Autoren-Archiv

18 Jul 2009

Sport Sport Sport

Geschrieben von um 10:51 Uhr

Sport Sport Sport oder auch Schwimmen Radfahren Laufen, denn das bestimmt gerade aktuell meinen Trainingsplan. Noch 6 Wochen bis zum ersten Triathlon, noch 78 Tage bis zum nächsten Marathon in Köln. Nachdem im Sommer alle Bäder meinen eine Pause einlegen zu müssen und meine 50er Karte für Bonner Bäder ungenutzt in der Schublade liegt, waren die zwischenzeitlichen Schwimmversuche mehr als kläglich. In Baesweiler beim Familienbaden gefühlte 17m bis zum Seil der Nichtschwimmer, im Aquana Würselen neben 17 jährigen Prollos beim Turmspringen Minenschwimmen machen. Dazu noch die Meldung, dass das Hallenbad in der Nähe auch mal eben über den Sommer zu macht. Freibäder sind keine in direkter Nähe und die gesehenen waren außer morgens nicht mehr zum Schwimmen geeignet.

Es musste sich etwas ändern. Also letzten Sonntag intensive Suche im Internet betrieben. Herausgekommen sind dabei drei Anfragen: zwei an Triathlonvereine in Köln und eine an einen Schwimmverein. Der TPSK Köln meldete sich schon am nächsten Tag und trainiert im gerade mal zwei Kilometer entfernten Bad in Nippes. Welch Wohltat, zu einer Uhrzeit, die auch mit normalen Arbeitszeiten gut zu erreichen ist. Nach meiner längsten je geschwommenen Trainingseinheit ging es dann in die Kneipe Nordlicht, wo man die Mitschwimmer gleich noch kennenlernen konnte. Ein wirklich nette Gemeinschaft, die ideale Trainingsbedingungen verspricht. Gestern ging es dann zum Freitagstraining, diesmal sogar mit Pull Buoy, der wirklich ein tolles Schwimmengefühl vermittelt und ein Training der Armarbeit erleichtert.

Nach drei Laufeinheiten an den vergangen Tagen steht heute eine weitere Premiere auf dem Plan. Schwimmen im 50m Becken  am Leistungszentrum in Köln. Mal sehen ob die 50m helfen, mehr Ruhe in den Schwimmstil zu bekommen oder ob die Arme bereits nach 30m am Boden hängen. Schnell bin ich noch nicht, aber die Wasserlage bessert sich merklich. Um das Training zu vervollständigen geht es mit dem Rad nach Müngersdorf, um danach noch zum Laufen mit meiner Laufpartnerin verabredet zu sein. Morgen früh steht dann meine erste RTF (Radtourenfahrt) auf dem Plan. Während der Rest die 115km in Angriff nimmt, will ich mich mit 73km + Anfahrt begnügen. Vom Köln Immendorf geht es in Richtung Eifel. Ich hoffe sehr, dass das Wetter mitspielt. Der Triathlonverein bietet 5-7 Trainingstermine die Woche, die ich sicherlich nicht alle wahrnehmen kann, aber die helfen ein sinnvolles Training aufzuziehen. Donnerstag gibt es die Möglichkeit gemeinsam im Fühlinger See zu schwimmen. Dafür schaue ich gerade, wo ich möglichst günstig einen Neoprenanzug herbekommen kann. Eigentlich war dieses Jahr noch ein neues Rennrad geplant, aber ein Triathlon-Anzug steht auch noch auf der Einkaufsliste. Neue Laufschuhe sollten nächsten Monat auch noch her. Solange man es nicht so extrem nimmt und nicht noch 10g am Rad einsparen will, ist man mit einer Grundausrüstung auch ganz gut dabei. Und wenn man die Sportsachen auch nutzt, dann lohnt es sich eben auch. Besser als mit 50 Jahren ein Rennrad für 3000€ in die Garage zu stellen, was man aufgrund von Bierbauch eh nicht nutzt. Davon wimmelt es gerade in eBay.

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18 Jul 2009

WordPress – dieser Luxus

Geschrieben von um 10:15 Uhr

Wenn ich etwas liebe, dann wenn etwas einfach funktioniert. Sowie ein iPod, ein Mac oder eben WordPress. Das Auto-Update ist das beste Feature seit Erfindung von PHP in diesem Bereich. Keine Update-Anleitungen, keine direkten händischen Patches, wie zu Mambo und Joomla Zeiten. Diesmal wollte es nicht direkt, liegt aber vermutlich an der Konfiguration bei All-Inkl.com, aber mit der Zeile “AddHandler php5-cgi .php” in der .htaccess Datei flutschte es dann, wie schon bei den letzten Malen. Fehlt eigentlich nur noch der vorherige Link zum kompletten Backup.zip inklusive Datenbank, aber das muss dann doch noch mein eigenes Script erledigen.
Bevor ich jetzt ein schlechtes Licht auf all-inkl.com werfe, will ich hier noch erwähnen, dass sich dieser in meiner Luxus-Sammlung mit einreihen darf. Ich sollte bald ein Jahr dort sein und bin so froh meinen Root-Server aufgegeben zu haben. Es läuft einfach, hatte bisher keine Aufälle, ist verdammt günstig und war am Anfang beim Support fix und gut. Wer also Webspace sucht, sollte dort mal vorbei schauen. Auf dem Sektor habe ich den Jahren davor einige schlechte Anbieter durch gehabt.

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01 Jul 2009

Trööööt und los gehts

Geschrieben von um 20:25 Uhr

Worum gehts? Intervalltraining. Diesmal aber nicht alleine auf der Runde im Park sondern veranstaltet von der Köln Marathon Veranstaltungs- und Werbe GmbH. Versorgt mit allem was der Läufer braucht und unter Anleitung eines Trainers der Kölner Ausdauer- und Laufschule.
Aufgeteilt in drei Gruppen konnte ich die Mittagshitze verfliegen lassen, denn ich konnte mich in Ruhe in der dritten Gruppe einreihen. Erst einmal aufwärmen, was sicherlich nicht verkehrt ist, aber mir gezeigt hat, dass mir diese Art nicht gefällt.
Lockerungsübungen ok, aber gezwungen lustig geht auf Dauer nicht gut. Die Sambagruppen im Hintergrund haben aber den Rest erledigt und doch für richtig gute Laune gesorgt. Am Ende der Aufwärmphase kam dann noch Sabrina Mockenhaupt und machte ein paar Übungen. Wenn man sich so ihre Zeiten anschaut, kann man glatt zu heulen beginnen. Ich werde wohl noch ein paar Trainingseinheiten absolvieren müssen und trotzdem nicht in die Nähe dieser Zeiten kommen.
Dann ging es los, eine Fanfare leutete die ersten 3 Minuten ein, die auf der 400m Bahn im Stadion unter Begleitung der Sambagruppe gleich richtig gut verliefen. Erst mal im richtigen Pulsbereich konnte man das Tempo gut halten. Da ich bisher nie eine so reglementierte Trainingseinheit gelaufen bin, war es schwer abzuschätzen, welches Tempo man gehen sollte. Aber die 3 Minuten gingen jeweils recht voll und reichten für ca. zwei Runden. Dazwischen dann eine gemütliche Gehpause, um insgesamt fünf heftige 3min Intervalle zu haben. Das hat schon gut gefetzt und ging erstaunlich gleichmäßig. Nach dem vierten Intervall habe ich dann aber schon die Muskeln gespürt und werde gleich dem Oberschenkel noch eine Dehneinheit zu gute kommen lassen.
Vielen Dank an die nette Organisation und die tolle Veranstaltung. Am ich glaube 17.08. findet die nächste Einheit statt.

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28 Jun 2009

Die Halde ruuuuft

Geschrieben von um 22:01 Uhr

Ein Berg ist es ja nicht, aber die Halde in Baesweiler hat es in sich. Für einen Flachlandläufer wie mich, zieht sich die Steigung nach 3,5km in schwindelerregende Höhen. Okay übertrieben, aber der Puls spielt sich in diesen Höhen ab. Vom letzten Jahr vorgewarnt ließ ich es diesmal vom Start weg ruhiger angehen. Dies beherzigten nicht alle, aber ich wusste, dass man viele ein zweites Mal sehen wird. Also einmal rum und die Halde und dann stand es bevor. Erst hoch am Carl-Alex-Park vorbei geht es dann auf den steinigen Aufstieg. Dieses Jahr wegen der Hitze zum Glück mit einer Wasserstation oben auf der Halde. Letztes Jahr ging es mir dort wirklich nicht besonders. Nach vielen Zielen der letzten Läufe ging es heute darum die Halde zu bezwingen. Um es kurz zu machen: Ziel geschafft und viele das zweite Mal gegrüßt. So richtig weit ging es aber nicht nach vorne, denn es waren mal wieder einige sehr gute Läufer und Läuferinnen unterwegs. Die Halde runter ging es dann mit vollem Tempo, um schließlich in der Baesweiler City zu landen. Aus diesem Grund schätze ich den Lauf auch sehr besonders, denn für so einen kleinen Lauf sind die Zuschauerzahlen riesig und die Zuschauer sehr familiär. Der Lauftreff Baesweiler ist mit einer unglaublichen Anzahl an Helfern an der Strecke und so läuft der Lauf reibungslos ab. Die Warnung vor der Wärme wurde mehrfach ausgesprochen und so habe ich auch darauf geachtet. Trotzdem zerrte die Wärme an allen Läufern und es hätte gerne ein klein wenig kälter sein dürfen.

In Baesweiler Zentrum hatte der Lauf seinen Höhepunkt und nach dem Reyplatz waren es nur noch etwas über 1000m. Da war er dann, der kurze Einbruch. Die zweitplatzierte Läufern zog nach mehreren Wechseln an mir vorbei und ich hängte mich an die Fersen. Das klappte zum Glück, wobei unsere Pace nicht mehr wirklich hoch war. Dort ging es dann auf die letzten Meter, die am Ende einen Serpentinenpfad haben. Wirklich schön und mit so vielen Zuschauern versehen, dass man einfach zum Endspurt ansetzen muss. Die Läuferin lies ich hinter mir, schaffte es aber nicht mehr an den Läufer vor mir heran zu kommen. Die Uhr zeigte 47min an und eigentlich wäre die Zeit schon enttäuschend, wenn der Lauf nicht jedes Jahr so hart wäre. Die Stimmung des Laufes ist aber der eigentliche Reiz. Leider sind die Starterzahlen nicht sehr hoch gewesen, was ich schade für so einen reizvollen Lauf finde. So eine normale 10km Runde gibt es überall, aber Baesweiler setzt hier doch einen sehr interessanten Akzent. Ich wünsche dem wirklich sehr motivierten Team in den nächsten Jahren höhere Teilnehmerzahlen, denn der Lauf hat es verdient.

Das Fazit für mich ist zweigespalten. Ich habe die Halde bezwungen und 4:30min im Vergleich zum Vorjahr draufgepackt. Das ist schon mal eine Hausmarke. Mit Platz 32 darf ich wohl bei weiteren Steigungen wirklich die Siegerehrungen der Altersklassen mit verfolgen. Die Halde hat mich trotzdem viele Pulspunkte gekostet und so habe ich die Verpflegungsstation gehend genossen. Hier wären also sicherlich noch ein paar Sekunden drin gewesen. War zwar nicht so hart wie der Unilauf, aber anfangs nicht ganz rund.

Keep on running und so geht es am Mittwoch dank eines netten Tipps zum Intervalltraining mit Sambabegleitung in Köln auf die Ostkampfbahn. …mehr

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21 Jun 2009

Halbmarathon in Aachen

Geschrieben von um 16:21 Uhr

Anspruchsvoll, aber geil. Ich – eingeschränkt; Partnerin – könnte ich mir gut vorstellen; aber gemeint war der Halbmarathon in Aachen. Wenn ich an schöne Läufe zurückdenke, gehört der Lauf im letzten Jahr auf jeden Fall dazu. Schönstes Wetter, eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Strecke und ein richtig guter Tag.

Dieses Jahr hatten sich zwei Sachen geändert, die Strecke war modifiziert und das Wetter war scheiße. Auf den Lauf hatte ich mich aber bereits seit Wochen gefreut. Nach etlichen 10km Läufen, die mittlerweile etwas besser klappen, ist Halbmarathon immer noch meine Lieblingsdisziplin. Gestern schon bei meinem Vater in Alsdorf einquartiert, konnte ich es heute morgen relativ entspannend angehen lassen. Gestern nicht mehr zum Einkaufen gekommen, gab es kein helles Toast und keinen Honig. Vollkorntoast, Cola und Knoppers anstelle von professioneller Nahrung stellten zum Glück keine Probleme dar.

Früh genug in Aachen eingetroffen holte ich meine Startnummer und brachte den unbenötigten Rest zum Auto zurück. Bei der Rückkehr hatte ich die Anzahl der Läufer vervielfacht. Also ein paar Meter warmlaufen und dann noch was Nervosität für den Start sammeln. Im Startbereich traf ich dann noch einen Schulkameraden, der hoffentlich ein paar gute Bilder geschossen hat.

Der OB auf der Bühne verkündete gutes Wetter für den Lauf, was die dunklen Wolken hinter ihm nicht so recht glauben wollten. Sehr positiv war das Anreichen von Wasser, was die meisten Läufe verwähren. Ein dank an den Sponsor, denn an Wasserstellen waren wir super versorgt. Ich stellte mich nicht ganz nach vorne, um den Top-Läufern etwas Platz zu lassen. Ein Fehler, denn so weit dachten nicht sehr viele Läufer und so trotteten einige die ersten Metern an. Also ein paar Sekunden gelassen, bis ich in einem Startspurt in einen angenehmeren Bereich der Läufer vordrang. Und da fing er auch schon an. Der Regen kam und nahm keine Rücksicht auf Wahlversprechen. Nicht ein Tröpfelregen, sondern eine richtige Dusche, die mich durch und durch nass machte. Eine kleine Runde, um dann auf einer ähnlichen Strecke, wie letztes Jahr zu landen. Somit ging es dann knapp am Lousberg vorbei, was man an den Höhenmetern merkte, die aber richtig gut gingen. Es sollte wesentlich besser laufen, als am Mittwoch und Berg runter konnte ich in einen richtigen Spurtschritt wählen. Pulsbereiche waren ok und schon kam der nächste Schauer, der richtige Sturzbäche über die Straße schickte. Ganz besonders tolle Stimmung gibt es am Ende des ersten Abstieges, wo trotz des schlechten Wetters wieder etliche Familien standen, die den Läufern zujubelten. Insgesamt nicht ganz so viele Zuschauer wie letztes Jahr, verbreiteten sie trotzdem eine tolle Stimmung. Im letzten Jahr direkt in der Soers gelandet, gab es für dieses Jahr noch ein Zuckerstückchen. Es ging durch das Reitgelände und sogar Stadion, was vermutlich nicht so viele wussten. Dort gab es schon die gefühlte vierte Wasserstation und einige Läufer von meinem schnellen Bergabschnitt holten auf. Erschrocken lief ich kurzzeitig einen Schnitt von 4min pro Kilometer, der selten über 5min ging. In der Soers gibt es dann noch ein richtig steiles Stück für das ich mich zwischenzeitlich etwas ausgeruht hatte. Oben angekommen geht es dann erst mal ein gutes Stück runter, wobei die Schleife über den Markt dieses Jahr ausgelassen wurde. Aufgrund der vielen Wechsel zwischen Stadt, grün, rauf und runter macht die Strecke mächtig Spaß. Mein Tempo war immer noch gut und Berg runter nach dem Lousberg konnte ich wieder zu etlichen Läufern aufschließen. Am Tivoli war dann ein kleines Tief da, was sich aber nicht sehr kritisch äußerte. Etwas langsamer war auch ok, denn ich wusste um den erneuten Aufstieg. Die Zeit hatte ich nie in Augen und auch der Pulswert zeigte normale Werte, die ich aber nicht intensiv verfolgte. Auf den graden Stücken schluckten mich wieder einige Läufer, wie z.B. die zweitplatzierte Frau, die aufgrund meines hohen Berg ab und auf Tempos mal vor und mal hinter mir lag. Kraft war auch nach dem letzten Anstieg immer noch da und so konnte ich wieder zurück in der City nochmal mit aufs Tempo drücken. Ein Läufer überholte mich und ich konnte ihn bis zur Zielgeraden im Auge behalten, aber nicht mehr vorbei ziehen. In Höhe des Ponttors schaute ich auf die Uhr und die sah verdammt gut aus. Schließlich war der Markt nicht mehr weit. Im letzten Jahr war ich da bereits am Ende meiner Kräfte und schleppte mich noch mit einem Krampf knapp ins Ziel. Dieses Jahr war ich da noch sehr fit, was wohl auch der Marathonkondition zu verdanken ist.

Mit irgendwas um die 1:33h stoppte ich die Uhr und war super happy. Gleichzeitig aber von oben bis unten pitsch nass, was dazu führte, dass ich nicht lange im Zielbereich verharren konnte. Auf dem Weg zum Auto wurde es noch recht frisch, da es auch gerade wieder nieselte und die Sonne es nicht gut mit uns meinte. Am Auto in trockene Klamotten geschlüpft dann schnell nach hause unter die echte Dusche.

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21 Jun 2009

Unilauf

Geschrieben von um 14:49 Uhr

Mitten in der Woche ging es diesmal etwas früher nach Hause. Der Unilauf rief, 10km aufgeteilt in vier Runden um den Aachener Weiher. Da ich gerne nüchtern laufe (sowohl vom Magen, als auch vom Alkoholgehalt) liegt dieser Lauf mit einer Startzeit von 18.30 Uhr nicht sehr optimal. Die Ernährung war also nicht ganz einfach. Kurz beim Bäcker eingedeckt, ging es dann nach einer kleinen Erholung mit dem Fahrrad die 5km zum Aachener Weiher.

Der Start kam recht flott wieder und ich hatte mich für den Toplauf gemeldet, der auf 50min Zielzeit begrenzt war. Eine gute Idee wie sich zeigen sollte, denn beim Fitnesslauf war die Strecke hoffnungslos überfüllt. Am Start erst mal um die langsamen Starter gezogen und da war es schon. Das Gefühl, dass heute kein  Lauftag ist. Falsch ernährt, einfach schlechten Tag, keine Ahnung, aber nach 500m war mir klar, dass es verdammt hart wird. Zu bezwingen gab es in jeder Runde zwei Anstiege, die sogar mit einer Bergwertung geführt wurden. Trotzdem ich während des ganzen Rennens beißen musste, ging es vom Tempo noch ganz gut. Aber der Druck unter der Sohle fehlte und kleine Zwischenbeschleunigungen waren einfach nicht drin. Bei mir spielte wenigstens der Puls mit, was mich den Lauf auch aus diesem Grund nicht abbrechen lies. Das Feld war schnell, verdammt schnell, denn ich lief irgendwo im Mittelfeld, während der Sprecher am Ziel bei einer Zwischenrunde eine Zielzeit von knapp unter 50min für die aktuellen Läufer verkündete. Arschloch, denn ich lag locker im 45min Schnitt und 5min auf 10km sind schon eine andere Ecke. Die Runden vergingen langsam und meine Kondition über lange Strecken zahlte sich aus, ohne hinten raus aber noch mal dran ziehen zu können. Ein kurzer Endspurt und es war wenigstens geschafft. Um die 45min, nicht glücklich, keine Endorphine, aber dafür gab es ja noch den Halbmarathon am Sonntag.

Letztes Jahr hatte ich den Lauf ausgelassen und nächstes Jahr müsste mich schon jemand motivieren, diesen wieder mit den Plan aufzunehmen.

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05 Jun 2009

Es musste soweit kommen

Geschrieben von um 20:52 Uhr

Gerade noch vor der Dunkelheit von einer Radtour nach Worringen zurück gekommen. 40km gut Tempo gemacht und dann passiert es. In allen Berichten darüber gelesen.
Ich halte an der Ampel an, will aus dem Klickpedal – und – hänge – hänge – schräger – schräger – Hallo Grasnabe.

Gehöre wohl jetzt endgültig zum Club dazu. Zum Glück nicht hart gefallen und ansonsten auf der B9 von Worringen bis zu meiner Haustür nur etwas über eine halbe Stunde gebraucht. Schöne lange Landstraßen, wo man es zu zweit wirklich gut laufen lassen kann.
Teilweise habe ich den Windschatten dankend angenommen. Morgen eine kleine Runde laufen und dann am Sonntag noch mal eine weiter Runde drehen.
Mein Sportpensum kommt wieder in Fahrt.

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21 Mai 2009

Kölner Nachtlauf

Geschrieben von um 8:37 Uhr

Diesmal Mittwoch, nur drei Tage nach dem letzten Wettkampf steht der nächste Lauf auf dem Programm. Dem Kölner Nachtlauf eilt sein guter Ruf voraus, dem auch der Veranstalter ASV in nichts nachsteht.

Nach dem Arbeitstag nach hause und kurz etwas essen und ausruhen. Der Lauf startete um 21.15 Uhr, wobei die Unterlagen bis 20.30 Uhr abgeholt sein sollten. Also nicht allzu lange warten und ab in die S11 Richtung Köln Deutz. Am Tanzbrunnen empfing mich dann bereits eine Masse an Läufern, wobei die aufgestellten Orientierungsschilder vorbildlich waren. Man merkt, dass dieser Lauf nicht zum ersten Mal veranstaltet wurde.

Also Unterlagen besorgt, kurz umgezogen und mit Forerunner verkabelt. Tasche dann auf der Bühne abgegeben und etwas warmgelaufen. Natürlich noch viel zu früh, aber bei 10km muss man nicht so stark mit den Kräften haushalten. 3000 Läufer sollten am Start stehen und da es keine Startblocks gab, füllte sich die Startkurve im Tanzbrunnen bereits sehr früh. Da ich schon gerne auf Tempo laufen wollte, reihte ich mich einigermaßen weit vorne ein ohne in direkter Nähe zu den Spitzenläufern zu sein. Sehr gut, jetzt nur noch 25min auf der Stelle stehen, bis es losgeht. Die Stimmung im Feld war gut und aufgrund der vielen Freizeitläufer war auch die Stimmung hervorragend.

Klatschend wird runtergezählt: 10 – 9 – 8 – 7 – 6 – 5 – 4 – 3 – 2 – 1, angehen, stehen, anlaufen, stehen, Startlinie und los gehts. Uff, alles voll und keine Möglichkeit Gas zu geben. Also im Zickzack und Höllentempo an den ersten Gruppen vorbei. Wieder stoppen, wieder Sprint und dann geht es endlich auf die Deutzer Rheinpromenade, wo ich in mein Lauftempo fallen kann. Der erste Kilometer mit 4:12 zeigt, wie viele Sprints ich gemacht haben muss. Zum Glück bin ich nicht weiter hinten gestartet, da ich ansonsten Ewigkeiten gebraucht hätte, um in mein Tempo zu kommen. Im Gegensatz zum Lauf am Sonntag waren genügend Läufer unterwegs, um immer Platzierungen gut zu machen und zu verlieren. Das motiviert und hält die Spannung bis zum Ende hoch. Weiter geht es Richtung Deutzer Brücke, ein paar Stufen hoch, über die Deutzer Brücke und schon biege ich vor dem Heumarkt ab Richtung Rheinpromenade. Die Stimmung ist gut und die Strecke von Zuschauern gesäumt. Die Hohenzollernbrücke kommt näher, wobei vorher noch etliche Stufen bezwungen werden müssen. Diese sprinte ich hoch und gewinne mal eben so 10 Plätze. Über die Brücke und auf der Deutzer Seite jetzt links hinter der Messe vorbei. Schon endet die erste Runde im Tanzbrunnen und 5km sind noch nie so schnell verflogen. Vom Tempo habe ich nicht alles riskiert und fühle mich super. Wo ich beim letzten 10km Lauf noch dachte: uff, weitere 5km schuften und den Puls auf dem Level halten, freute ich mich diesmal auf die nächste Runde. Mit noch mehr Elan ging es dann in einigen Kurven zum Rheinufer runter. Hier machte sich die gute Aufteilung der Kräfte bemerkbar, denn ich konnte einige Läufer schlucken. An den Steigungen machte ich wie immer die meisten Plätze gut und hatte mit ein paar Läufern eine schöne Abwechslung, da mich diese wieder auf den flachen Stücken einholten. An der Ecke zwischen Heumarkt und Rhein feuerte mich dann plötzlich meine Laufpartnerin und ihr Freund an, mit denen ich gar nicht gerechnet hatte. Da fühlte ich mich immer noch gut und konnte das Tempo etwas verschärfen. Nach der doch lockeren ersten Runde hatte ich eigentlich gar keine Bestzeit mehr im Auge, aber da ging noch was. Also am Rheinufer weiter Gas gegeben, die Treppen zum Museum Ludwig wieder hochgesprintet und wieder einige Läufer zurück gelassen. Auf der Hohenzollernbrücke dann weiter Gas gegeben und noch 2-3 Läufer geschluckt. Von hinten näherten sich ein paar Läufer mit höherem Tempo, das ich aber halten konnte. Unten auf der Deutzer Seite angekommen konnte ich sie weiter hinter mir halten und wusste, dass es nicht mehr weit bis zum Ziel ist. Weiter beschleunigt und die nächsten Läufer überholt. 10km Schild und da die Strecke 10,6km lang sein sollte wusste ich: jetzt kann ich alles geben. Beine in die Hand genommen und im halben Sprint Richtung Tanzbrunnen abgebogen. Vorbei an den nächsten Läufern kam das Ziel in Sichtweite. Mittlerweile im Sprint nahm einer der überholten Läufer noch mal Tempo auf, was ich aber mit Pulsfrequenz von 190 noch parierte.

Ziel: glücklich, unglaublich schnell (neue persönliche Bestzeit) und kaum erschöpft nahm ich mir etwas zu trinken und bediente mich dann am leckeren Obst. Mit einer Pace von 4:18 habe ich noch mal 10 Sekunden pro Kilometer auf die Zeit vom Osterlauf in Ofden draufgepackt. Der Lauf ging so schnell vorbei, dass ich hier gerne auch einen Halbmarathon gelaufen wäre. So viel Abwechslung durch Rheinpromenade, Brücken und Treppen haben es zu meinen schönsten Lauf im bisherigen Jahr gemacht.

Nach dem Lauf gönnte ich mir dann noch zwei Kölsch auf der After-Run Party und machte mich später auf den Weg Richtung Deutzer Bahnhof.

Fakten:

Rund 2500 Läufer in der Wertung.

Gesamtplatz: 98

Kilometer: 10,6

Zeit: 45:52

Pace: 4:18

Puls: 181/max. Puls: 190

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17 Mai 2009

Oswald Hirschfeld Lauf (Update)

Geschrieben von um 15:52 Uhr

Zum zweiten Mal stand ich beim OH-Lauf am Start. Letztes Jahr war schön warmes Wetter, die Sonne brannte und man war froh um jeden Tropfen Wasser. Früh aufgestanden hatte ich bei Dauerregen keine Lust meine Startnummer bereits morgens abzuholen. Der Lauf ist nur einen Kilometer von mir entfernt und deckt den Großteil meiner Hausrunde ab.

Der Regen wollte auch trotz Wartepause nicht aufhören, weswegen ich dann irgendwann doch die Wohnung verlassen musste. Nach langer Zeit mal wieder in Regenjacke joggte ich Richtung Veranstaltung. Startnummer abholen, befestigen und noch ein paar Minuten warten, bis es los geht. Dieses Jahr ohne Wartepause ging es auf eine neue Streckenführung mit Wendestelle. Ich liebe eher schön konstruierte Runden, wo hingegen wir 5km zurücklegten, um diese wieder zurückzulaufen. Für den Veranstalter einfacher, wirkt es nicht sonderlich kreativ. Ansonsten gab es wirklich nicht viel zu meckern.

Zuhause hatte ich nach meinem Forerunner geschaut, der nach der Radtour noch nicht aufgeladen war. Dumm gelaufen. Aber ohne Pulsinformation ist ein Lauf dann doch suboptimal. Also alte Polar rausgekramt und den Lauf ohne Zeitnahme nur nach Puls gelaufen.

3 – 2 – 1 und der Lauf geht los, so weit vorne bin ich selten gestartet, hatte mich aber gut einsortiert, da ich zwar etwas den Anschluss verlor, aber von hinten auch nur wenig passierte. Den Effekt hatte ich schon im letzten Jahr. Der Lauf ist nicht groß genug, um Bewegung im Feld zu haben. Hat man sein Tempo gefunden, so bleibt es ruhig. 3km passierte nichts, die Führungsgruppe mit ca. 30 Läufern zerfiel und die Dreiergruppe vor mir, war ca. 100m entfernt. Nicht viel näher, nicht viel weiter, aber zum Rankommen hätte ich an ein Limit gehen müssen. Das Limit war dieses Mal gut dosiert. Im Gegensatz zum 10 Kilometerlauf in Leverkusen kam keinerlei Einbruch. Der Puls blieb sehr stabil bei rund 183, was ca. 95% Maximalpuls ist und zeigt, wie sehr ich am Limit war. Nach 2km dann noch eine Überholung einer zu schnellen Zweiergruppe. Dranbleiben war nicht, also normales Tempo weiter. Nach 4km überholte ich dann selber noch eine Läuferin, die einen kleinen Einbruch hatte. Das war es dann auch im Prinzip schon für die nächsten 5km. Durch den Wendepunkt sah mal alle Läufer, aber eher wie eine weiter Perlenkette, anstatt in Pulks zu laufen.

Der Puls blieb stabil und so langsam wünschte ich mir dann auch das Ende entgegen. So nah am Limit ist es schon mehr Kampf als lockeres Laufen lassen. Beschleunigen war auch nicht drin, wobei ich auch wenig an Tempo verlor. Ein Läufer, der über 4km an den Fersen hing, lies an der Versorgungsstelle Zeit liegen, die ich nicht opfern wollte. Wasser gab es bereits genug. Von oben sowie von unten, da die Strecke zum Großteil über eine Art Wanderwege geht. 700m vor dem Ziel kam dann doch noch ein Läufer ran, dessen Tempo ich aber halten wollte. Klappte auch ganz gut, wobei sein Anzug 100m vor dem Ziel meinen Zusammenbruch bedeutete und ich ihn gehen lassen musste. Die 100m waren dann noch mal recht hart, aber auch nur 100m. Ziel – zu Luft kommen und natürlich wieder mal vergessen meine Zeit zu stoppen. 44 Minuten und 10 Sekunden zeigte die Anzeige, wobei es noch eine 43er Zeit sein sollte. Ergebnisse sind noch nicht raus, aber ich habe schon mal meine Run History aktualisiert.

Im Ziel angekommen wurde mir persönlich ein Becher überreicht. Wirklich sehr herzlich und familiär gab es Wasser, Salzstangen, Rosinen und Obst. Während ich noch im Gespräch war, wurde mir sogar noch Wasser nachgeschenkt. Ein Dank geht hier an die gute Veranstaltung und dessen Helfer.

Beim Anblick der Beine merkte ich, wie versaut ich war. Freitag war ja schon schlimm, aber die Beine waren vorne und hinten fast schwarz. Seltsamerweise waren nicht alle Läufer so versaut. Ob es nun für oder gegen meinen Laufstil spricht, möchte ich hier nicht genauer analysieren. Auf jeden Fall konnte ich zuhause erst mal wieder hinter mir herwischen und direkt die Waschmaschine anwerfen. In der dreht sich jetzt gerade mein 5€-Schein, den ich für Notfälle oder Essen mitgenommen hatte. Die waren doch wasserfest, oder? ODER?

Update
Nach einigen Tagen ist es auch dann soweit. Die Ergebnisse des Laufs sind da und scheinen sogar zu stimmen.
Fakten:

  • Platz 29 von 154 Startern
  • Zeit: 43 Minuten und 53 Sekunden
  • Leider keinen Forerunner dabei gehabt und somit keine Pulsaufzeichnung
  • 5€-Schein ist wasserfest, getrocknet und auch erfolgreich wieder ausgegeben

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15 Mai 2009

Rain Run

Geschrieben von um 20:13 Uhr

Sonntag steht ein 10km Wettkampf an. Somit noch mal eine Tempoeinheit einschieben. Regen – naja, als man noch zuhause war. Regen – naja, muss halt, als man sich umzog. Regen – yeah, let’s rock it, als man loslief.

Abenteuerspielplatz für Erwachsene. Dreck – egal, Pfützen – was solls, Tempo zählt.

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