verfolgt. Fühlt sich an wie eine Prellung auf dem Fuß, aber da war nichts. Ich hatte gehofft dies mit Ruhetagen zu kurieren, denn als Läufer gibt es über die Wettkampfzeit immer mal hier und da Wehwechen. Nichts schlimmes und meist nach einer Woche wieder weg, hält sich diese Verletzung aber hartnäckig und war auch mit der letzten sehr ruhigen Trainingswoche nicht auszukurieren. Kilometer 9, Zeitmessung und Wasser. Der Puls bei 180 und das Tempo bei einer 5m Erhöhung runter auf 5:30min/km. Also bei der Verpflegungsstelle zum Wasser greifen und ins Gehen verfallen, um eventuell Kraft zu schöpfen und wenigstens das ganze Wasser zu trinken. Am liebsten wäre ich zum Auto auf dem Parkplatz gegangen, denn mir fehlt irgendwas mit Zucker. Mit dem Gedanken im Kopf höre ich einen Vereinskameraden, der gerade an mir vorbei läuft. Also aufraffen und dranhängen. Mit einer Pace von 4:40min/km bleibe ich über ein paarhundert Meter dran, lasse dann aber reißen, da ich schon wieder kurz vor einem 180er Puls stehe. Nah also an 95% der maximalen Pulsfrequenz und absoluter Horror für einen Halbmarathon, den man bei 85% – 90% laufen sollte/kann. Bei meinen Bestzeiten konnte ich den Puls um die 170 Schläge über fast die ganze Strecke des Halbmarathon halten. Der Wurm war drin, das war klar. Und sehr gesund klang das auch nicht mehr. In der Ferne sehe ich den Vereinskameraden ziehen und nähere mich mit einem echt miesen Körpergefühl der Getränkestelle. Das Gehen war schon fest beschlossen. Was also war noch zu gewinnen? Durchkämpfen und dann? Ein kurzer Zeitüberschlag bringt mich auf eine Zeit von 1:50h – 2:00h, keine Zeit die irgendeine Relevanz hätte. Die Verletzung im Fuß macht sich auf dem Asphalt immer deutlicher bemerkbar und als ich sehe, dass am Ende der Regattabahn erst Kilometer 11 erreicht ist, steige ich aus. Der Fuß schmerzt auch etwas beim Gehen und besser würde er mit weiteren 10 Kilometern wohl kaum. Ich fühle mich so mies, dass ich ohne Energiezufuhr wohl kaum das Ziel gesehen hätte. Es ging um weniger als die goldene Ananas, denn die Zeit wäre übel gewesen. Die Entscheidung klingt logisch, aber tut weh. Mein erster Ausstieg nach mittlerweile 25 Wettkampfläufen. So also fühlt sich das an. Kein Hochgefühl über das Erreichen des Ziels, keine Endorphine, kein Hochreißen der Arme im Ziel. Zeitgleich stelle ich den Marathon in Frage. Bin ich fit genug? Wird die Verletzung weggehen? Schade nur, dass ich immer am weitest entfernten Punkt aufhöre. Das ist mir schon letzten Sonntag beim langen Lauf nach 15km von geplanten 35km passiert. Da war ich im Rheinauhafen und musste bis zum Hauptbahnhof gehen. Heute sind es 4km. Mit mittlerweile leerem Getränkebecher überholt mich die Spitze. Die vorbeiziehenden Läufer sehen immer weniger fit aus und nach 2km steige ich zumindest wieder ins Laufen ein, da mir das Gehen zu langweilig ist. Mein Puls hat sich selbst im langsamen Gehen nicht auf unter 119 Schläge gesenkt und schnellt direkt wieder auf 175 Schläge hoch, obwohl das Tempo nicht hoch ist. Also selbst nach einigen Minuten gehen, war keine Besserung da. Ich halte also gerade das Tempo von Läufern, die vermutlich mit einer 2h Zeit ins Ziel kommen werden. Der Fuß fühlt sich nicht besser an und an dem Entschluss am Ziel und somit Parkplatz auszusteigen wird nicht mehr gerüttelt. Einen Eistee geschnappt und damit ab zum Auto. Zumindest die Kamera holen und ein paar Fotos der Vereinsmitglieder machen. Selbst 5min nach dem Ausstieg merke ich noch, wie mies es mir geht.

Ursachenanalyse

Normalerweise liegt mir wärmeres Wetter, aber die Schwüle hat allen extrem zu schaffen gemacht. Selbst unser Ultraläufer meinte, dass er auf den letzten Kilometern absolut fertig gewesen wäre. Unterwegs fehlte dazu noch die Energie. Dabei habe ich extra Toast mit Honig gefrühstückt, mir vor der Anmeldung eine Banane auf der Zunge zergehen lassen und 15min vor dem Start einen halben Müsliriegel in den Mund geschoben. Das hatte bei allen Läufen ausgereicht, erst recht bis Kilometer 11. Bei allen langen Trainingsläufen bin ich nüchtern gestartet und hatte erst bei Kilometer 15-17 mit einem Müsliriegel Energie nachgeführt. Alles sehr rätselhaft und das Gefühl kannte ich nur vom ersten Köln Marathon, bei dem der Körper ähnlich übel reagiert hatte. Da aber war es soweit, als sich die Verbrennung auf Fett umstellte und das Wetter war dort kalt und regnerisch.

Die Verletzung war heute natürlich auch im Hinterkopf und wäre eine schöne Erklärung gewesen. Aber daran lag es nicht. Ohne hätte ich mich vielleicht ins Ziel gebissen, wie damals beim Marathon, aber bei einem Wald- und Wiesen-Halbmarathon war der Ausstieg logisch, wenn auch sehr bitter.

Der Marathon wird mir in den nächsten Tagen definitiv Kopfzerbrechen bereiten. Der Fuß wird wohl den Weg zu meinem Arzt finden, den ich zuletzt bei einer Verletzung wenige Wochen vor dem Bonn-Marathon besucht hatte. Dort hatte ich versucht die Schmerzgrenze zu überschreiten und ein Wehwechen zum echten Trainingsblocker herausgefordert.

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06 Sep 2009

Mein erster Triathlon

Geschrieben von Simon um 13:11 Uhr

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Dieses Jahr gab es ein großes neues Ziel. Im Frühjahr ist die Idee gereift und hat mich seitdem Woche für Woche begleitet. Ein Triathlon sollte es werden. Für manche leichter gesagt als getan, für andere unvorstellbar. Als ich die Idee in ein Ziel formulierte lag ich etwa in der Mitte von beiden. Ja, die Einzeldistanzen klingen nicht lang, aber ich bin Jahre nicht geschwommen. Zumindest das Rennrad habe ich alle Wochen mal rausgepackt und somit zumindest das Laufen sollte kein Problem darstellen.

Warum?

Der Reiz neue Grenzen zu überschreiten ist etwas großartiges. Beim Training sagen zu können: so weit bin ich noch nie im Leben gelaufen, versetzt einen kalten Schauer über den Rücken. Aber im Laufen bin ich letztes Jahr beim Marathon angekommen. Noch nicht gut, aber deswegen gibt es ja in Kürze noch den Köln Marathon. Aber nach dem Marathon wird es im Laufen schwierig. Schneller werden ist schön, aber das ist nur Ego-Kosmetik, gegen dem was ich beim Laufen letztes Jahr erleben durfte. Beim Triathlon habe ich jetzt zwei weitere Sportarten, bei denen ich dieses Gefühl wieder erleben durfte. Mit meinen bescheidenen Schwimmkünsten konnte ich zwar ein paarhundert Meter Brust in einer schlechten Zeit schwimmen, aber das Ziel war den Triathlon durchzukraulen. Die ersten zwei Wochen waren das nicht mehr als 25m am Stück, was in mir echte Zweifel aufkommen lies. Bleibt man aber dran und beißt sich durch diese Zeit, so kann man wöchentlich beobachten, wie es besser klappt. Auch nach ein paar Monaten liegt im Schwimmen immer noch mein größtes Potential, aber es lief gar nicht so schlecht.

Der Verein

Zwei Monate vor dem Triathlon ging es nicht weiter. Hallenbäder aufgrund des Sommers geschlossen, unendliche viele offene Fragen zum Triathlon und echte Zweifel, wie das in acht Wochen zu machen ist. Nach einiger Recherche einige Mails verschickt und direkt Antwort von der Triathlonabteilung des TPSK erhalten. Zwei Tage später war ich dann schon beim Training im 2km entfernten Hallenbad in Nippes mit dabei und fühlte mich sofort wohl. Die Trainingsmöglichkeiten, die vielen Tipps und beantworteten Fragen haben im Endeffekt dazu geführt, dass ich für den ersten Wettkampf super vorbereitet war und haben auch jede Menge Nervosität genommen. Dazu haben diese acht Wochen Training vom Schwimmen bis Laufen wirklich sehr viel Spaß gemacht. Somit geht ein ganz großer Dank an den Verein. Trotzdem das Leistungsspektrum im Verein sehr breit ist, bleibt der Langsamste niemals alleine zurück. Trotz der doch sehr auf sich zentrierten Sportarten steht die Gruppe im Vordergrund. Vorher gar nicht so sehr vermutet, war es die erste Radtourenfahrt und die Schwimmeinheiten im Neoprenanzug im Fühlinger See, die alleine beim Gedanken daran ein Lächeln auf die Lippen zaubern.

Kurz vor dem Wettkampf

Der Wettkampf kam plötzlich schneller näher als erwartet. Viele tolle Trainingsideen waren noch gar nicht umgesetzt und so lag der Triathlon-Suit noch ungenutzt im Schrank. Als erfahrener Läufer weiß man, dass man seine Kleidung zumindest einmal zur Probe getragen haben sollte. Drei Tage vor dem Triathlon also nach der Arbeit den Tri-Suit angezogen und das erste Koppeltraining (Rad- und Laufeinheit nacheinander) absolviert. Beim Laufen wollte ich sehen, ob ich die Socken weglassen kann, denn diese müssen angezogen werden, was im Wettkampf Zeit kostet. Die Koppeleinheit verlief super, aber ohne Socken fühlte sich mein rechter Fuß gar nicht wohl und zeigte bereits nach 4km gehörige Scheuerspuren. Dem linken Fuß war das egal, aber aus Rücksichtsnahme, musste ich dann doch mit Socken auf die Laufstrecke gehen. Donnerstag ging es dann auf die letzte Schwimmeinheit in den Fühlinger See und die 700m Wettkampfstrecke, die vor acht Wochen noch verdammt lang klangen, waren mittlerweile zu weniger als einer normalen Trainingseinheit zusammengeschrumpft. Der Lauf im Anschluss verlief auch sehr gut, weswegen ich den Freitag zur Erholung nutzte. Erholung war gut gesagt, denn der Vortag wurde schon komplett zur Organisation verwendet. Die Packliste kam mir länger vor als im Urlaub und war wie folgt aufgebaut:

Schwimmen:

  • Championchip
  • Tri-Suit
  • Neoprenanzug
  • Schwimmbrille
  • Badekappe
  • Body-Glide

Rad:

  • Rad
  • Tacho genullt
  • Brille
  • Schuhe
  • Helm
  • Startnummer
  • Trinkflasche

Laufen:

  • Schuhe
  • Socken

Sonstiges:

  • Essen
  • Getränke
  • Handtücher
  • Duschzeug
  • Frische Wäsche
  • Kamera
  • Schlüssel
  • Anfahrtsbeschreibung
  • Startzeiten

Der große Tag

Früh aus den Federn, denn meine Eltern waren zum Wettkampf eingeladen und mussten auch mit eingeplant werden. Gepackt war alles soweit und im Kopf hatte ich den Zeitplan schon fest vergeben. Da der Wettkampf erst um 12 Uhr war, musste ich den Magen füllen, wobei ich diesmal keine besondere Ernährung zu mir nahm, sondern versuchte möglichst normal zu essen. Mit Brötchen im Magen und Müsliriegeln vorm Start, klappte es nachher problemlos. Die Startunterlagen hatte ich schon am Donnerstag beim Training mitgenommen, denn die Trainingsstrecke war gleich der Wettkampfstrecke. Das Rennrad wurde auf dem Fahrradträger meines Vaters verstaut und bewaffnet mit zwei vollen Rucksäcken und Kameras ging es Richtung Fühlingen. Der Parkplatz war noch schön leer und nur 350m vom Start entfernt. Also alles mitnehmen und das Fahrrad einchecken. Hierbei wurde der Helm inspiziert und auf guten Sitz überprüft. Ich hatte die Aufkleber mit der Startnummer noch nicht angebracht, was ich dann noch nachholen musste. In der Wechselzone waren wir dann nach Startnummern eingeteilt, wobei die Reihen an sich dann frei gestaltet werden konnten. Die Starterin neben mir war auch bei ihrem ersten Start und man fragte sich, ob man wirklich alles hatte. Das Rad mit dem Lenker in die Halterung gelegt, wurde dann das Handtuch ausgebreitet. Darauf oben positioniert die Laufschuhe mit aufgerollten Laufsocken im jeweils richtigen Schuh. Darunter die Startnummer, der Helm mit Radbrille und die Radschuhe. Profis haben diese direkt in den Pedalen, aber da ich das nicht geübt hatte, wollte ich kein Risiko eingehen. Die Sachen für den Schwimmstart (Champion-Chip, Tri-Suit, Neo, Schwimmbrille und Badekappe) hatte ich im zweiten Rucksack. Da alles schneller lief als geplant, war ich schon recht früh in der Wechselzone fertig und schaute mir dann noch mal genau die Laufwege an, um mich im Wettkampf besser zu orientieren. Das kann ich jedem nur wärmstens empfehlen, denn nachher sieht jede Reihe gleich aus. Da hilft es zu wissen, wo man herkommt und sich Fixpunkte (z.B. Bäume) zu setzen. Die 1 1/2h bis zum Start scheuchte ich meine Eltern dann über die Triathlonmesse und kreuz und quer über das Gelände, in der Hoffnung noch ein paar Starter vom Verein zu treffen. Dann die goldene Frage: Wann und wo in den Neo und wann ab ins Wasser. Ich war vorgewarnt worden, nicht zu früh ins Wasser zu gehen, was eine wirklich gute Idee war. Die Vorbesprechung sollte um 11.30 Uhr stattfinden, wobei ich um 11:15 Uhr noch niemanden im Neo rumlaufen sah. Zudem war es nicht allzu warm und 45min barfuß rumlaufen, wollte ich dann auch nicht. Da mir eigentlich alles von der Strecke ausgiebig bekannt war, verpasste ich dann auch prompt die Vorbesprechung, weil ich mich gerade in den Neo reinschälte. Beim Shoppen in der Woche zuvor hatte ich noch Bode-Glide bei SportScheck gefunden, was die Reibung des Neos vermindern sollte und beim schnellen Ausziehen helfen sollte. Am Hals hatte ich nach dem Training immer leichte Scheuerstellen und ich kann schon mal vorweg nehmen, dass das Zeug super geholfen hat. Um 11.40 Uhr war ich dann soweit fertig und wartete darauf, dass immer mehr Starter Richtung Wasser gehen. Wo es vorher schien, als ob kaum Starter da wären, hörte der Zustrom der Neo-Jünger kaum auf. IMG_5302Beim Wassereinstieg angekommen traf ich dann auch noch auf drei weitere Starter des Vereins, was meine kaum vorhandene Anspannung vollends nahm. Ein kleiner Plausch und da zwei der Starter sich auch nicht vorne im Schwimmen sahen, gingen wir recht spät ins Wasser. Hier hilft es unglaublich eine genaue Uhr mit dabei zu haben, denn sonst ist man echt zeitlos. Da meine Forerunner einerseits ein Klotz ist, der zudem nicht wasserdicht ist und ich in den Wechselzonen eh schon an so viele Dinge denken muss, hatte ich nur meine Zeit- und Stoppuhr von Timex namens Ironman angezogen. Also ab ins Wasser und schon mal die Schwimmbrille richten. Zum Start waren es noch 50m zu schwimmen und auf der Breite des Fühlinger Sees hatten sich die Schwimmer vor der Startlinie aufgereiht und paddelten fröhlich vor sich hin, um an der Wasseroberfläche zu bleiben. Die Startbahn war so breit, dass man eigentlich maximal drei Schwimmer vor sich hatte und so konnte ich dem Start entgegensehen. Zufällig erwischte ich genau eine Stelle, an der ein Stahlseil gespannt war (1,70m unter der Wasseroberfläche) und konnte somit nach dem Start eine gute Orientierung gewährleisten.

Der Wettkampf

IMG_5317In der Ferne hört man aus Richtung der Tribüne ein 7-6-5-4-3-2-1, das Wasser schäumt auf und ich kraule los mit dem Kopf unter Wasser. Der befürchtete Kampf am Anfang stellt sich nicht ein und ich kann einfach an dem Stahlseil entlangschwimmen. Von rechts kommt ein Schwimmer näher, aber im Kraul ist das recht problemlos. Ich weiche nach links über das Seil aus, habe dann aber wieder Platz. Ich merke, dass ich ein paar Schwimmer überholen kann, aber gleichzeitig auch Einige schneller sind. Die ersten geschätzen 200m sind rum und ich habe meinen Rhythmus gefunden. Ab und zu hat man einen Schwimmer in der Nähe und eventuell leichte Körperberührungen, aber alles problemlos. Mal etwas am Fuß, man ein Arm neben einem, aber es geht weiter. Ich merke wie einige Schwimmer vor mir nach links tendieren und ein Blick zeigt, dass die Wendeboye quer zu meiner Schwimmrichtung liegt. Also schlage ich auch die Richtung ein und kann diese auch einfach halten. Die Schwimmer um einen herum geben schon etwas die Richtung vor und man braucht sich nicht intensiv um die Streckenführung zu kümmern. An der Boye wird es befürchtet eng und man muss kurz stoppen. In der Hoffnung danach normal weiterzuschwimmen gehe ich in Kraul über, merke aber plötzlich wie eng es ist. Dazu kommt, dass genau vor mir ein Brustschwimmer auf gefühlten 2m Platz genommen hat. Links ist kurz Platz, aber in die Lücke scheint jemand reinzustoßen und nimmt mir die Möglichkeit weiter um den Brustschwimmer herumzukommen. Unter Wasser kann man schön die Trittbewegung des Brustschwimmens beobachten und ich versuche genügend Abstand zu halten, um keinen Tritt zu erhalten. Rechte neben mir ist auch voll, also zwänge ich mich weiter nach links, um mit mehr Kraft an dem Brustschwimmer vorbeizuziehen. Stößt man beim Kraul aneinander ist das nicht schlimm, da man einfach lang im Wasser liegt, ist also eher ein anlehnen, als echtes behindern. Ich ziehe am Brustschwimmer vorbei, aber habe anscheinend links und vor mir schon wieder jemanden im Brustschwimmen. Nach der Wende ist es überall verdammt eng und entweder waren die Brustschwimmer im ersten Teil sehr schnell oder den Kraulschwimmern ist die Kraft ausgegangen. Ich war jedenfalls nicht schnell genug, um nur mit Kraulschwimmern unterwegs zu sein und so hagelt es schläge, sehe Brustschwimmfüße näher und weiter weg gehen und fühle mich nicht mehr super wohl. Beim Hochblicken sehe ich am Rand das Ziel. Allerdings war es das noch nicht, denn es ist das Tor für den noch weit entfernten Zieleinlauf. So langsam schwinden auch die Kräfte in den Armen, aber ich werde den Teufel tun und ins Brustschwimmen übergehen. Da bekomme ich einen festen Tritt voll auf die Lippe. Keine Ahnung von wem und woher genau, aber die Schwimmbrille sitzt nicht mehr und die Lippe beginnt sofort zu pochen. Ich hoffe darauf, keine Platzwunde zu haben, merke aber wie die Lippe zumindest anschwillt. Kein Blutgeschmack also weiter. Noch 50m und ich sehe die Helfer an der Treppe. Vorher wird es noch mal eng, aber ich bin in Gedanken schon beim Wechsel. Vor der Treppe der nächste kleine Stau, aber da ich die Stufen kenne, geht es gut hoch. Den Ratschlag die Hände am Rand anzunehmen, hätte ich gerne verwirklicht, aber ich komme mittig auf die Treppe. Jetzt Gleichgewicht halten und ab zum  Wechsel. Leicht benommen von der Anstrengung läuft man auf dem Teppich gesäumt von jubelnden Zuschauern. Also Band abspulen und es sagt: zieh den Neo bis zum Bauch aus. Ich ziehe die Kordel am Reißverschluß, nachdem ich diese von vorne nach hinten gelegt habe. Zum Glück ist der Laufweg lang genug. Ich höre meinen Namen und sehe bekannte Gesichter aus dem Verein. Achja Kameras überall und meine Eltern müssen auch noch folgen. Der gedankliche Versuch zu lächeln ist mir laut den Bildern nicht geglückt und bin mittlerweile im trabenden Lauftempo angekommen. Ich sehe meine Eltern lande in der Wechselzone.

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Genau wie vorher angesehen finde ich mein Rad. Allerdings ist der Platz, den ich vorher so schön vorbereitet hatte, von einem anderen Rad blockiert. Ich stehe als fast mitten im Gang und kann die Füße nicht auf dem Handtuch abstellen. Das linke Bein flutscht aus dem Neo, allerdings hängt das rechte Bein fest. Nachdem es befreit ist, lege ich den Neo auf den freien Platz des Handtuchs, und ziehe die Radschuhe an. Dann klemme ich mich zwischen die Räder und komme an den Helm mit der Radbrille dran. Dank des  Tri-Suits muss ich kein T-Shirt oder sonst etwas anziehen. Fast die Startnummer vergessen ziehe ich diese im geschlossenen Zustand über und nehme mein Rennrad aus der Halterung. Alle Laufen also gehe ich auch in den Laufschritt über, was ich mit den Rennradplatte noch nie geübt habe. Hier sind die vor 10 Tagen montierten SPD-SL Platten ein echter Vorteil gegenüber dem blaken Metall der alten SL-Platten. Da kommt auch die Linie auf der sich alle aufs Rad schwingen. Da höre ich wieder meinen Namen und sehe wieder ein bekanntes Gesicht aus dem Verein. Zu leicht angeschoben komme ich etwas schwer in die Pedale und muss nochmal Schwung holen.

Das Radfahren startet und ich bin bester Laune. Vom Tempo her starte ich super, um erst mal zu merken, dass ich das Tempo bestimmt nicht dauerhaft fahre. Morgens noch mitbekommen, ist es nicht nur eine Runde sondern zwei, was mich im Wettkampf sonst sehr irritiert hätte. Vor mir und hinter mir sind genügend Starter zur Orientierung und ich komme ganz gut ins Fahren. Ziel hierbei ist, keinen Fahrer auf einem Trekkingbike vorbeizulassen. Diese sind auch am Start und waren anscheinend ganz gute Schwimmer. Ich habe schon das Gefühl weiter nach vorne zu kommen, allerdings werde ich auch von einigen Fahrern vorallem in Aero-Position geschluckt. Beim Blick nach Links sehe ich einen Starter aus dem Verein, der mich gerade überholt. Leider ist es verdammt windig und auf der langen Geraden der Radstrecke hat man übelsten Gegenwind. Zum Glück nur über 4km, denn danach steht der Rückweg an. Vom Tempo her versuche ich am Vereinskollegen ran zu bleiben, der 30m zwischen uns gesetzt hatte. Windschattenfahren ist nicht erlaubt, wobei ich mir dort anfangs mehr Gedanken drum mache. Man fährt eben nicht Rad an Rad, aber es sind so viele Fahrer auf der Strecke, dass man zwangsläufig hier oder da in näherer Umgebung ist. Der erste Kreisverkehr war dann noch nicht der erhoffte Wechselpunkt, denn der linkt noch einen Kilometer im Gegenwind entfernt. In tiefer Haltung werfe ich mich also nach der Ortschaft wieder in den Wind, kann aber mein Tempo halten. Da kommt dann auch schon der Kreisverkehr und ich beschleunige mit Rückwind aus dem Sattel heraus. Beim Rückweg kann ich gut über 30km/h bleiben und komme sogar wieder an den Vereinskollegen ran. Das gerade Stück verläuft gut, wobei ab und zu immer noch Fahrer in Aero-Position vorbeiziehen. Bringt diese Position und das Rad wirklich so viel oder trainiert man einfach mehr, wenn man schon so viel Geld für ein Rad ausgegeben hat. Mein echtes Radtraining ließ zu wünschen übrig und mein Rad gehört zu den billigsten Rennrädern, was mich an dem Tag nicht sonderlich kratzt. Immerhin geht es um die Beine und nicht um den cooleren Aufkleber. Da kommen dann die kurvigen Teile vor dem Fühlinger See und es gibt sogar eine Verpflegungsstation mit Wasserflaschen. Im Nachhinein hätte ich eine als Erinnerung mitnehmen sollen und voll in den Halter stecken müssen. Ich hatte aber mit Eistee vorgesorgt und beim Radfahren kann man wirklich in Ruhe trinken, was ich auch an vier Stellen gemacht habe. Beim Laufen ist es immer ein Krampf auch nur 100ml aus zwei Bechern hinunterzubekommen. Der Wendepunkt ist direkt vor der Wechselzone und von Zuschauern gesäumt. Eine tolle Stimmung und trotz des Tempos erkenne ich meinen Vater am Rand. IMG_5366IMG_5368Kurz in die Bremsen, um dann voll motiviert aus dem Sattel heraus in die zweite Runde zu starten. Martha ist vor mir (die Startnummer ist mit Namen versehen und baumelt beim Radfahren hinten) und hält hart dagegen, als ich neben ihr vorbeifahren will. Also Tempo halten und zwischenzeitlich eine weitere Fahrerin überholen. Bei einem leichten Anstieg mit Steigung gehe ich dann vorbei und stehe wieder mitten im Wind. Beißen, aber ich werde nicht zurück überholt, also haben alle die gleichen Probleme. Mit und mit überhole ich weitere Fahrer und kann vor allem Starter ohne Rennrad recht leicht hinter mir lassen. Diese sind im echten Nachteil, weil ein Tempo um die 30km/h damit wirklich schwer ist. Zuschauer gibt es eigentlich keine, aber genügend Streckenposten, die die Strecke super gesichert haben. Also wieder hoch zur Wendemarke, vorher noch einen guten Schluck nehmen und diesen verdammten Fahrer überholen, der gerade in der Aero-Position an mir vorbeigezogen ist. Mit 40km/h im Rückenwind packe ich das dann auch, habe aber dessen Ehrgeiz geweckt und werde noch links überholt, während ich ein paar Fahrer links überhole. Dranbleiben kann ich leider nicht, aber ich habe mir die Kräfte gut eingeteilt und kann weiter mein Tempo fahren. 20 Kilometer liegen hinter mir und plötzlich ist da noch jemand mit einem Mountain-Bike. Locker mit 30km/h unterwegs rollt er mit halben Panzer-Reifen auf der Strecke. Wahnsinn, ich will nicht wissen, welches Tempo der auf einem Rennrad drücken würde. Kurz vor dem Wechsel wird es noch mal eng, da einerseits ein Fahrer von hinten gekommen ist, sich aber auch vor mir gerade eine kleine Gruppe befindet. Wasser lasse ich wieder links liegen und Rolle Richtung Wechselzone. Das Risiko aus den Schuhen zu gehen, will ich nicht eingehen und so lasse ich die Klickpedale rausgehen und bremse komplett vor der Linie ab.

Im Laufschritt dann wieder Richtung eigenem Handtuch, wo ich diesmal mehr Platz habe. Rad einhängen, Laufschuhe ausziehen, Helm auf und ausziehen. Die aufgerollten Socken sind schnell angezogen und die extra präparierten Laufschuhe sind schnell angezogen. Keine Zeit zum Durchatmen, sondern loslaufen. Schnell die Nummer nach vorne gezogen und angefeuert von den Massen auf die zum Großteil bekannte Laufstrecke. IMG_5387Es läuft holprig los, aber ich merke schon, dass ich schneller als die meisten um mich herum bin. Also nach vorne arbeiten. Bei der ersten kleinen Erhöhung denke ich darüber nach, wie scheiße sich das Laufen gerade anfühlt, wobei ich gerade mal 24km gefahren bin. Ich wäre gerne noch länger gefahren, aber das Laufen holt mich auf den Boden der Tatsachen zurück. Ein Läufer vor mir verliert seine Brille und laut fluchend drückt er das herausgefallene Glas wieder in die Fassung. Ich weiß nicht, ob es die Wut war, aber er läuft genau in meinem Tempo ohne mich vorbei zu lassen und so hänge ich ganz gut dahinter. Keine Ahnung wo mein Puls ist, aber niedrig auf keinen Fall. Normalerweise laufe ich mit Pulsmesser, den ich aber wie anfangs erwähnt zuhause gelassen habe.  Das Gelände rund um den Fühlinger See ist eigentlich sehr schön, aber genießen kann ich es nicht. Das Tempo scheint zu passen, aber auf 7km kann man eben kein langsames Tempo einschlagen. Also kann man schon und da ich keine Gesamtzeit einschätzen konnte, muss ich keine feste Zeit erreichen, aber man gibt alles – unter der Prämisse, dass noch einige Kilometer vor einem liegen. Da kommt ein Wasserstand und rechts gibt es Iso-Getränke Verpflegung und links Wasser. Auf dem Rad schon genügend getrunken schnappe ich mir einen Wasserbecher und trinke einen Schluck. Leider waren die Wasserstellen nicht auf dem Plan ausgeschildert, wobei 7km Laufen problemlos sein sollten. Es läuft nicht rund, aber ausreichend schnell und so mache ich etliche Plätze gut. So wie manche auf der Laufstrecke unterwegs sind, ist kaum zu glauben, wie die in den vorherigen Disziplinen so schnell waren. So einen üblen Laufstil habe ich selten gesehen. Zumindest lenken diese Gedanken vom Laufen ab, denn ich habe gerade mal 3km hinter mir und fühle mich nicht toll. Aber es ist ein tolles Gefühl einen Läufer in der Ferne zu nehmen und zu sagen: dich bekomme ich auch noch. Das klappt auch wunderbar und muss dabei bemerken, dass ich gerade mitten im Marathontraining stecke, wobei die meisten anderen vermutlich gleich viel wie ich in den anderen Sportarten gemacht haben. Somit ist das nicht fair. Fair hin oder her bin ich auf der Gegengerade des Fühlinger Sees und hoffe, dass die Kilometer endlich vorbei gehen. Zwei Kilometer vor dem Ziel bin ich froh nur noch 2000m vor mir zu haben, die wie ein Klacks klingen. Aber ich muss schon sehr beißen, um das Tempo zu halten und weiter durch die Läufer zu pflügen. Die Streckenführung ist kurz vor dem Ziel etwas schwierig und dass ein Triathlon kein Lauf ist bemerke ich daran, dass nach den ausgeschriebenen 7km noch kein Ziel da ist. Alle laufen weiter, also tue ich das auch. Stand in den Unterlagen jetzt 7 oder 7,5 geht es mir durch den Kopf. Die Menschenmassen unten am Fühlinger Ufer lenken mich davon ab. In der Ferne leisten sich zwei Läufer einen Endspurt und ich ziehe das Tempo auch noch mal an. Ich erblicke meine Eltern, bin happy und renne in ein immer lauteres Publikum. Links und rechts säumen Cheerleader den Weg und begleiten mich mit einer Laola ins Ziel. Ich reiße die Hände hoch, blicke auf die Uhr und bin mit 1:36:16 im Ziel. Kurz ans Geländer und Durchatmen, denn ich habe alles gegeben. Mit den Worten: das hast du dir verdient wird mir noch am Geländer eine Medaille umgehangen und einige Schritte später baumelt noch eine Haiwai-Kette am Hals. Beim Rausgehen merke ich, dass es anscheinend noch ein T-Shirt gibt und muss mich noch mal weiter hinten anstellen. Das Buffet ist toll und ich greife zu einer Cola und einem Stück Apfel-Streuselkuchen. Über Obst mit Melonen und Co, kann sich hier jede Laufveranstaltung eine Menge abschauen. Glücklich schaue ich, ob ich noch jemanden aus dem Verein erblicke, mache mich dann aber auf den Weg zu meinen wartenden Eltern.

Fazit:

Es hat wahnsinnig Spaß gemacht und wird vermutlich eher als reine Läufe die sportliche Zukunft dominieren. Der Wettkampf war besonders beim Schwimmen ein echter Kampf, wobei das Radfahren am angenehmsten war. Beim Laufen, wo ich den besten Vergleich habe, merkte ich die vorherige Anstrengung doch sehr deutlich. Die Vorbereitung war super und ich bin im Schwimmen sogar im echten Mittelfeld angekommen, was ich nicht gedacht hatte. Beim Radfahren habe ich nicht so deutlich Zeit gewinnen können, was beim Laufen mit einer 4,30er Pace (min/km) eigentlich schon ganz gut war und mir einen Platz so ca. genau im ersten Drittel gesichert hat. Über den Winter will ich jetzt an der Schwimmtechnik arbeiten und im nächsten Jahr noch etwas mehr Fokus auf das Radfahren legen. Mit einer angepeilten 1:30h wäre ich dann super dabei, wobei ich nicht weiß, ob es nicht zu hohe Ziele sind. Beim Laufen konnte ich aber im Vergleich zum letzten Jahr richtig an Boden gut machen. Warum also nicht auch im Triathlon. Die Smart-Distanz war richtig für den Einstieg, aber fast schon zu Smart. Etwas mehr Rad- und Laufstrecke würde mich eher ansprechen. Die erhöhte Schwimmstrecke müsste ich dann wohl in Kauf nehmen.

Die Veranstaltung war toll organisiert und man merkt den Mehraufwand zu Laufveranstaltungen. Deswegen noch ein Lob an Veranstaltung und vor allem die Helfer, die bei schlechtem Wetter die Veranstaltung erst ermöglicht haben.

Mit fast 4000 Wörtern ist der Artikel wohl der längste im Blog, wobei ich weiß, dass auch der ein oder andere aus dem Verein hier mit liest und das auch Motivation zum Schreiben bringt.

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27 Aug 2009

Gamescon

Geschrieben von Simon um 7:00 Uhr

Begeistert war ich nicht von der Gamescon, da muss man schon ein echter Gamer sein. Trotzdem noch ein paar Impressionen von der Spielemesse:

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24 Aug 2009

Sind die denn des Wahnsinns?

Geschrieben von Simon um 19:46 Uhr

Heute war ein warmer Tag und um kurz vor 21 Uhr eine Temperatur von 26° bestätigt dies. Gerade komme ich von einer Laufrunde zurück und es war voll. Scheinbar jeder hatte seine Caprihose gefunden oder sein Fußballtrikot aus dem Schrank geräumt, um den Staub mal so richtig fliegen zu lassen.
Jetzt mal ehrlich, seid ihr des Wahnsinns? Warum nutzt ihr nicht das Wetter, wenn es mal etwas schlechter ist. Später liest man in der Zeitung wieder von Notarzteinsätzen, weil Joggern das Wetter nicht bekommt. Ich kann meinen Körper mittlerweile ganz gut einschätzen, weil ich min. 50km bei jedem Wetter unterwegs bin. Vermutlich hört man die Leute nachher sagen, dass Laufen ja so anstrengend ist. Bei dem Temperaturen auf jeden Fall, auch für mich.
Kleiner Tipp am Rande: geht gerade dann laufen, wenn die Sonne nicht scheint. Ok, bei Regen bin ich auch schwer zu überreden, aber gerade am Anfang sollte man so schonend mit seinem Körper umgehen wie nur möglich.
Ich glaube nur auf meiner Bilderstöckchen-Runde waren es locker 30-40 Jogger. Leute mit Hund mal nicht mitgezählt. Ich habe dort aber auch schon Runden gelaufen, bei denen mir insgesamt 2 Personen begegnet sind.

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23 Aug 2009

Mocki – tolle Leistung

Geschrieben von Simon um 12:57 Uhr

Der Marathon bei der WM der Frauen hat richtig Spaß gemacht. Sabrina Mockenhaupt, die ich schon in Köln beim Samba-Training bestaunen durfte, hat eine tolle Leistung hingelegt. Leider hat das ARD es nicht für nötig gehalten, den Zieleinlauf auch nur ein paar Minuten zu zeigen. Nachdem China gewonnen hat. Dachte bei einer WM im eigenen Land wäre so etwas üblich. Direkt mal Kontakt aufgenommen:

Hallo Redaktionsteam,

ich möchte gerade meine Enttäuschung darüber ausdrücken, dass der Zieleinlauf von Sabrina Mockenhaupt nicht mehr übertragen wurde. Nachdem man über zwei Stunden einer Sendung folgt, bei der eine deutsche Sportlerin eine tolle Aufholjagt hinlegt. Dies stand auch im Zentrum der Berichterstattung und ist somit nicht nachzuvollziehen, dass vermutlich 2-5min zu früh in die Programmvorschau ausgeblendet wird. Mal wieder sehr enttäuscht über die gezahlten GEZ Gebühren. Es gibt auch noch andere Sportfans neben Fußball, wo bei einer Verlängerung dies garantiert nicht passiert wäre.

Mit freundlichen Grüßen
Simon Tiffert

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