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30 Nov 2009

Where are the limits

Geschrieben von Simon um 8:35 Uhr

Wenig geschrieben, wenig passiert, da der Blog sich doch sehr auf das sportliche konzentriert in letzter Zeit. Keine Wettkämpfe, keine Besonderheiten, aber regelmäßiges Training gehören zum Alltag. Die Konzentration gilt weiterhin dem Schwimmen, ohne jetzt das Laufen außer acht zu lassen. Das Rad kommt leider aufgrund der frühen Dunkelheit zu spät und fällt dann sonntags auch noch aus, weil nur dort Zeit für lange Läufe ist.

Nach einer Umstellung im Schwimmen (etwas mehr in Richtung Total Immersion) kommt der Rhythmus wieder und auch längere Strecken gleiten wieder vorbei. Schwimmen ist vom Triathlon auch die einzige Sportart in der ich auf jeden Fall zwei Einheiten pro Woche reinnehme. Ist im Winter am einfachsten und macht auch weiterhin viel Spaß.

Nach zwei echten Wochen Pause im Laufen, konnte ich mich herrlich erholen und alle Wehwechen auskurieren. Kein zwicken mehr, keine Achillesferse, die man ab und zu mal merkt. Es war notwendig, hier die nötige Pause nach der Saison einzuschieben. Im Moment versuche ich am Wochenende einen langen Lauf über mindestens 15km einzuschieben, um die verlorenen Kilometer unter der Woche aufzuholen. Dort komme ich meist nämlich wenn überhaupt zu einem Lauf um die 10km. Meist sind es also so um die 30 Laufkilometer pro Woche. Nachdem der erste Lauf nach dem Marathon eine reine Freude war, so hat sich die Kondition doch merklich abgebaut. Es gab sogar echten Muskelkater nachdem ich mit dem Training wieder angefangen hatte und die Waden haben sich viel früher bemerkbar gemacht. Genauen Plan habe ich noch keinen, aber der Winter ist noch lang, somit sehe ich das noch nicht als das große Problem an. Es gab in der Zwischenzeit auch wenig Ansporn, da nicht der übliche 2-3 Wochen Rhythmus zwischen Wettkampfläufen war. Erst nächste Woche gibt es einen 10km Lauf, der aber als Nikolauslauf eher Spaßlauf, denn harte Leistungsprobe ist (zumindest in der initialen Planung).
Gestern ging es auch wieder zum Training. Erst mal mit der Bahn den Außengürtel in Köln längs, denn es ging auf eine Runde mit Trainingspartnerin. Da wir nächste Woche beide am 10km Lauf teilnehmen, also eher darauf hinarbeiten und ein paar Intervalle machen. Dafür ging es in Richtung Janwiesen, wo ich eigentlich auch ein paar Läufer aus dem Verein treffen wollte. Keinen gesehen, also ab in Intervalle, die ich aber für mich nicht am Limit lief. Nach 3x1km mit Pausen Intervallen, ging es dann wieder zurück in Richtung City. Ab hier war ich alleine unterwegs und fühlte mich, als ob ich gerade mal 3km hinter mir hätte, dabei zeigte der Kilometerzähler bereits über 11km an. Also vorbei am Aachener Weiher und den Grüngürtel längs. Um noch etwas für den Wettkampf zu tun, kam ich auf die Idee am Herkulesberg ein paar Bergläufe zu machen. Nach drei Steigungsläufen ging es dann eine runde durch den Mediapark und dann hoch in Richtung Bilderstöckchen. Der Kilometerzähler zeigte 20km an und ich war immer noch voller Energie. Also noch in den Blücherpark, um mit einem schnellen Schnitt zuhause fast 25km gelaufen zu sein.
Hier konnte ich mich nur fragen, wo plötzlich diese Energie her kam. Die letzten Trainingsläufe waren doch wesentlich anstrengender. Ich glaube ich wäre auch einen Marathon gelaufen, so gut fühlte ich mich. Eine Grundlage (oder auch nicht) war, dass ich fast nüchtern losgelaufen bin. Eine Banane und meinen Fuel Belt Gürtel gefüllt mit Apfelschorle reichte für den Lauf vollkommen aus.

Zum Fahrrad gibt es auch Neuigkeiten. Nachdem ich lange überlegt habe, wohin die Reise gehen soll, habe ich vor zwei Wochen die Entscheidung getroffen mit ein echtes Triathlon-Rad zu kaufen. Mein aktuelles Rennrad fällt nicht in die Kategorie Top-Renner, sondern war damals das günstigste Rennrad, was man neu kaufen konnte. Vom Rad-Discounter mit sicherlich etwas viel Speck auf den Backen, hat es trotzdem vollkommen ausgereicht, um die Lust am Rennrad zu wecken und mich durch diese Saison zu bringen. Da ich doch wesentlich mehr Radkilometer im nächsten Jahr sammeln will, sollte etwas neues her. Aber was? Ein reines Rennrad? Ein Triathlonrad? Ein Zwitter? Es spielen dort mehrere Faktoren rein. Einerseits sind da die Wettkämpfe und wenn mich jemand in Aeroposition überholt, will ich wissen, dass es meine müden Beine sind und nicht das Material. Andererseits will man natürlich Trainingskilometer sammeln. Das tut man normalerweise in der Gruppe im Obergriff. Also doch Rennrad, aber was ist mit den Wettkämpfen. Es gibt auch interessante Zwitter, also Triathlongeometrie mit Rennlenker und Auflage, aber mein Triathlonrad war ein so gutes Angebot, dass ich nicht widerstehen konnte. Somit bleibt mein altes Rad mir weiterhin treu und wird doch noch einige Kilometer sammeln, während ich mich auf Tempoeinheiten mit meiner weißen Schönheit in tief geduckter Haltung freue. Vielleicht kann ich es diesen Samstag abholen und bin schon sehr gespannt darauf. Mehr Details dazu werden folgen. Die Erstberatung bei Cycletec war auf jeden Fall sehr gut und die Fahrt zum Probesitzen hat sich gelohnt. Ob es mir für den Winter nicht zu schade ist, weiß ich noch nicht, kann gut sein, dass es erstmal die Wohnung schmücken wird. Auf jeden Fall lohnt es sich im Winter ein Rad zu kaufen, da mit der neuen Saison reduzierte Angebote rar werden und ich jetzt wirklich gute Komponenten zu einem sehr guten Preis abgreifen konnte.

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