Bahn ist angekommen. Ca 20. min Zeit, um über meine ersten 4h mit dem neuen Mac zu schreiben. Schon nach der kurzen Zeit empfinde ich es als sehr interessante Erfahrung, die mich vermutlich weiter weg von Windows bringen wird. Aber aller Anfang ist schwer.
Manches ist anders, sehr anders. Das at-Zeichen liegt nicht auf Alt-Q und das ist … … bescheiden. Ja, ich werde noch öfters unbeabsichtigt Programme schließen. Wenn man dran denkt ist es ok, aber als 10-Finger-Schreiber, ist die Bewegung einfach zu sehr in Mark und Blut übergegangen. Manche Tasten fehlen im Moment einfach. Pos1, Ende und andere sind einfach nicht beschriftet. Zum Glück bin ich von Mac-Fans auf der Arbeit umgeben, die hilfewillig, sofort Alt+7 in den Raum rufen, sobald ich laut Frage, wo der senkrechte Strich ist. Was würde ich ohne sie machen? Wonach würde ich bei Google suchen? So versteht man sich blind und ist schnell am Ziel.
Programme installieren ist anders, sehr anders, aber eigentlich so simple wie eine Textdatei von einem USB-Stick in das richtige Verzeichnis zu kopieren. Die ersten Programme waren schnell installiert, wobei einige vermutlich wirklich gute Apple-Programme kaum nutzen finden. Ich bin in Windows auf das Web-Interface von Google Mail umgestiegen, welches bisher in Prism lief. Mal sehen, wie ich dies auf dem Mac handhaben werde. Google Calendar würde ich gerne mit dem eingebauten Programm nutzen, muss allerdings feststellen, dass ein Sync nicht ohne weiteres möglich ist. Man braucht iPhone oder iPod Touch um die Funktion zu aktiveren (WFT?). Meine bisherigen Versuche mit Fluid sind (wenn ich es genau überlege), vermutlich am @-Zeichen gescheitert. Zuhause einen neuen Versuch wagen oder mal sehen, ob Prism auch unter Mac taugt. Ansonsten bin ich schon intensiver Chrome-Nutzer geworden und vermissen den Browser auf der Plattform. Firefox ist drauf, aber eben so – hm Oldschool. Werde da noch etwas Feintuning benötigen, bis mir der Browser gefällt.
OpenOffice ist in der 3er Version auch schon mal auf das Macbook gewandert. Unproblematisch und da ich zum Großteil in Webinterfaces wie Blogs oder Wikis schreibe, eher eine Seltenheit. Somit werde ich das empfohlene NeoOffice erst ausprobieren, falls ich mehr als drei Dokumente pro Woche in einem Office-Programm schreibe. Schnell mal das Dokument speichern, bevor noch ein @-Zeichen auftaucht. Welche Tastenkombination ersetzt nochmal das STRG+S?
Fn+S? Nein. CTRL+S? Nein. ALT+S? Nein. CMD+S ist es. Werde definitiv Tage bis Wochen brauchen, um die jahrelangen Shortcuts ins Hirn zu prügeln. Das ist mir damals schon auf der englischen Tastatur nicht gelungen. Aber die sah auch nicht so gut aus. Ist ja in vielen Lebenslagen eine gute Motivation.
Vielleicht noch etwas zum brandneuen Macbook Alu. Ich habe keinen direkten Vergleich, deswegen sind die Erfahrungen eher subjektiv, denn objektiv. Es ist klein, relativ leicht, hat eine wunderbare Tastatur und kommt schon sehr edel im Gegensatz zu den üblichen Notebooks.
Zur Tastatur: Ich liebe Notebook-Tastaturen. Die Tastatur im ersten Acer war bisher meine Lieblingstastatur. Allerdings schreibt sich die Apple-Tastatur schon nach wenigen Stunden super. Es macht Spaß, allerdings scheint der Abstand zwischen den Tasten etwas größer zu sein. Vertipper sind selten und es geht super von der Hand. Ich denke, dass ich noch viele Wörter darauf hinterlassen werde. Schwächen, wie z.B. schiefe Tasten hat mein Macbook nicht. Der Akku zeigt vollgeladen nach ca. 15min noch 5:38h an. Vielleicht nicht ganz real auf die gesamte Laufzeit zu schließen, aber ich habe nichts negatives über die Akku-Werte gehört.
Als Programmierer ist das Mac OS X ein Traum. Terminal einmal gefunden begrüßt es mit Java, Subversion, Maven, … Ein echtes Unix, mit allen bekannten Befehlen. Herrlich, da kann ein Cygwin und Putty unter Windows kein Ersatz sein. Nach 1-2h Download und installieren läuft bereits unser Produkt in Entwicklungsumgebung. Da verwundert es, dass kein Postgres installiert ist. Nicht dass es müsste, aber es war schon so viel vorhanden, dass ich fast schon selber installiert hätte. Morgen wird IntelliJ getestet und ich bin sehr auf die Geschwindigkeit gespannt. Auf jeden Fall werde ich wieder wesentlich mehr im Terminal unterwegs sein, als in Windows. Da meine Webserver auch Linux-basiert sind, wirklich sehr angenehm. Auf der anderen Seite möchte man aber auf den Komfort einer guten Oberfläche nicht verzichten und das war Linux lange Zeit nicht. Mein Umstieg ist vor einigen Jahren gescheitert. Seitdem waren dann die Karten verspielt und ein Ubuntu lief nur noch nebenbei.
Heute Abend werde ich den privaten Teil weiter einrichten, wobei Adium jetzt schon mein Herz als Messanger gewonnen hat. Ichat ist nett, aber kann eben nicht so gut mit mehreren Accounts umgehen. Der Video-Chat ist aber bestimmt sehr lustig.
Mal sehen, was meine Hardware zuhause dazu sagt. Ein Drucker im Netzwerk will angesprochen werden und eine Windows-Freigabe sollte etliche GB an Bildern über das Netz saugen, um iPhoto zu testen. Genug des Textes, gleich Köln HBF und einen viel zu langen Blog-Eintrag offline in OpenOffice verfasst. UMTS fehlt leider und ich glaube kaum daran, dass mein Handy als Modem dienen will, da dies noch nicht mal unter Windows geklappt hat (mit der Orginalsoftware).
Update:
Mittlerweile zuhause läuft iCal mit Webdav hervorragend zusammen. Leider sind zu viele alte Anleitungen im Netz. Jetzt fehlen noch die Kontakte und ich bin glücklich. Mails von der Arbeit werden schon in Mail bearbeitet und Google Mail läuft als Prism Webanwendung. Et läuft :)





