- Du beim ersten Date einen Long-Jogg vorschlägst um den Trainingsplan einzuhalten.
- Du so viel isst, dass Deine Freunde glauben, Du hättest eine Esstörung.
- Du mehr Leggins als deine Mutter besitzt.
- Du 10 Stunden in der Nacht schläfst und trotzdem einen einstündigen Mittagsschlaf brauchst.
- Du selbst auf der Autobahn im Stau 10m Abstand zum Vordermann hältst.
- Es Dir schwer fällt mit Rennradlern eine Ausfahrt zu machen, weil Sie entweder zu schnell fahren oder nicht weit genug.
- Du absolut ungenießbar und launisch an Ruhetagen bist und zum Monster in der Taper-Phase wirst.
- Du Dich unwohl fühlst, wenn Du nicht mindestens 2x am Tag trainierst.
- Du alle Kollegen damit nervst, auch nur ein Stockwerk mit dem Lift fahren zu wollen, weil Du Deine Beine schonen willst.
- Du, sobald du irgendwo warten musst, damit beginnst, Deine Beine und Arme zu dehnen.
- Morgens um 6:30 Uhr 3km zu schwimmen für Dich ein guter Start in den Tag ist.
- Leute Dich fragen wie oft Du in der Woche trainierst und es für Dich ganz normal ist mit “8-10x” zu antworten.
- Dein Rad-Tacho im Jahr mehr km drauf hat als Dein Auto.
- Du Dir eine 12stündige Übertragung eines Ironman ansehen kannst ohne dass Dir fad wird.
- Du dich bei der Wahl “Gratis Rolex” oder “Gratis Suunto T6″ für die billige Plastikuhr entscheidest.
- Dein Rad mehr gekostet hat als Dein Auto.
- Dir Deine langen Trainingseinheiten am Wochenende wichtiger sind als sich mit Freunden zu besaufen.
- Du Doch mal fortgehst, du den ganzen Abend nur ans Training denken kannst.
- Du mehr Wasserflaschen als Gläser zu Hause hast.
- Du keine Urlaube, sondern nur mehr Trainingslager machst.
- Du Wochenumfänge kleiner 10 Stunden als Erholung bezeichnest.
- Dein Badetuch nie trocken ist.
- Dir jemand einen Becher Wasser gibt und Du ihn instinktiv über Deinen Kopf schütten willst.
- Du deine iPod-Playlisten nach Schritt- und Trittfrequenz organisierst.
- Du auf die Frage nach deinem Alter mit M25 antwortest.
- Deine Vorstellung von einem tollen Geburtstag darin besteht, mit deinen Freunden die Anzahl deiner Jahre in Kilometern zu laufen.
- Du versuchst, Mädels mit deiner Kilometerzeit zu beeindrucken.
- Deine Trainingseinheiten dadurch begrenzt sind, wie viel Zeit du hast, und nicht wie weit du zu laufen imstande wärst.
- Du frühmorgens aufwachst, und dein erster Gedanke ist: Wie hoch ist mein Ruhepuls?
- Du trotz eines Gewitters 2 Stunden Laufen gehst, und es richtig geniesst, schön nass und dreckig zu werden.
- Du denkst, ein Ironman wäre einfacher als ein Marathon, weil man da nicht so schnell loslaufen muss.
- Du ein Auto mit Automatik mietest, um zu einem Ironman zu fahren. Du besitzt zwar ein Auto mit Handschaltung, aber weder du noch dein Freund werden in der Lage sein, damit nach Hause zu fahren.
- Du es natürlich empfindest, dein “Geschäft” hinter einem Baum im Wald zu verrichten.
- Dir keiner mehr glaubt, wenn du “Nie wieder” sagst.
- Du an einem 10-km Lauf teilnimmst, um deine “Grundschnelligkeit” zu verbessern.
- Du nach einem 5-km Lauf noch 5 km auslaufen gehst, um dein Tun wenigstens halbwegs als Trainingseinheit bezeichnet zu haben.
- Du Arbeit als Regenerationszeit zwischen den Einheiten betrachtest.
- Dich deine Arbeitskollegen nicht fragen, ob du am Wochenende trainieren gehst, sondern wie oft und wie weit.
- Du beim Autofahren immer eine Wasserflasche dabei hast.
- Du im Urlaub, wo andere die Sau rauslassen, um 22.00 h ins Bett gehst, weil morgen eine lange Einheit gefahren wird.
- Du auswendig weißt, wie viele Proteine ein Energieriegel enthält.
- Du dir ernsthaft überlegst, deine Staatsbürgerschaft aufzugeben, um bei den Olympischen Spielen für Tonga, Jemen, oder Tschad im Triathlon an den Start zu gehen.
- Die Leute dich dafür loben, dass du 15 km am Stück durchlaufen kannst, und du das als Beleidigung ansiehst.
- Du die Schäferstündchen auf Belastungstage legst und an Grundlagentagen Migräne vortäuscht.
- Deine Beine im Sommer besser rasiert sind als die deiner Freundin.
- Sich deine Frau keine Sorgen macht, wenn du bereits vor 2 Stunden laufen gegangen bist.
- Du ein Foto für eine Bewerbung brauchst und nur Wettkampffotos besitzt.
- Deine Hauptfeindbilder nicht Finanzamt und Terroristen sind, sondern Nordic Walker und Hunde.
- Du die Finisher T-Shirts von Volksläufen beim Radservice zum Kettenputzen verwendest.
- Du mit Deinem Fahrrad eine freundschaftliche Beziehung hast, mit ihm redest und es nach Wettkämpfen oder guten Trainings streichelst.
- Du alle Wege in die Stadt mit dem Mountainbike als zusätzliche Trainingskilometer erledigst.
- Deine Schmutzwäsche zu 90% aus Trainingsbekleidung besteht.
- Du Chlorgeruch liebst und kribbelig wirst, wenn Du es irgendwo riechst und nicht schwimmen kannst.
- Dein Badezimmer nach Neoprenanzug riecht (weil er dort hängt, damit er keine Falten und Risse bekommt).
- Du den schnelleren Schwimmern auf der Nebenbahn Doping unterstellst. Auch wenn es sich um die Kindergruppe des örtlichen Schwimmvereins handelt.
- Du der Meinung bist, dass auch Männer Slips und Tops tragen können.
Archiv » August, 2010 «
15 Aug 2010
Du bist Triathlon, wenn
Geschrieben von Simon um 11:00 Uhr
05 Aug 2010
Wasserlage
Geschrieben von Simon um 13:49 Uhr
Mein erster Triathlon-Liga-Wettkampf in Hennef war bitter. Zumindest auf das Schwimmen bezogen. Bei zu warmen Temperaturen gab es Neoprenanzug-Verbot und ich durfte im Einteiler im Freiwasser meine 1500m hinter mich bringen. Das Ergebnis war, dass in meiner Startgruppe noch drei Starter hinter mir waren. Viel Zeit und Kraft waren auf der Strecke liegen geblieben. Ich hatte mein Tempo geschwommen, aber das war weder schnell noch besonders kraftschonend.
Im Neoprenanzug hätte das Ergebnis vermutlich nicht so viel anders ausgesehen, aber ich denke doch, dass es nicht so dramatisch ausgefallen wäre. Was ist Schuld? Im letzten Winter lag der Fokus doch schon auf dem Schwimmen und ich habe das Training recht konstant durchgezogen (ohne nun wirklich sehr intensiv daran zu arbeiten).
Ich denke meine Wasserlage ist für den …, vermutlich eher gegen jenen, denn mit Poolbuoy habe ich eine einigermaßen gute Wasserlage, in ich mich schnell und auf längere Distanzen kraftschonend bewegen kann. Längere und schnellere Einheiten ohne dieses Hilfsmittel arten eher in Krampf und Kampf aus. Entsprechend wenig Spaß macht es so seine Bahnen zurück zu legen.
Was fehlt?
Gezieltes Techniktraining für die Wasserlage. Meine Fortschritte waren nach dem Winter kaum noch messbar und sind nach trainingsfreien Intervallen sogar rückschrittig gewesen (gemessen an anderen Trainingspartnern). Leider gibt es im Moment keinen Schwimmtrainer, was das Training nach festen Bahnen und Zeiten nicht besser macht. Man erfüllt seine Pflicht, aber die Zweifel mehren sich, dass ich damit höchstens meine Fitness verbessere, aber nie größere Leistungssprünge hinlegen kann, die bei einer eigentlich neuen Sportart drin sein müssten.
Lösung
Back to the basics. Lesen, lernen, überlegen, ausprobieren, üben, üben, üben. Ich denke der Ausgang sind Schwebeübungen in Kombination mit Gleiten und Gleichgewichtsübungen. Dazu vielleicht gezieltes Rumpftraining. Beim letzten großen Rundschlag habe ich erst viel über Technik gelesen und mir daraus eine Meinung gebildet, die ich dann durchgezogen habe. Das Ergebnis war deutlich sichtbar, stagniert seit dem aber auf diesem Level. Am meisten geholfen hat mir damals das Buch Total Immersion, welches ich aber nicht genau genug in den Basics durchgearbeitet habe. Man konnte ja schwimmen und die Wasserlage kommt schon noch durch die Übung und die paar Ratschläge. Kommt sie nicht, zumindest nicht in Gänze.
Es kommt, wie es kommen musste, das Hallenbad ist jetzt auch im Verein in den Ferien zu und Freibäder etliche Kilometer entfernt, sodass eine einfache Kombination in den schon zu vollen Alltag unmöglich ist. Ich versuche zumindest einmal wöchentlich im Fühlinger See eine gute Strecke zu absolvieren, allerdings eignet sich das Freiwasser nicht für Technikübungen, erst recht nicht, da man in der Gruppe schwimmt.
Somit wird es wohl noch zu einem wöchentlichen Besuch im neuen Ossendorf Bad kommen. Hoffentlich nicht dauerhaft alleine, da Feedback sehr hilfreich ist und noch ein Kameramann/-frau für meine Kodak Playsport gesucht wird, die genaueren Aufschluss über meine Wasserlage unter Wasser bringen soll.
Folgend noch etwas Lektüre, für alle die selber die nächste Leistungsstufe erklimmen wollen:
02 Aug 2010
Merida Warp 5
Geschrieben von Simon um 21:22 Uhr
Meine weißte Göttin (ja, das Rad) hat nun ein paar Monate hinter sich. Zeit ein Fazit zu ziehen und auch anderen zu berichten, was sich seitdem geändert hat.
Im Winter gekauft, konnte ich mein Merida Warp 5 mit mächtig viel Rabatten einkaufen und habe somit zwar nur einen Aluminium Rahmen, aber ansonsten eine Ultegra-Schaltung, mit vielen FSA-Teilen und DT-Swiss Räder für ein niedriger Budget bekommen. Das Rad ist trotzdem nicht super schwer, wobei ich es nie genau gewogen habe.
Warum überhaupt das Triathlon-Rad, wenn man ein Rennrad hat?
Mein halbwegs altes Rennrad sollte für Wettkämpfe durch etwas Neues und Schnelleres ersetzt werden. Am Anfang wollte ich einen Zwitter aus Rennrad und Triathlon-Rad, also ein Rennrad, welches mit Auflieger und eventuell geänderter Sattelstütze eine tiefere Position ermöglicht. Bei der Suche traf ich dann auf das Angebot des Meridas und bin dann auch kurz später zur Besichtigung gefahren.
Vor Ort sah ich es dann zum ersten Mal. Wirklich schick, Triathlon-Geometrie, sinnvolle Zusammenstellung der Komponenten und zu groß. Am Telefon auf eine 56er Rahmenhöhe gesetzt, war die viel zu hoch. Zum Glück war ich nur zur Ansicht da und hatte noch kein Rad vorbestellt. Dafür wollte ich dann ein zweites Mal als Sitzriese vorbeischauen und meinen 53er Rahmen abholen. Es passte ganz in das Auto und sollte dann eine ganz besondere erste Ausfahrt genießen. Die Farbe weiß zieht sich vom Rahmen bis hin zu der Bereifung und so ist schlechter Wetter ein echter Spielverderber. Ich hatte auf einen trockenen Herbsttag gehofft, wobei das Rad eh erst für die nächste Saison gedacht war. Der trockene Herbsttag kam nicht mehr und so verbrachte das Rad etliche Wochen im Flur. Ja, nicht im Keller, denn es ist einfach schön anzusehen und machte Spaß auf mehr.
Die erste Ausfahrt stellte ich mir schwierig vor. Schon ein Rennrad ist recht instabil, wie soll es da liegend auf einem Vorbau werden. Dann war es soweit, der lange Winter war vorbei und das Wetter wurde besser. Also ab aufs Rad und ich war begeistert. Es rannte nach vorne, wollte schneller bewegt werden und kam einfach gut in Fahrt. Kein Vergleich zu meinem einfachen Rennrad. Hier merkte man meiner Meinung nach die hochwertigeren Komponenten, wie Schaltung und Räder.
Die tiefe Haltung klappte auch besser als erwartet und war nach wenigen Ausfahrten schon Normalität. Bisher habe ich zwar schon einige Veränderungen an der Sitzposition vorgenommen, aber sehr unbequem wurde es nie wirklich. Hier braucht man also keinen riesigen Respekt haben.
Nach ein paar Wettkämpfen und einigen Ausfahrten, möchte ich das Rad nicht mehr missen. Es macht einfach Spaß und gerade Ausfahrten alleine im Wind mit vollem Tempo lassen einen in einen Rausch verfallen. Erst letzte Woche war ich mit dem Rad von Köln nach Aachen und wieder zurück gefahren und konnte auf einem geraden langen Stück mit Rückenwind Werte um die 40km/h fahren. Ein echter Spaß, der wirklich lange anhält.
Allerdings ist der Einsatzbereich des Rades auch eingeschränkt. Durch nur zwei Blätter vorne, sind steile Berge schnell ein Fall um aus dem Sattel auszusteigen und mit viel Kraft den Berg hochzuschieben. Für das Trainingslager in Füssen war mir das zu riskant, weswegen ich auf dort auf das Rennrad umgestiegen war. In der Gruppe auf dem Auflieger zu liegen, ist auch nicht sonderlich angenehm, weil man für die Bremse umgreifen muss. Man kann auch in Oberlenker-Position fahren, allerdings gibt es dort nur eine Griffart, die nicht sonderlich gut gepolstert ist. Nach einer RTF im Bergischen Land mit schlechter Fahrbahn hatte sich das schon massiv am Handgelenkt bemerkbar gemacht. Eine 200km Radmarathon Ausfahrt war dann der Auslöser ähnliche Fahrten nicht mehr im Oberlenker zu fahren. Das Handgelenk schmerzte, die Muskeln zitterten und erholten sich erst nach einem Tag.
Da ich kein anderes Triathlonrad vergleichen kann, gehe ich hier nur auf die Vor- und Nachteile des Merida Warp 5 ein:
Positiv:
- Ultegra
- DT-Swiss
- schicke FSA-Kurbel + weitere schwarze FSA-Komponenten
- ein echtes Triathlonrad ohne Abstriche
- sehr stabile Fahrweise (im Gegensatz zu meinem Rennrad)
Negativ:
- Bremse (in anderen Artikeln schon bemängelt, reicht diese aus, könnte aber besser sein, wobei die Bremsgriffe wirklich gewichtsoptimiert sind)
- Kein Schlecht-Wetter-Rad, was sich nach dem ersten Wettkampf im Regen zeigte. An einer Stelle löste sich der Lack etwas ab und an der Sattelklemme ergab sich ein ähnliches Bild
- Eigentlich vom Lenker her auch für Oberlenkerfahrten geeignet, hat mich die Erfahrung eines besseren belehrt (ist aber vermutlich unabhängig vom Merida)
Fazit:
Ich habe den Kauf wirklich keine Sekunde bereut und würde ihn jederzeit wieder zu dem Preis tätigen.

