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01 Jun 2010

I‘m biking in the rain, just ruuuuuning in the…

Geschrieben von Simon um 18:36 Uhr

Nach dem nassen und kalten Trainingslager stand der erste Triathlon des Jahres in Aachen Brand auf dem Programm. Als ich am Mittwoch die Wettervorhersage gelesen hatte, wurde mir bewusst, dass der Triathlon Wort wörtlich ins Wasser fallen könnte.
Der Sonntag rückte näher und die Vorhersage änderte sich nicht. Regen den ganzen Tag hindurch war angesagt. Meist ist es besser als man denkt, so aber nicht an diesem Tag.
Bereits beim Auspacken des Rads und der sonstigen Utensilien wurden wir von so starken Schauern überrascht, dass wir uns kurzerhand ins Auto zurück zogen und mein neues Triathlonrad, welches noch nie Regen gesehen hat, in diesem zurückließen.
Der Parkplatz war zudem etwas weit vom Start entfernt, was auch organisatorisch das einzige Manko war. Ansonsten merkte man, dass man es mit erfahrenen Organisatoren zu tun hatte.
Die Unterlagen abgeholt und dann erst mal viiiiiel Zeit um einzuchecken und sich die genauen Gegebenheiten anzuschauen. Seine Sachen vernünftig am Rad ausbreiten war leider nicht, da diese doch zumindest etwas trocken sein sollten. Somit verweilten diese in Plastiktüten, da mir noch so eine tolle Box fehlt.
Die Uhr tickte weiter und mein Start rückte näher. Heute waren die Distanzen 500m Schwimmen, 22km Radfahren und 5,5km Laufen zurückzulegen. Schwimmen sollte meine schwächste Disziplin sein, wobei ich dort über den Winter größere Fortschritte gemacht habe und eigentlich locker unter die 10min schwimmen wollte.
Das Hallenbad in Aachen Brand erschien auf den ersten Blick mit seinen 25m recht klein. Allerdings hatte es den Vorteil Umkleidekabinen und beste Duschen zu haben.
Nach der Wettkampfbesprechung ging es ins Wasser, wo wir uns mit 6 Leuten eine Bahn teilten. Nachdem keiner so recht mit der Sprache raus wollte, fragte ich in die Runde, wer wie schnell wäre. Nach der ersten Ansage von 9min und anderen Aussagen von 10min war die Bahn schnell für den Start sortiert. Lange einschwimmen war nicht möglich, da ein langsamer Schwimmer der Vorgruppe nur wenige Minuten bis zum Start lies. Somit höre ich schon nach kurzer Zeit noch 20sek, 10sek, 5sek und der erste Schwimmer zieht weg und ich als zweiter hinterher. Ok, seine Zeitangabe von 8min war nicht verkehrt und ich konnte keine halbe Bahn an ihm dranbleiben. Somit hing ich jetzt ohne Wasserschatten vor allen anderen, die aber zumindest so viel Abstand hatten, das es beim Wechsel nicht eng wurde. Ein Schwimmen ohne Kampf gegen die anderen, denn beim Start vorher sah es auf anderen Bahnen zuvor recht übel aus. Die ersten Bahnen gingen gut, aber meine Zählung hatte ich recht schnell verloren. Somit wusste ich nicht genau, wie weit es noch war und merkte, wie die Kräfte schwinden und mein Schwimmstil mehr Kampf als elegantes Gleiten war. Ich wurde überholt, war aber so mit mir selber beschäftigt, dass ich den Wasserschatten leider nicht gehalten habe. Dieser spart mal locker 30% und hätte mich schön über die restlichen Bahnen tragen können. Verpasst und somit weiter kämpfen und sich wundern, warum ich schon so erschöpft bin, aber immer noch keiner die letzten Bahnen anzeigt. Dann war es soweit und ich musste mich über den Beckenrand hinaus dem Wasser kämpfen. Hier wären helfende Hände wirklich super gewesen, allerdings gab es die nicht. Schnell noch die Badekappe abziehen und zuwerfen und schon über die Matten nach draußen rennen.
Noch etwas beduselt komme ich nach draußen und nehme von dem kalten Wetter wenig wahr. Wo war jetzt noch mal die Reihe? Leider gab es auf der Wiese wenig Orientierungsmöglichkeiten, aber da ich nicht der erste war, standen in meiner Reihe schon ein paar Teilnehmer beim Wechsel in die Radschuhe. Dank Einteiler musste ich mich nur um Helm, Startnummer und Schuhe kümmern, die ich aus der Plastiktüte kramte. Kurz noch die Füße am Handtuch abgewischt und in die Schuhe gezwängt. Rad geschnappt und über die Wiese rennen. Die Bordsteinkante problemlos genommen waren es noch 15m zur Startlinie. Dort hatte ich mir vorgenommen in Ruhe in die Pedale zu springen, was auch gut klappte. Jetzt auf die unbekannte Radstrecke, die ich nur teilweise von einem Youtube-Video kannte. Irgendetwas um die 7km, die in drei Runden zu bezwingen waren. Leider kein flacher Kurs, auf dem man mit dem Rad in tiefer Position den Asphalt betrachtet, sondern sehr wellig und kurvig. Mein Puls raste nach dem Wechsel dermaßen, dass ich erst einmal in Oberlenkerhaltung zum Luftholen blieb. Die ersten Attacken konnte ich abwehren und hatte nur eine Überholung, die aber dauerhaft im Blick bleiben sollte. Ansonsten machte ich schon die ersten Plätze gut, wobei ich keinerlei Tacho dabei hatte, was das Tempo schwer einschätzbar machte. Schnell war es, aber die ersten Anstiege und Gegenwind drückten den Schnitt mehr als deutlich.
Die Runden gingen schnell vorbei und waren wesentlich weniger anstrengend als das Schwimmen. Ich wollte etwas aufpassen, dass ich nicht zu sehr überziehe, da noch das Laufen folgen sollte.
In der zweiten Runde parierte ich einen Angriff und konnte wieder wesentlich Boden gewinnen, als es den Berg hinauf ging. Ein heftiger Wind mit Regen peitschte ins Gesicht und an einen guten Schnitt war nicht mehr zu denken. Da alle unter den gleichen Umständen litten, hatte ich den ersten Überholer beim Wechsel zum Laufen direkt vor mir. Eigentlich meine stärkste Disziplin, wollte ich es auf den 5km so richtig fliegen lassen. Vorgewarnt vom Veranstalter ging es zweimal eine stärkere Steigung hinauf, die aber nicht das Problem sein sollte. Stattdessen fühlte sich der Magen komisch an. So als ob das Startband drückt oder der Anzug zu eng wäre. War er aber nicht, da beim Koppeltraining alles problemlos auf Rad und Laufstrecke war. So kam nach der Orientierung nach dem Wechsel ein ungutes Gefühl auf, was mich nicht in mein Renntempo kommen lies. Eigentlich wollte ich ein ähnliches Tempo wie beim letzten 10km Lauf anschlagen, wo ich niedrige 4er Zeiten gelaufen bin. Da es nur 5km sind und die Belastung vorher eine andere war, erhoffte ich mir hier noch ein paar Plätze gut zu machen. Ich war nicht super langsam, da ich vom Marathon gewohnt bin auch mal schlechte Phasen zu überlaufen, aber ein leichtfüßiger Laufstil sieht anders aus. Die Wege waren von großen und tiefen Pfützen übersät, sodass meine Schuhe innerhalb kürzester Zeit vollkommen durchnässt waren. Zumindest hatten sie den Laufstart in der Plastiktüte trocken überstanden.
Nach ca. 2km kam die Steigung auf mich zu und ich war kurz vorher noch überholt wurden. Dank des Bergtrainings konnte ich hier locker vorbei ziehen, kämpfe aber oben schon mit der Luft. Ähnlich steil wie es rauf ging, sollte es ein paarhundert Meter auch wieder runter gehen. Das liegt mir normalerweise, da man dort die Beine so richtig fliegen lassen kann. Aber nicht an diesem Tag. Mitten im Abstieg kam plötzlich ein Seitenstechen hinzu. Also auf die Atmung achten und weiterlaufen. Kaum war das Seitenstechen weg, kam auch schon die nächste Runde mit dem Anstieg. Natürlich hatte mich der Läufer zuvor wieder überholt und das Spiel konnte erneut beginnen. Diesmal musste ich mein Tempo aufgrund der Probleme aber drastisch reduzieren. Oben wurde ich wesentlich früher wieder eingeholt und versuchte zumindest dran zu bleiben. Dies gelang mir zum Glück auch und der Abstand blieb unter 50m. Jetzt noch zurück ins Ziel und rund lief es immer noch nicht. Zumindest trieb mich der Ehrgeiz vorwärts den Läufer vor dem Ziel noch zu stellen. Noch 1km und es lag noch ein Stück zwischen uns. Also näher kämpfen und in einen Sprint übergehen. Etwas spät bemerkte er, dass ich von hinten anflog, zog dann aber auch in den vollen Zielsprint. Eigentlich vollkommen unsinnig, da man nicht mehr so viel Kraft haben sollte, aber davon war bei mir noch genug vorhanden. Auf den letzten Metern zog ich noch vorbei und wir klatschten uns im Zielbereich ab.
Wieder einmal hat mich das Laufen unglaublich geschafft. Das war schon in Köln so und ich würde gerne wissen, wie ich die Situation im Training besser angehen kann. Vielleicht längere Radfahrten vor dem Wechsel zum Laufen.
Das Fazit fällt gemischt aus. Ich hätte gehofft wesentlich mehr Tempo zu fühlen und auf der kurzen Distanz weniger Kampf zu haben. Als Vorbereitung für den 3-4x so langen Bonn Triathlon bleibt zumindest die Stimme im Hinterkopf nicht zu früh zu viel Tempo zu machen. Der Respekt vor der längeren Distanz ist auf jeden Fall präsenter denn je und die Zeit nicht mehr wirklich lang.
Zeitlich bin ich im Rahmen. Mit einer Schwimmzeit von 9:39min bin ich in dem Bereich geschwommen, den ich mir vorgenommen hatte. Leider nicht schneller, aber dafür lief es auch nicht sauber genug. Da ich die Zeiten schon im Training hingelegt habe, konnte ich mich hier im Wettkampf nicht weiter steigern. Zumindest kann ich damit locker im Mittelfeld mithalten und muss mich nicht im Kreis der Brustschwimmer wiederfinden.
Die Radzeit war mit 46:45min schwer einschätzbar. Viel mehr war hier nicht drin, aber auf der Strecke konnte man auch keinen Rhythmus finden. Hoch reinhauen und runter auf nasser Straße nicht zu viel riskieren. Die geraden Passagen fühlten sich dagegen gut an.
Die Laufzeit war mit 23:51min nicht in meinem anvisierten Bereich. Hier ist viel Zeit liegen geblieben. Aber wenn man sich nicht gut fühlt, macht man auch nichts daran. Zumindest habe ich den Lauf durchgezogen und hinten raus war er auch ganz ok.
Mit einer Zeit von insgesamt 1:20:15 bin ich so ziemlich knapp im ersten Drittel gelandet. Schöneres Wetter, trockene Bahn und ein früherer Start hätten vermutlich noch mehr gerockt. So bleibt es bei einer guten Erfahrung bei einem guten Veranstalter. Das anschließende warme Duschen war herrlich. Die Putzorgie von Fahrrad und anderen Utensilien leider nicht. Mittlerweile ist alles wieder trocken, aber die Lust am folgenden Tag im Regen zu trainieren war bei 0.

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25 Apr 2010

Kill the beast – Bonn Marathon

Geschrieben von Simon um 20:05 Uhr

Das Wetter verhieß nichts gutes. Im Februar mit den langen Läufen gestartet, war es alles andere als warm. Auf Glatteis und dick angezogen wurden die ersten Grundlagen für den Marathon gesetzt. Eigentlich wäre ich ja im Frühjahr keinen Marathon gelaufen, aber meine Laufpartnerin die mich zum Bonner Halbmarathon motivierte fiel aus und Stimmen im Verein kamen auf, die den Marathon anpriesen. Es wäre ja auch ein echter Rückschritt gewesen, in Bonn wieder nur den Halbmarathon, wie im Jahr 2008 zu laufen. Vermutlich mehr als ironisch, aber so ein Marathon lockt schon.

Voraussetzung für den Marathon war ein reduziertes Training zu den bisherigen Starts, denn mit neuem Job und Triathlon im Hinterkopf, blieb keine Zeit für 6-9h Lauftraining. Nach dem ersten Training war ich recht schnell wieder auf längeren Distanzen unterwegs und nachdem im März alles gut lief, folgte dann auch die Anmeldung für den Bonn Marathon.

Der Wecker klingelt um 7 Uhr, aber bereits zuvor waren wir wach. Somit genügend Zeit für eine Dusche und ein geruhsames Packen der vorbereiteten Sachen. Leckere Honigtoasts wurden dann noch hineingezwungen (ich bin kein Frühstücker) und schon ging es ab zur Bahn. Früh genug in Bonn blieben noch 1 1/2h Zeit, somit konnte das Basislager noch im Büro aufgeschlagen werden, welches in 5min Distanz zum Start liegt. Die Zeit verflog dann auch recht schnell und auf dem Weg zum Ziel traf ich die anderen Starter aus dem Verein. Dank gemeinsamer Anreise und genügend Plausch im Startbereich blieb der Puls und die Aufregungen mehr als in Grenzen. Genügend Routine ist mittlerweile vorhanden.

Der Startschuss kam und ich hatte diesmal einen festen Zeitplan dabei. Meine neue persönliche Bestzeit auf 10km hätte eine Zielzeit von 3:10h bis 3:18h ausgegeben, aber ich weiß, dass ich das nicht auf die Straße bringe. Somit aber mal optimistisch auf 3:30h gesetzt, um zu schauen, wie es mir ab Kilometer 25 geht. Das Tempo war optimal und ich traf es pro Kilometer meist auf 3-8 Sekunden. Der Plan sah eine Halbmarathonzeit von 1:47h vor und ich bin um 1:46:58 diese Marke überlaufen. War eine interessante Erfahrung nach Zeitplan zu laufen, aber dieser sah zwei Steigerungen von jeweils 10 Sekunden vor, so dass mit 5:08min/Kilometer starte, aber mit 4:48min/Kilometer ins Ziel komme. Egal wie es lief, standen mir mit der Halbmarathonzeit aber alle Wünsche offen. Aufgrund reduziertem Training brauchte ich eine Zeit unter 4h um glücklich zu sein. Also ausreichend Pufferzeit, um hinternraus einzubrechen. Das hässliche an Bonn sind die zwei Runden, die Motivationstechnisch ein echtes Problem sind. Trotzdem konnte ich im Gegensatz zum letzten Jahr ein höheres Tempo auch noch hinter Kilometer 22 gehen. So ging es auf der rechten Rheinseite zur Verpflegungsstelle vor T-Mobile, wo ich noch schnell ein Gel nahm und mit zwei Bechern Wasser verspeiste. Zuviel für meinen Magen, denn dieser wollte plötzlich seine Ruhe und drückte mein Tempo. Schade, denn damit war die Zielzeit des Plans Geschichte. Aber egal. Im Vorjahr habe ich dort bereits 4 Kilometer an Krämpfen gelitten, welche immer noch im Hinterkopf schlummerten und einen ersten Blitz bereits bei Kilometer 25 durch die Wade jagte. Noch war aber alles ok und so ging es mit reduziertem Tempo zurück zur Kennedy-Brücke. Da sich wohl jeder vornimmt progressiv (erste Hälfte langsamer, als die Zweite) zu starten, es aber fast keiner macht, konnte ich trotzdem das Tempo meiner Umgebung halten und ein paar Plätze gut machen. Auch die Mütze mit Fahne (wer ihn gesehen hat, weiß was ich meine) konnte ich so einholen. Trotzdem nagte die Temperatur und Streckenlänge stärker an mir. Der Anstieg zur Brücke zerrte stark an den Muskeln. wobei ich bergauf schneller als die meisten in meinem Zeitfenster bin. Trotzdem konnte ich am Tempo nichts mehr machen und fühlte mich langsam. Ein Blick auf die Uhr zeigte aber immer noch eine Pace von 5:15min/Kilometer, was wesentlich schneller als meine bisherigen Marathons war, aber eben nicht den 4:48min/Kilometer entsprach, die im Zeitplan standen. Egal, ich war auf persönlicher Bestzeit unterwegs und jeder Kilometer, den ich dem Ziel näher kam, brachte mich dieser Leistung näher.

Am schlimmsten finde ich die Kilometer die man in Bonn an der Autobahn dreht. Die Zuschauerzahlen waren drastisch gesunken und waren nie so wirklich hoch, wenn man den Kölner Marathon gewöhnt ist. Da unten zieht sich jeder Kilometer aber wirklich in die Länge. Da haben die Streckenorganisatoren natürlich ein leichtes Spiel, aber unter einem Stadtmarathon verstehe ich eigentlich etwas anderes. So sieht man von Bonn eigentlich nur den Marktplatz und ansonsten viel Rhein. Die Wasserstellen sorgten für eine dringende Abkühlung und dienten als Erholung, denn mit viel Bechern ausgestattet, gönnte ich mir dort ein paar Gehmeter. So waren die nächsten Zwischenziele immer die Wasserstellen, wobei ich jedes Mal wieder in ein ordentliches Tempo kam und die Umlaufenden wieder einholte, die ähnlich litten wie ich.

Es kam wie es kommen musste und so machte die Wade so langsam ernst und kniff nicht nur, sondern machte bei Kilometer 38 am Posttower endgültig dicht. Der verfluchte Krampf war da, lies sich aber schnell wieder lösen. Mein Körper war dann auch so langsam am Limit und bei der kleinen Steigung danach merkte ich alle Beinmuskeln, konnte sie aber vor einem erneuten Krampf retten. Das Ziel war nah und davon konnte mich schon lange nichts mehr abbringen. Notfalls gehend, aber es lief noch. Die letzte Wasserstelle kam, an der die Bundeswehr die letzten Getränke reichte. Besser gesagt kommt noch eine Verpflegung 1km vor dem Ziel, aber das ist eher lachhaft, half aber in der Runde davor. Die Adenauerallee mit dem Büro meines vorherigen Arbeitgebers kommt näher und schon ist man fast in der City. Links rum, rechts rum und schon ist man auf Höhe der Universität. Leider ziehen sich die letzten Meter dann doch noch mal, gerade weil der Boden nicht mehr schön asphaltiert ist, sondern zum Teil aus Kopfsteinpflaster besteht (falls es nicht so ist, fühlt es sich zumindest so an). Ein Krampf beschäftigte mich seit Kilometer 41, aber er war noch laufbar. Endlich ist sie da, die Zielgerade. Ein Krampf am Oberschenkel lässt mich über die Zielgerade hüpfen. Aber das innere Biest, der Schweinehund ist wieder mal besiegt. Da, glücklich, aber vollkommen erschöpft, suche ich das Verpflegungsdorf nach einer Zeit von 3:42:04h auf. Zum Glück finde ich einen Sitzplatz, der mich die ersten Getränke verzehren lässt. Da sehe ich einen Mitstreiter aus dem Verein und mache den Fehler ihm zu folgen. Mein Körper ist aber noch nicht so weit und so bleibt es bei einer kurzen Unterhaltung, bei der ich die notwendigen Getränke und Lebensmittel sammle und mich auf den Treffpunkt vor dem Schwimmbad mache.

Dort angekommen merke ich, das weder sitzen noch stehen optimal ist. Die Massage scheint aber nicht überfüllt und so stelle ich mich dort an und eine angenehme Massage zu erhalten. Bis auf die Muskeln und die Erschöpfung ist alles super. Keine Blasen, keine Schmerzen, …

Die warme Dusche nach einer weiteren halben Stunde Erholung tat dann richtig gut, wobei mir trotz der enormen Außentemperaturen im Ziel nicht mehr warm war. Warum das Schwimmbad so leer war, zeigte dann auch der Sprung ins Wasser. Frierend mache ich mich schnell wieder auf den Weg zu den Duschen. Mein Körper vertrug die Kälte nicht mehr.

Das Leben war dann auch in den Körper zurück gekehrt und ein Blick auf die Uhr, lies uns schnell zum Bahnsteig gehen, um die Bahn nach Hause zu nehmen.

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05 Apr 2010

Old school baby – Osterlauf Ofden

Geschrieben von simon.tiffert um 19:14 Uhr

Start

Heimatbesuch in Ofden und die Packliste füllt fast schon den ganzen Wagen. Dazu kommt, dass der erste Wettkampf im Jahr 2010 ansteht. Der Osterlauf in Ofden. Bisher immer im gleichen Wettkampfshirt gestartet, überlege ich, ob ich das traditionelle Shirt nehme oder doch ein anderes Shirt zersteche.

Zwei Stunden später sitze ich im Wagen und auf der halben Strecke erscheint es vor mir: die T-Shirt-Auswahl war noch ohne Ergebnis. Ich hatte schlicht und einfach vergessen ein Laufshirt einzupacken. Wird sich schon eine Lösung finden dachte ich mir. Bei meinem Vater angekommen ein altes Laufshirt rausgekramt und was habe ich in der Hand? Silvesterlauf 2001, der Anfang aller Wettkämpfe. Wow, das hat Tradition trotz Baumwolle. Bei 10 Kilometern auch schon fast egal, da man andere Probleme als ein nasses T-Shirt hat. Die Trainingszeiten sahen hervorragend aus und so sollte heute die neue persönliche Bestzeit fallen. Letztes Jahr bereits beim Ofdener Osterlauf des Lauftreffs Alsdorf-Ost gestartet, habe ich auf jeden Fall eine Referenzzeit, gegen die ich laufen konnte.

Aufwärmen

Aufwärmen die Zweite

Früh morgens nachgemeldet um einen frischen aber herrlichen Morgen mit Sonnenschein zu erleben. Danach die üblichen Rituale, die sich mit leichtem Frühstück und peinlichst genauem Ablauf bemerkbar machen. Zeitlich alles super und 3 Laufminuten vom Start entfernt sein Basislager zu haben, ist mehr als praktisch.

Am Start neben Familie schon einige bekannte Gesichter wieder erkannt, Reihe ich mich diesmal weiter vorne als gewöhnlich ein. Schließlich sollte die Endzeit nicht so schlecht werden, was mit der dritten Startreihe ganz passabel klappte. Der Startschuss ging los und die Beute rannte. Die Startposition war gut gewählt und so waren nur die ersten 10 Meter anlaufen, um danach schon im richtigen Tempo unterwegs zu sein. Oft startet man zu weit hinten oder langsame Läufer stehen zu weit vorne, was zu kraftraubenden Überholvorgängen führt. Heute war alles super, wobei noch ein paar Läufer an mir vorbei zogen. Da der Lauf aber nicht 1000m, sondern 10000m lang ist und einige Steigungen haben sollte, war mir das recht egal. Ich konnte ein gutes Tempo gehen ohne zu überpacen. An der Berufsschule vorbei ging es dann durch den Wald in Richtung Kellersberger Schlucht. Die erste Stunde der Wahrheit, denn der Anstieg war mir von früher in guter Erinnerung. Der Berg flog nur so vorbei und ein kleiner Blick zur Uhr zeigte ein Tempo von 4:30min/Kilometer, was schon verdammt schnell war. Somit konnte ich auch gleich ein paar Läufer hinter mir lassen und an den Bahngleisen in Richtung Mariadorf versuchen, nicht an Tempo zu verlieren. Gar nicht so einfach und definitiv etwas, was ich noch üben muss. Mir liegt ein welliger Kurs immer besser, da ich auf grader Strecke nie so wirklich schnell bin. Immerhin halte ich das Tempo der Läufer um mich herum, kann aber die Anzeige nicht auf eine Pace von 4min/Kilometer drücken. Am Sportplatz in Mariadorf geht es dann zu den Seen herunter, wo ich dank am Kölner Herkulsberg trainiertem Laufschritt etliche Plätze gut mache. Unten erwartet mich dann eine Hundehalterin, die sich von über 300 Läufern nicht beirren lässt und ihren Hund mitten auf dem Weg rumtrotten lässt. Ein “Vorsicht” wird natürlich mit einem bösen “Ebenso Vorsicht” retourniert, was zu einem weiteren Adrenalinanstoss führte. Wenn 300 Läufer in vollem Lauf vorbeiziehen, ist es doch wohl für die Gesundheit der Läufer und des Hundes vernünftig, diesen zumindest an die Leine zu nehmen.

Am Bauernhof gibt es eine Erfrischung, die mich erst einmal aus Atmung und tritt bringt und somit wohl besser ausgelassen worden wäre. Selber Schuld, genügend Erfahrung sollte ich ja mittlerweile haben. Am folgenden Berg komme ich gut ins Atmen und muss auf der Geraden echt wieder dran ziehen. Ein Läufer sitzt mir im Nacken und sorgt dafür, dass ich zumindest mein Tempo hochhalten kann. Erst hinter der Kellersberger Mühle zieht er vorbei. Dort merke ich die Anstrengungen schon sehr gut und kann dem Tempo nicht ganz folgen. Ein Blick auf die Laufuhr zeigt aber Pulswerte, die locker um 5 Schläge höher sein könnten. Irgendwie bekomme ich die Power aber nicht aktiviert und muss mich mit einer Pace um die 4:15min/Kilometer zufrieden geben. Mit Blick auf die B57 habe ich einen Läufer vor mir, an dem ich auf der Theodor-Seipp Straße noch vorbei ziehe. Leider sind die nächsten Läufer zu sehr entfernt, um noch eine Chance haben, dort heran zu kommen. Am Kiosk wird ein Läufer hinter mir laut angefeuert, was auch mich dazu antreibt noch einen Schritt zuzulegen. Leider bleibt mir aufgrund des Tempos ein Blick in die Zuschauer verwehrt, zwischen denen sich auch meine Eltern befanden.

Im Wald

Laufuhr-Daten des Bildes

Völlig außer Atem gehe ich ein paar Schritte, um natürlich zu spät den Stop-Knopf meiner persönlichen Zeitmessung zu drücken. Ein Blick darauf zeigt 41:15min und folgend ein breites Grinsen im Gesicht. Ich hoffe die offizielle Zeit bestätigt dies auch, lässt aber noch auf sich warten. Somit sollte ich sehr nah an den 41 Minuten sein, was eine Steigerung bei einer flacheren Strecke auf Sub40 möglich werden lässt. Immerhin habe ich dieses Jahr kein wirkliches Tempotraining absolviert, aber das Training des Köln Marathon mit Sabrina Mockenhaupt ist schon mal angemeldet.

Ein ganz großes Dank geht an Dominik, der mit seiner Kamera wirklich fantastische Bilder gemacht hat.

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31 Mrz 2010

Rumble in the Bilderstöckchen-Jungle

Geschrieben von simon.tiffert um 21:10 Uhr

Ein unverplanter Abend nach der Zeitumstellung lud zum Trainingslauf ein. Nach der Arbeit noch kurz in der Stadt gewesen, ist es herrlich wieder im Hellen spät unterwegs zu sein. Am Montag steht der Osterlauf in Ofden an und somit musste neben den langen Läufen am Wochenende mal etwas Tempo her. Meine neuen Laufschuhe Scott T2C sollten schon mal für Tempo stehen, aber erst mal stand etwas langsameres Einlaufen an. Leider habe ich es nie geschafft, wirkliches Einlaufen zu praktizieren und somit zählt die Zeit ab der Haustür. Die Schritte sind weit und die Laufschuhe wirklich ein Traum, da unglaublich leicht und ideal für Bestzeiten geeignet. Der Regen wird stärker und ist verdammt kalt. Mit kurzer Hose merkt man die kalten Pfützen an die Waden spritzen. Aber es macht Laune. Also schon nach 500m das Tempo angezogen und in leichten Schritten durch Bilderstöckchen, um an der Grünfläche schon beim Lauftempo angekommen zu sein. Ein Blick auf die Laufuhr zeigt ein Tempo von 4:30min/km und ich bin noch nicht am Limit. Wie wäre es mal im Training die 45min Marke zu knacken, schießt es mir in den Kopf. Kurz gerechnet und die Brücke im schnellen Schritt runter. Mal sehen, ob man unter 4:30 bleiben kann und siehe da, die Uhr geht streckenweise auf unter 4:10min/km. Dranbleiben denke ich mir, das könnte aufgehen. Die hintere Runde vor der Autobahn A1 packe ich locker im schnellen Tempo und danach geht es rüber zum Blücherpark, wo noch 1 1/2 Runden bevorstehen. Das Tempo sinkt, bleibt aber noch unter 4:30min/km. Zuvor habe ich die 5km Marke mit 22:30min absolviert und somit sollte es ohne Einbruch locker ausgehen. Langsam tauchen noch ein paar Jogger auf, da es mittlerweile aufgehört hat zu regnen und nur noch Pfützen übrig sind. In der ersten Runde suche ich mir noch trockene Stellen, um mich in der zweiten Runde voll auf das Tempo zu konzentrieren. Der Puls ist hoch, aber noch nicht der Rennpuls, da sind 10 Schläge mehr erlaubt.

Der 9. Kilometer und die Uhr steht bei 40min, was ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Vorbei an den Tennisplätzen geht es zurück nach Hause, um am Parkgürtel die 10km zu durchbrechen. Viel schneller geht nicht mehr, aber es läuft weiterhin. 9,56km… 9,78km… 9,82km… die Puste ist am Limit, 9,96… 10km und laut GPS 44:12min.

Wow, damit hätte ich eigentlich nicht gerechnet. Also nicht vor diesem Lauf. Schaue ich zurück auf meine offiziellen Laufzeiten, so war dieser Lauf im Tempo der 10km Wettkämpfe aus dem letzten Jahr. Die Trainingszeiten lagen dort auch ca. 5min höher. Ich bin unglaublich gespannt auf Montag und nehme so langsam die Sub40 in Angriff. Allerdings habe ich bisher kein echtes Tempotraining gemacht, da es Richtung Marathon geht und im Winter keine Laufbahn zur Verfügung stand. Montag will ich unter 42min laufen und vielleicht steht ja eine 40 vorne. Mehr glaube ich nicht, aber wer weiß.

Das kontinuierliche Training macht sich bezahlt und das Abspecken für die Saison war mit 6 Kilogramm Winterspeck auch erfolgreich. Ich bin damit leichter als in den Vorjahren und fühle mich wesentlich fitter. Dank Triathlontraining ist auch die gesamte Körperspannung gestiegen, was auch noch mal weitere Reize gebracht hat.

Ich bin heiß auf Montag, um zu sehen, was die Saison bringen kann.

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07 Mrz 2010

Sonne, Sauerstoff, Intervalltraining

Geschrieben von Simon um 14:29 Uhr

Die grauen Monate sind so langsam vorbei. Auch hier war es ruhig geworden, da es wenig besonderes zu berichten gab. Normale Trainingsläufe sind so interessant wie der Sack Reis in China. Zumindest wenn sie einfach passieren und auf keinem besonderen Niveau stattfinden.

Mit den heutigen Sonnenstrahlen hat sich das aber wieder geändert. Aufgestanden mit dem Verlangen zu laufen. Dabei hatte ich gestern schon eine Runde am Rhein mit guten 18km gedreht. Also eigentlich kein Grund heute unbedingt an laufen zu denken. Eigentlich wäre ich auch viel lieber aufs Rad gestiegen, aber der Schnee auf dem Dach erinnert mich daran, dass es draußen gerade mal so 0° sind. Also ideales Laufwetter, da die Wege wieder frei sind und der Sonntag ideal geeignet ist, um nicht um dunkeln Kilometer zu fressen.

Der Silvesterlauf liegt auch schon wieder Monate zurück und aufgrund eines neuen Jobs wollte ich die Konzentration erst einmal nicht auf Wettkämpfe richten. Somit sind die Anmeldungen bisher auch für die wenigstens Wettkämpfe draußen und ich entscheide lieber spontan, was Spaß macht und mich zeitlich nicht überfordert. Das Jahr steht trotzdem ganz klar im Zeichen des Triathlons und wenn ich über den Winter etwas sehr regelmäßig gemacht habe, waren das die Schwimmeinheiten. Und es zahlt sich aus. So langsam werde ich schneller und was wichtiger ist, die Ausdauer ist dramatisch gestiegen. Der Rhythmus ist da und ich freue mich auf jedes Schwimmtraining. Auch wenn ich mit traurigem Auge auf den Neoprenanzug schaue, der sich noch etwas gedulden muss.

Bald steht in Bonn der Marathon an und ich bin mir immer noch nicht sicher, ob und was ich dort laufen werde. Eigentlich war ein Halbmarathon angedacht, aber das schmeckt so gut wie laufwarmer Kaffee. Es wäre keine Herausforderung und ein weiterer Lauf, den man abhakt. Aufgrund der Teilnehmerzahl bestimmt keine Bestzeit und da ich aufgrund mangelnder Wettkämpfe noch nicht weiß wo ich stehe, wäre es doch viel interessanter den Marathon zu bezwingen. Sich zu zeigen, dass es möglich ist, zu kämpfen, an die Limits zu gehen. Leider will ich dafür nicht so viel Zeit opfern und verzichte im Moment noch eine Anmeldung, habe aber das Lauftraining etwas angezogen. Nein, sicherlich wäre ich nicht perfekt vorbereitet, aber die Grundkondition ist da. Und um irgendwie über die Strecke zu kommen, wird es so oder so reichen. Waren jetzt eine Stunde pro Tag opfern, um dann festzustellen, dass es in der Endzeit fast nichts gebracht hat. Immerhin steht bald auch noch Radtraining an, was ich für das Trainingslager im Mai dringend brauche. Kurz: ich will den Marathon, aber nicht zu dem Preis. Dann lieber ohne persönliche Bestzeit, da eine dramatische Steigerung nicht zu erwarten ist. Die Stimmung dort genießen und wissen, dass man es sich selber wieder gezeigt hat.

Heute aber geriet dies alles in Vergessenheit. Eigentlich war ein gemeinsamer Lauf geplant, der dann aber doch zum Single-Lauf wurde. Die Luft war zwar kalt, aber nicht mehr stechend, die Wege frei und 50% aller Läufer hatten sich das Gleiche gedacht und waren unterwegs. Also nach langer Zeit mal wieder richtig voll im Blücherpark. Aber erst mal eintraben und schauen, wonach es sich anfühlt. Kein Plan, erst recht kein Trainingsplan. Allerdings weiß ich, dass monotone Läufe bei mir eh keinerlei Trainingserfolg bringen. Somit entweder einfach nur genießen oder was spannendes einbauen. Nach dem ersten Kilometer war klar, dass es rund läuft. Mit schnellem Schritt zeigt ein Blick auf die Uhr einen Schnitt von 5min pro Kilometer ohne am Limit zu sein. Es geht eine Steigung einer Brücke rauf und die Muskeln schreien nach Bewegung. Gut, sollen sie bekommen. Die Kette an Läufern eignet sich gut als Orientierung, auch wenn sie heute als Statisten herhalten müssen. Die einigermaßen regelmäßig gesammelten Kilometer der letzten Monate zahlen sich aus und der Körper ist fit für die Saison. Nach dem Start lege ich mir den Plan für den Lauf bereit und baue auf meiner Hausrunde in Bilderstöckchen intensive Tempointervalle ein. Normalerweise mit einem schnellen 4.30min Schnitt bis 4min Schnitt zeigte ein Blick auf die Uhr, dass ich noch schneller unterwegs war. Der Schritt ist stark und zeigt vermutlich die intensive Arbeit am Rumpfapparat. Trotz Endbeschleunigung gestern wollen die Beine mehr, mehr Tempo, längere Sprints und noch mehr Geschwindigkeit. Alles spielt mit, keine Schmerzen, keine Atemlosigkeit, einfach Laufen, pur, klar, tief, schnell. Die kalte und unglaublich frische Luft tut ihren Teil dazu und lässt den Sauerstoff bis tief in die Lunge fließen. Die Ruhepausen zwischen den Sprints fliegen mit einem lockeren Schnitt von 5min/km vorbei. Noch immer kann ich es kaum glauben, denn noch vor wenigen Wochen, war an ein richtig schnelles Tempo nicht zu denken. Wo ist die nächste Brücke, das nächste gerade Stück, die nächsten Läufer in der Ferne? Fast schon spielerisch spule ich das Training herunter und es macht Spaß und Lust auf mehr. Ich habe wieder Blut geleckt und trete an meine Grenzen auszutesten und zu überschreiten. Noch zwei Runden im Park, davon jeweils ein Drittel im Sprint bevor die 9km Marke überschritten wird. Ausruhen kann man immer noch, also auf dem letzten Kilometer noch mal alles geben und versuchen die Anzeige unter einen 4er Schnitt zu drücken. 200m Ruhe, um die letzten 300m durchzusprinten. Geschafft, glücklich und voller Energie stehe ich vor der Tür.

Warum ich laufe? Genau deswegen.

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22 Jan 2010

Wochenende

Geschrieben von Simon um 17:24 Uhr

Ideale Zeit für DVD-Abende:

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10 Jan 2010

DENIC Tasse gewonnen

Geschrieben von Simon um 13:03 Uhr

Das hat man davon, wenn man am ersten Weihnachtstag den Abend vor dem Pc verbringt. Schnell noch eine Domain registrieren, um von der Tassen-Aktion zu lesen. Wer vom 24.12.2009 0:00 Uhr bis zum 25.12.2009 23:59 Uhr eine Domain registriert kann eine Denic-Tasse gewinnen. Ich frage mich noch, wie viele Personen wohl in der Zeit Domains registrieren, vermutlich nicht sehr viele. Ausschlaggebend war die Aktion für mich aber nicht, da ich einen Server versuchsweise mit Apache2, mod-proxy (ajp), SVN (mit WebDAV), Tomcat und HTTPS (mit verifiziertem Zertifikat) aufsetzen wollte. Nicht meine Kernkompetenz, aber man lernt gerne dazu. Kurz gesagt, es klappte relativ problemlos, da Debian mit seinem Paketmanagement wirklich Spaß macht (solange es nicht Tomcat ist).
Diese Woche lag dann ein Zettel der Post im Briefkasten, um ein Paket in der Filiale abzuholen. Eigentlich in Erwartung eines anderen Pakets radelte ich bei kalten Temperaturen zur Postfiliale. Schon am Tresen erblickte ich den Absender Denic. Kurze Enttäuschung, da es nicht die schwarzen Pedale für mein Triathlonrad waren, aber die gewonnene Tasse hat sich in Kombination mit Nespresso Cappuccino Choco schon bewährt.

Bleibt noch zu sagen, dass ich jedem nur ans Herz legen kann, einen Domainreseller für seine Domains zu wählen.
Warum?

  • Weil man meist öfters den Provider wechselt, als einem lieb ist.
  • Weil der Provider oft kein Interface bietet, um einfache Änderungen (z.B. für Google Apps) vorzunehmen.
  • Weil der Provider wesentlich höhere Preise hat.
  • Weil man super schnell Server umziehen kann und sich nicht mehr mit KK-Anträgen rumschlagen muss

Kurz: mit eine meiner besten Entscheidungen in Bezug auf WebHosting. Seit Jahren bin ich jetzt bei InternetWorX und mit meinen aktuell 23 Domains ohne Ausfall sehr zufrieden. Hier noch mal ein großer Dank.

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01 Jan 2010

Silvesterlauf 2009 in Aachen

Geschrieben von Simon um 14:34 Uhr

Es war wieder soweit. Das Jahresende stand an und wie kann man ein Jahr besser abschließen, als mit dem traditionellen Silvesterlauf. Traditionell? Ja, hier habe ich mich bereits 2001 auf die 10 Kilometer begeben. Seitdem gehört der Lauf jedes Jahr zum festen Programm, wenn denn nichts dazwischen kommt. Dieses Jahr stand ich also zum 6. Mal an der Startlinie. Der Tag war grau und die winterlichen Temperaturen tendierten um 0°. Das Programm vor dem Start konnte mittlerweile routiniert abgespult werden. Packen, umziehen, anreisen, Unterlagen abholen, warm machen und an den Start stellen. Mich hat Aachen damals schon fasziniert, weil es sich um einen Stadtlauf handelt. Zwar gibt es unterwegs auf der Strecke nicht so viele Zuschauer, dafür ist das Stück vorbei an Sinn+Leffers hoch auf dem Kopfsteinpflaster zum Markt voll von Zuschauern. Trotz des grausigen Wetters, was während des Laufs noch zu ertragen ist, hatten sich ähnlich viele Zuschauer wie die Jahre zuvor eingefunden.
Der Startschuss fällt und die Massen setzen sich wie immer langsam in Bewegung. Da es diesmal keine Nettozeit gibt, geht dies voll von der Laufzeit ab. Mal wieder gedacht, dass man sich weit genug vorne eingeordnet hat, war dies nicht der Fall. Zwar kamen auch noch ein paar schnelle Leute von hinten, aber genügend Läufer konnten sich auch nicht entsprechend ihrer Fähigkeiten einschätzen und blockierten den Vortrieb. Nach 500m hatte sich das Feld sortiert und der Lauf konnte in seine geordneten Bahnen gehen. Fast, denn mein Forerunner zeigte mir an, dass der Rundenspeicher voll ist. Die Meldung bedeutet, dass man 100x auf Enter klicken kann und mit Glück Pulswerte zu Gesicht bekommt. Da ich normalerweise bei Wettkämpfen nach Puls laufe und mich teilweise an der Pace der Uhr orientiere, war ich diesmal orientierungslos. Weiter auf den Knöpfen rumdrücken hätte mich noch mehr abgelenkt, also aufs Gefühl hören. Da grüßt mich ein Läufer, den ich schon von etlichen Wettkämpfen kenne und zieht an mir vorbei. Bin ich zu langsam, ist er zu schnell – ich versuche mich zu erinnern, ob ich ihn vom Tempo her halten kann, lasse ihn dann aber ziehen, weil mir die Pace zu hoch vorkommt. Während der ganzen ersten Runde kann ich ihn dann trotzdem in kurzer Distanz halten, bis es die Großkölnstraße hoch zum Markt geht. Ich will mir noch ein paar Körner aufsparen und bin im Gegensatz zum Rest des Feldes langsamer als sonst. Oben angekommen fühlt sich das Renntempo aber gut an und es macht unglaublich Spaß durch das Spalier der Zuschauer am Markt zu laufen. Dank geänderter Streckenführung geht es gleich 5 Runden die Strecke lang. In der Zwischenzeit habe ich auch den Läufer mit der Fahne überrundet, der noch jedes Jahr vor mir lag. Der Bestzeit in Aachen steht also nichts im Weg. Nach der zweiten Runde bin ich auch guter Hoffnung den Lauf gut abzuschließen, denn der Rhythmus passt. Mittlerweile kennt man die Engstellen, die es gibt, denn es sind nicht alle Straßen voll gesperrt und so geht es oft über Bürgersteige und knackige Ecken. Wohl wissend das mein Vater am Markt mit der Kamera auf mich wartet, komme ich dort jedes mal gut gelaunt vorbei, wobei die Erschöpfung im guten Maß ist, ohne noch weiter anziehen zu können. In der letzten Runde versuche ich keinen mehr überholen zu lassen, muss aber doch noch zwei Läufer ziehen lassen. Tradition bedeutet in Aachen auch, sich einen wilden Endspurt bis zum Markt zu liefern und so hat sich noch jedes Jahr jemand gefunden, der sich mit in die Laktatschlacht geworfen hat. Unten an der Großkölnstraße angekommen war das Motto niemanden mehr vorbei zu lassen. Einfacher gesagt als getan, denn ich höre genügend keuchende Kehlen hinter mir. Ich ziehe das Tempo an, wobei noch jemand schneller als ich ist, also raus aus dem runden Tritt, rein in den Spurt. Das Spiel beginnt, denn er hat das gleiche Ziel wie ich. Wie von Taranteln gestochen bahnen wir uns den Weg durch Überrundete und Mitstreiter. Kurz vor der Zielkurve ist mein Maximum erreicht und ich bekomme ihn nicht mehr. Egal, Spaß hat es gemacht und die Zeit passt mit 45:20min auch. Auf einer sehr abwechslungsreichen und profilierten Strecke, die in den nächsten Jahren ruhig mehr von Aachen zeigen könnte und somit zu einer normaleren Rundenanzahl zurückkehren könnte.
Schön zu sehen, wie viel Routine vom Veranstalter ausgestrahlt wird. Da passt alles. Nummernausgabe, Streckenabsperrungen und der heiße Eistee im Ziel. Dieses mal habe ich sogar einen Glühwein abgestaubt, den ich dann mit zittriger Hand zum Auto getragen habe. Freudig werde ich mein dieses Jahr richtig schickes Shirt beim Training zur Schau stellen, was im Preis mit drin ist und der Veranstaltung eigentlich immer ein super tolles Preis- und Leistungsverhältnis gibt.








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20 Dez 2009

Laufen im Schnee

Geschrieben von Simon um 12:17 Uhr

Trainiert man das ganze Jahr, stellt sich die Fragen, wo die Grenzen liegen. Das Radfahren ist recht natürlich durch den Straßenbelag bestimmt, es sei denn man fährt Mountainbike. Beim Laufen hört man verschiedenes. Der eine sagt, dass es bei 3°, danach schmerzen die Lungen. Der andere ist bis -15° unterwegs, allerdings nur, wenn der Untergrund fest ist. Bei Schnee soll man nur rutschen habe ich gehört.
Einerseits mögen die Grenzen bei jeder Person verschieden sein, aber mit der richtigen Vorbereitung und Ausstattung ist einiges möglich. Da wir eben zu zweit unterwegs waren, ist es also nicht nur eine subjektive Sicht der Dinge. Ich trainiere jetzt schon einige Jahre auch im Winter (mal mehr und mal weniger). Meist, weil der Silvesterlauf in Aachen in Kürze bevor steht. Bei den Temperaturen ging es auch schon einmal unter 0° und auch der Untergrund war nicht immer fest. Heute stellte uns das Wetter eine besondere Herausforderung. Knapp um -10° mit seit zwei Tagen verschneiten Wegen und viel Schnee von oben, war nicht klar, ob es eine gute Idee ist zu trainieren. Der Schnee von oben kam mir eher gelegen, da ich weiß, dass frischer Schnee recht griffig ist. Festgetretener Schnee der letzten Tage ist da eher schlechter zu laufen, da sich meist eine recht rutschige Schicht bildet. Die Temperatur war mir im Training auch unbekannt, aber ich glaube -6° habe ich auch schon mal überstanden. Bei der Kleidung trägt man hier wesentlich dicker auf, wobei man als Michelin-Männchen auch keinen Bewegungsspielraum mehr hätte.
Meine Kleidungswahl viel aus wie folgt:

  • Langes hautenges Shirt (Nike seamless)
  • Kurzes hautenges Shirt (Nike seamless)
  • Softshell Jacke
  • Mittellange Tight
  • Jogginghose
  • Laufsocken die etwas dicker sind
  • Buff Tuch für den Hals
  • Buff Tuch für Kopf und Ohren
  • Handschuhe
  • Normale Laufschuhe

Draußen an der Luft ging das Atmen erstaunlich gut. Hier hatte ich mehr Probleme erwartet. Der Untergrund war zwar griffig, allerdings verliert man schon recht viel Energie, da das Abstoßen nicht so gut geht. Die Wege im Park waren zwar vom Schnee etwas höher bedeckt, aber in Köln dann auch nicht mehr als 5cm tief. Glatt war es eigentlich nur bei Übergängen an Straßen. Der Wind wehte zwar mächtig um die Nasenspitze, war aber auch zu ertragen, obwohl der Schnee dazu schon mehr etwas für Unerfrohrene ist. Eine gute Portion Creme für Gesicht und Lippen schützt dabei die Haut recht gut.
Bei dem Wetter sollte man nicht unbedingt für Intervalltrainings oder Hochgeschwindigkeitssprints vor die Tür gehen, aber ein normales Training ist gut möglich. Die Waden werden entsprechend trainiert, da sie auf dem Untergrund mehr Arbeit verrichten müssen. Ich denke der Trainingseffekt ist nicht riesig, sollte aber helfen die Witterungsbedingungen ohne Leistungseinbruch zu überstehen.
Die Sicherheit sollte bei dem Wetter nicht vergessen werden. Ich habe beim Laufen immer Geld dabei, um notfalls Verpflegung oder ein Taxi bezahlen zu können. Zu leicht kann man sich verletzen oder außer Kraft sein. Irgendetwas über seine Person ist auch nicht schlecht bei sich zu tragen. Sollte es einmal zum Worst Case kommen, wissen die Rettungskräfte wenigstens, wer da gerade im Rettungswagen davongefahren wird. In der Stadt noch recht unkritisch, sollte man in wenig besuchten Gegenden ein Handy mitnehmen. Bei Pearl findet sich ein Handy im Kreditkartenformat für unter 20€, was bestückt mit einer PrePaid-Karte viel Sicherheit zum kleinen Preis bietet.
Zwei Jahre ist es her, dass ich in einer unbekannten Gegend joggen war. Bekleidet mit langem Nike Seamless und einem normalen Shirt ging es bei 2° nach draußen. Die Pfade für Walker waren ausgeschildert und klangen mit 8km nach einer schönen Strecke. Unwissend zog mich die Strecke in die Weinberge, ohne oben gut ausgeschildert zu sein. Oben am Berg verließ mich dann auch die Koordination, Kraft und Hoffnung den kompletten Weg zu absolvieren. Was tun? Die Kälte steigt auf, niemand in der Nähe und vermutlich 4km vom wärmenden Haus entfernt. Wie schön wäre es gewesen zur nächsten Straße zu gehen, jemanden anzurufen und abgeholt zu werden. Nicht auszudenken, wenn ich mich da oben verletzt hätte. Nach einem weiteren Kilometer traf ich wieder auf Personen, die mir wieder die Richtung vorgaben. Auf einer Landstraße ohne Fußgängerweg schlug ich mich dann die letzten Kilometer zwischen Feldern in Richtung des Ortes. Eine Lektion fürs Leben. Deswegen: nicht leichtsinnig bei dem Wetter über Grenzen gehen, sondern unter dem Limit bleiben und auch für die notwendige Sicherheit sorgen.

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11 Dez 2009

Triathlon Motivation

Geschrieben von Simon um 21:21 Uhr

Ein wirklich toller Eindruck, wie ein Triathlon ist.

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