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20 Dez 2009

Laufen im Schnee

Geschrieben von Simon um 12:17 Uhr

Trainiert man das ganze Jahr, stellt sich die Fragen, wo die Grenzen liegen. Das Radfahren ist recht natürlich durch den Straßenbelag bestimmt, es sei denn man fährt Mountainbike. Beim Laufen hört man verschiedenes. Der eine sagt, dass es bei 3°, danach schmerzen die Lungen. Der andere ist bis -15° unterwegs, allerdings nur, wenn der Untergrund fest ist. Bei Schnee soll man nur rutschen habe ich gehört.
Einerseits mögen die Grenzen bei jeder Person verschieden sein, aber mit der richtigen Vorbereitung und Ausstattung ist einiges möglich. Da wir eben zu zweit unterwegs waren, ist es also nicht nur eine subjektive Sicht der Dinge. Ich trainiere jetzt schon einige Jahre auch im Winter (mal mehr und mal weniger). Meist, weil der Silvesterlauf in Aachen in Kürze bevor steht. Bei den Temperaturen ging es auch schon einmal unter 0° und auch der Untergrund war nicht immer fest. Heute stellte uns das Wetter eine besondere Herausforderung. Knapp um -10° mit seit zwei Tagen verschneiten Wegen und viel Schnee von oben, war nicht klar, ob es eine gute Idee ist zu trainieren. Der Schnee von oben kam mir eher gelegen, da ich weiß, dass frischer Schnee recht griffig ist. Festgetretener Schnee der letzten Tage ist da eher schlechter zu laufen, da sich meist eine recht rutschige Schicht bildet. Die Temperatur war mir im Training auch unbekannt, aber ich glaube -6° habe ich auch schon mal überstanden. Bei der Kleidung trägt man hier wesentlich dicker auf, wobei man als Michelin-Männchen auch keinen Bewegungsspielraum mehr hätte.
Meine Kleidungswahl viel aus wie folgt:

  • Langes hautenges Shirt (Nike seamless)
  • Kurzes hautenges Shirt (Nike seamless)
  • Softshell Jacke
  • Mittellange Tight
  • Jogginghose
  • Laufsocken die etwas dicker sind
  • Buff Tuch für den Hals
  • Buff Tuch für Kopf und Ohren
  • Handschuhe
  • Normale Laufschuhe

Draußen an der Luft ging das Atmen erstaunlich gut. Hier hatte ich mehr Probleme erwartet. Der Untergrund war zwar griffig, allerdings verliert man schon recht viel Energie, da das Abstoßen nicht so gut geht. Die Wege im Park waren zwar vom Schnee etwas höher bedeckt, aber in Köln dann auch nicht mehr als 5cm tief. Glatt war es eigentlich nur bei Übergängen an Straßen. Der Wind wehte zwar mächtig um die Nasenspitze, war aber auch zu ertragen, obwohl der Schnee dazu schon mehr etwas für Unerfrohrene ist. Eine gute Portion Creme für Gesicht und Lippen schützt dabei die Haut recht gut.
Bei dem Wetter sollte man nicht unbedingt für Intervalltrainings oder Hochgeschwindigkeitssprints vor die Tür gehen, aber ein normales Training ist gut möglich. Die Waden werden entsprechend trainiert, da sie auf dem Untergrund mehr Arbeit verrichten müssen. Ich denke der Trainingseffekt ist nicht riesig, sollte aber helfen die Witterungsbedingungen ohne Leistungseinbruch zu überstehen.
Die Sicherheit sollte bei dem Wetter nicht vergessen werden. Ich habe beim Laufen immer Geld dabei, um notfalls Verpflegung oder ein Taxi bezahlen zu können. Zu leicht kann man sich verletzen oder außer Kraft sein. Irgendetwas über seine Person ist auch nicht schlecht bei sich zu tragen. Sollte es einmal zum Worst Case kommen, wissen die Rettungskräfte wenigstens, wer da gerade im Rettungswagen davongefahren wird. In der Stadt noch recht unkritisch, sollte man in wenig besuchten Gegenden ein Handy mitnehmen. Bei Pearl findet sich ein Handy im Kreditkartenformat für unter 20€, was bestückt mit einer PrePaid-Karte viel Sicherheit zum kleinen Preis bietet.
Zwei Jahre ist es her, dass ich in einer unbekannten Gegend joggen war. Bekleidet mit langem Nike Seamless und einem normalen Shirt ging es bei 2° nach draußen. Die Pfade für Walker waren ausgeschildert und klangen mit 8km nach einer schönen Strecke. Unwissend zog mich die Strecke in die Weinberge, ohne oben gut ausgeschildert zu sein. Oben am Berg verließ mich dann auch die Koordination, Kraft und Hoffnung den kompletten Weg zu absolvieren. Was tun? Die Kälte steigt auf, niemand in der Nähe und vermutlich 4km vom wärmenden Haus entfernt. Wie schön wäre es gewesen zur nächsten Straße zu gehen, jemanden anzurufen und abgeholt zu werden. Nicht auszudenken, wenn ich mich da oben verletzt hätte. Nach einem weiteren Kilometer traf ich wieder auf Personen, die mir wieder die Richtung vorgaben. Auf einer Landstraße ohne Fußgängerweg schlug ich mich dann die letzten Kilometer zwischen Feldern in Richtung des Ortes. Eine Lektion fürs Leben. Deswegen: nicht leichtsinnig bei dem Wetter über Grenzen gehen, sondern unter dem Limit bleiben und auch für die notwendige Sicherheit sorgen.

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11 Dez 2009

Triathlon Motivation

Geschrieben von Simon um 21:21 Uhr

Ein wirklich toller Eindruck, wie ein Triathlon ist.

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06 Dez 2009

4. Kölner Nikolauslauf

Geschrieben von Simon um 16:51 Uhr

Zwei Monate ist der letzte Wettkampf her. Für mich eine lange Zeit, denn dieses Jahr standen einige Wettkämpfe auf dem Plan. Leider gab es ein paar Wochen nach dem Marathon keine passenden Läufe, weswegen jetzt der Kölner Nikolauslauf das Ende des Jahres einleiten sollte.
Die Vorbereitung war keinesfalls zielgerichtet auf einen schnellen 10k Lauf und am Vorabend stand die Weihnachtsfeier des Triathlonvereins an. Mit Kölsch und Currywurst also eine perfekte Grundlage, um beim Lauf heute so richtig reinzuhauen. Zum Glück war der Lauf mit 10 Uhr angenehm früh angesetzt, was mir ganz gut liegt. Das Wetter spielte auch mit und der Regen vom Vorabend hatte aufgehört. Bei recht warmen 8°C war also ein kurzer Start angesagt. Aufgrund der praktischen Lage des Laufs ab in die Straßenbahn 13 um mich mit meiner Laufpartnerin zu treffen. Etwas früher, denn wir hatten die Unterlagen noch nicht abgeholt. Es war gut voll, aber alles noch gut zu erreichen und die Abholung der Unterlagen gar kein Problem. In einer Tasche noch eine Kleinigkeit zu essen und etwas zu trinken dabei, um sich auf den Lauf einzustimmen. Die Vorwarnung des Veranstalters von wenigen Umkleideplätzen und Toiletten stimmte, was sich bei Toiletten aber nicht vorplanen lässt und lange Schlangen hinterließ. Hier waren Dixis da, hätten aber vermutlich von der Anzahl her mehr sein können.
Am Start das übliche Chaos, da es sich ja um einen echten Volkslauf am Nikolaustag handelte. Also Nikolausmützen ohne Ende und ein breit gemischtes Publikum.
Beim Warmlaufen fühlte es sich noch nicht so richtig schnell an, allerdings bin ich aufgrund des reduzierten Trainingsumfangs vollkommen verletzungs- und beschwerdefrei ins Rennen gegangen.
Angepeilt war eine Zeit unter 45min, also unter einer 4:30er Pace bleiben. Der Start war erwartet chaotisch und natürlich wollten alle vorne stehen, auch Läufer, die mindestens 60min brauchen. Nach einem Zickzack-Lauf über 500m war das dann überstanden und man konnte sein Tempo finden. Nicht überreissen, aber auch unter der geplanten Pace bleiben. Der Puls ging hoch, hielt sich aber im guten bekannten 10k Pulsbereich. Kein Grund zur Panik und erst mal weiter, bis das Loch kommt (falls es kommt). Die 10km waren in 3 Runden aufgeteilt, die Rund um den Adenauerweiher gingen. Zuschauer gab es im Startbereich, aber die Strecke ist richtig schön abwechslungsreich. Normalerweise habe ich lieber ein paar Steigungen drin, damit genügend Reize vorhanden sind, aber das war heute kein Problem. Nachdem ich am Start viele überholen konnte, wurde ich dann noch etwas von hinten aufgerollt. Aber ich wollte ja 10km Laufen und nicht den Lauf nach 4km abbrechen.
Es lief weiterhin gut und die 5km kamen recht schnell. Mich hatte ein Triathlet mit einem auffälligen weißen Kapuzen-Shirt überholt, an dem ich mich im Abstand von 20m fest biss und so kein Tempo verlor. Sowohl er als auch ich liefen recht konstant, weswegen an überholen erst mal nicht zu denken war, aber weiter weg kam er auch nicht. Die zweite Runde war vorbei und ich wartete immer noch auf mein Loch. Hier war wohl noch eine richtig gute Grundkondition vorhanden und das Tempo passte weiterhin, wobei ich schon ein klein wenig Spritzigkeit eingebüßt hatte. So langsam stießen wir auf langsame Läufer, wobei die ersten noch harmlos waren, aber plötzlich immer mehr kreuz und quer auf der Strecke unterwegs waren. Mit gefühlten 2-3min pro Kilometer Unterschied war es schon eine ganz schöne Kunst, diese zu umkurven und auf dem teils matschigen Boden nicht auszurutschen oder zu viel Zeit zu verlieren. Es wurde immer schlimmer, denn man befand sich langsam am Ende des Hauptfeldes, sodass ich an einer Stelle sogar abstoppen musste. Hier lobe ich mir den Aachener Silvesterlauf, wo alle darauf hingewiesen werden, rechts zu bleiben, um Platz für schnellere zu lassen. Ist dort zwar teilweise schon etwas zu übertrieben, aber das heute war einfach nur noch chaotisch und gefährlich. In der dritten Runde war mein Puls nur noch 5 Schläge unter meinem Maximalpuls. Später schaute ich nicht mehr drauf, war aber im echten Limit unterwegs, was aber immer noch Tempo zuließ. Nur noch 1 Kilometer, also weiter um die Läufer herum und bald in das rettende Ziel. Da waren die Matten, die wir mehrfach überschritten hatten und ich hörte im Hintergrund etwas von links abbiegen für Getränke, … Ich nehme Tempo raus, gehe aus dem Laufweg und stelle nach 5 Sekunden fest, dass fast niemand stoppt. Was habe ich übersehen? Wo ist das Ziel? Wieder losrennen und wie jetzt, die Läufer teilen sich, aber mir ist nicht klar, wo ich hin muss, da ich kein Zielbanner sehe. Um mich herum langsame Läufer und zu weit. Ich rufe, wo das Ziel ist und höre, da vorne, ist doch klar. Nein, war nicht klar. Ich renne entgegen der Läufer und jemand kreuzt die Straße mit dem Blick nur Richtung der Läufer. Ich kann nicht mehr bremsen und renne voll rein. Hier noch mal eine Entschuldigung, da ich die Person nicht mehr gesehen habe. Also für mich jetzt rechts abbiegen und ah, 20m später ist das Ziel da. Vorher hatte ich auf die Uhr geschaut um 44:10min gestoppt, also wären es wohl 10-20sek mehr gewesen. Jetzt hoffe ich nur, dass ich unter 45min bin und rege mich schon etwas über den Veranstalter auf. Das hätte besser beschrieben sein müssen, denn im Startbereich habe ich keinen Streckenplan gesehen und der Startsprecher hat auch nicht darauf hingewiesen. Ist mir noch nie passiert und ärgert mich immer noch etwas. Vielleicht wäre ich aufmerksamer gewesen, wenn nicht so viele langsame Läufer dazwischen gewesen wären, aber der halbe Endspurt ging voll ins Leere.
Der Zielbereich hat dann auch wirklich Schokolade und Getränke zu bieten, wobei ich nach drei Ständen, dann auch endlich warmen Eistee finde. Im Vergleich zu anderen Läufern schaffe ich es aufgrund meines Laufstils doch richtig versaute Beine zu haben. Aufgrund der Duschwarnung habe ich keine Sachen dafür mit und mache mich mit warmen Oberteilen auf Richtung 13.
Mit der erreichten Zeit bin ich voll zufrieden, denn meine persönliche Bestzeit ist gar nicht so weit entfernt. Für die Vorbereitung ein tolles Ergebnis, was von den Problemen etwas getrübt war. Aber mit so vielen Volksläufen auf dem Buckel läuft man halt auch nicht mehr nur zum Spaß mit, sondern will schon alles geben. War heute zum Ende hin die falsche Strecke dafür. Von den Läufern her super breit gemischt, da ich mit Platz 209 schon weit bei “unter ferner liefen” war.
Offizielle Zeit waren 44:49min, was zumindest etwas besänftigt, da die 45min geknackt sind. Mit richtigem Ziel wären 5-10 Plätze mehr drin gewesen, aber das hätte wohl kaum zu mehr Ehren gereicht.
Meine Einteilung war richtig, denn das Loch kam nie und das Tempo konnte ich auch recht konstant halten.

Als nächstes folgt noch der Silvesterlauf in Aachen, wo ich jetzt schon weiß, wo das Ziel liegt und das ja vielleicht in unter 43min sehe.

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05 Dez 2009

Mein Triathlon-Rad: Merida Warp 5

Geschrieben von Simon um 15:59 Uhr

Lange überlegt, da mein BOC-Rennrad doch in die Jahre gekommen ist. So stand ich vor der Entscheidung entweder mehr Richtung Triathlon zu gehen oder mir wieder ein Rennrad zu holen, mit dem ich alles fahren kann. Heute konnte ich mein Rad abholen. Im Moment zwingt es mir bei jeder Durchquerung des Flurs ein Lächeln ab, da es erst einmal in der Wohnung zwischengelagert wird. Bei dem nassen Wetter heute werde ich mit einer Ausfahrt noch etwas warten, kann es aber kaum erwarten in Aeroposition über den Asphalt zu flitzen.

Folgend noch ein paar Bilder:
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An der Position auf dem Rad werde ich noch arbeiten, habe aber von dem Händler Cycletec noch gute Tipps bekommen. Die Fahrten nach Krefeld haben sich gelohnt und ich hoffe das Rad hält von den Zeiten, was die Optik verspricht. Leider hängt dies nicht nur vom Rad, sondern auch von meinen Beinen ab. Aber das wird nächstes Jahr bestimmt richtig Spaß machen.

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