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26 Apr 2009

Bericht vom Marathon in Bonn

Geschrieben von Simon um 16:45 Uhr

Der Tag startete früh um kurz vor sechs. Ich musste zwar erst um 10.30 Uhr an den Start, aber einerseits hatte ich noch die Startnummer meiner Laufpartnerin und andererseits wollte ich sie noch beim Start anfeuern. Also den gewohnten Weg zur Arbeit, um problemlos um 7.30 Uhr in Bonn anzukommen. Ich hatte mir am Vorabend bereits alles gepackt und konnte damit eine ganze Sporttasche füllen. Getränke, noch was zu essen, frische Kleidung für danach, alles für den Weg, angefangen über Startnummer, ChampionChip, iPod, Pflaster, Schuhe, …

Ich brachte meine Sachen erst mal ins Büro und kam dann noch pünktlich zum Start des Halb-Marathons an. Schönes Wetter begleitete die Läufer ab 8.30 Uhr und irgendwann hatte sich dann der gesamte Tross auf der Rheinbrücke eingefunden. Ein faszinierendes Bild für die Zuschauer. Der Halb-Marathon dreht eine Runde auf der rechten Rheinseite, kommt über die Brücke wieder zurück und dreht noch eine Runde auf der linken Rheinseite. Der Marathon macht das 2h später einfach doppelt, was ich nicht als so angenehm empfand.

Ich nahm noch die Rückkehr der Läufer am Rhein mit, feuerte meine Laufpartnerin an (die 4km später aufgrund einer Verletzung aussteigen musste) und machte mich dann im Büro fertig für den Lauf. Ich fühlte mich gut. Alles passte: Wetter, Kleidung, Trinken, Essen. Also los auf die 42, 195 Kilometer. Rüber auf die andere Rheinseite, wobei ich das Tempo erst mal langsamer anging. Ich hatte mir einen tollen Laufplan mit Zeiten ausgedruckt, aber bei großen Läufen ist die Nervosität so hoch, dass ich die Werte direkt um 15 Schläge gerissen habe. Mein Laufplan hatte ich somit eigentlich nach 5m erledigt. Blieben die Zeiten, wobei ich knapp über 5min lief. Die 10km Marke passierte ich auf der anderen Rheinseite um 51:45 und war somit so fix wie vorgesehen unterwegs. Ausgangspunkt waren die Halb-Marathon-Zeiten und eigentlich hatte ich ja auch viel trainiert. Alles lief gut, brav Wasser getrunken, mein Gel zu mir genommen und mich auf den Marathon gefreut, der eigentlich erst so richtig nach der halben Distanz anfängt. Alles lief bestens und bei den letzten Halb-Marathon-Läufen konnte ich mein Tempo super halten.

Es kam wie es kommen musste. Ein kleiner Einbruch holte mich direkt bei der Halb-Marathon-Distanz ein, wo ich mit 1:48h super unterwegs war. Gut davon getroffen musste ich etwas drosseln und schleppte mich über die Brücke. Die rechte Wade meldete sich zaghaft, hielt aber durch. Dafür schlug dann bei Kilometer 23 die linke Wade voll zu. Krampf. Na toll, noch 19km und erst mal an den Straßenrand und dehnen. Ob das wohl ein frühes Aus bedeutet? Ich lief wieder los und konnte ein Zweiergrüppchen erhaschen, welches mein Tief erstmal vergessen machte und ich hoffte auf keine weitere Problemen. Hoffte, denn 1,5km später der nächste Anflug eines Krampfes. Gleiches Spiel und wieder weiter. Eigentlich machte ich nichts anderes mehr, wobei ich heraus fand, dass kurze Gehpausen den Krampf auch wieder rausholen, aber nicht so viel Zeit kosten. So hoffte ich von Kilometer zu Kilometer nicht den nächsten Krampf zu haben. Die rechte Wade hielt wie Drei-Wetter-Taft, während ich locker auf 19 Dehn- und Laufpausen kam. Woran es lag, werde ich wohl noch analysieren müssen. Die Erschöpfung holte mich natürlich auch ein, wobei ich so oft Krampfpausen einlegte, dass ich damit nicht so viele Probleme wie in Köln hatte. Das Gefühl hintenraus war zwar ähnlich wie in Köln, aber der Puls war stabil und wenn ich lief, ging es ganz gut und schnell. Da ich so viel Zeit vorgelegt hatte, war mein 4h Traum immer noch machbar. Natürlich verlor ich unglaublich viel Zeit, aber es reichte. Mit 3:55h (genaue Zeit folgt noch) habe ich wenigstens das geschafft. Es war erstaunlich wie viele um mich rum die gleiche Taktik verwendeten. In dem Bereich gab es wenig, die sauber und locker ihr angepeiltes Tempo durchliefen.

Im Ziel war ich dann natürlich fertig. Auch nach 25min wußte ich noch nicht so genau, ob es sich gut oder schlecht anfühlt. Gehen ging, aber der Körper war im Ausnahmezustand ohne im wirklich kritischen Bereich zu sein. So verzog ich mich ins Büro und versuchte die Schuhe auszuziehen. Gar nicht so einfach die Balance zwischen Krämpfen im Oberschenkel und in der Wade abzuwägen. Irgendwann war ich dann auch umgezogen und erfrischt, womit 1h danach auch wieder Normalität Einzug erhielt. Ab zur Bahn und zurück nach Köln, wo ich jetzt noch eine Stretching-Einheit einlege, um morgen nicht allzu sehr leiden zu müssen.

Fazit

Gut:

  • Sub 4h
  • Schöne erste Hälfte
  • Toller Lauf mit vielen Zuschauern
  • Eigentlich mein Wetter (20° mit Sonnenschein)

Schlecht:

  • Wade
  • Ausdauer
  • Schulstaffeln, die am Anfang manchmal gehend den Weg etwas blockierten
  • War zu hart, um Lust auf einen weiteren Marathon im Frühling zu haben

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19 Apr 2009

Skalierung von Fernsehzeitungen

Geschrieben von Simon um 19:18 Uhr

Warum bekommt es kaum eine Seite mit Fernsehprogramm hin, um 20:15 Uhr genügend Resourcen zu haben. Jedesmal laufe ich in Timeouts bei tvtv.de, tvmovie.de, …
Bei so etwas Nachvollziehbarem wie einem massiven Zugriff jeden Tag, kann man da doch gegensteuern. Schaut doch mal bei Amazon vorbei und zieht bei Bedarf ein paar mehr EC2-Instanzen für euren Load-Balancer hoch.

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18 Apr 2009

Car+Sound 2009

Geschrieben von Simon um 20:26 Uhr

Mein Auto hat zwar auch mächtig Bums (nein, nicht unter der Haube, sondern im Kofferraum), aber die Zeiten an denen ich daran gebastelt habe, sind lange vorbei. Trotzdem schaue ich mir immer noch gerne schöne Autos an oder bestaune schicke Anlagen. Damals fand die Car+Sound Messe in Sinzig statt, was dann doch zu weit entfernt lag. Jetzt wohne ich in Köln, bewege alle 2-4 Wochen mein Auto und habe diese Woche herausgefunden, dass die Messe nach Köln umgezogen ist.

Ohne direktes Interesse hatte ich trotzdem Spaß am Staunen und habe endlich mal wieder meine DSLR eingepackt. Also ab in die S11 und nach gerade mal 10min bei der Messe in Deutz raus. Die Messe war kleiner als erwartet und belegte die Hallen 1 und 2. Somit erst mal zum Westeingang und durch eine kaum gefüllte Eingangshalle. Zum Glück setzte sich die gähnende Leere in den Messehallen nicht fort, aber so richtig voll war es nicht. Also schön zum Schauen und auch photographieren.

Die Messe enthielt Car-Hifi und Car-Navigation, wobei die Navigationsbereiche vom Publikum nicht sonderlich umworben waren. Es dominierten die Subwoofer, Hochtöner und Endstufen, eingebettet in feinst lackierte GFK-Gebilde. Natürlich dürfen getunte Autos darum nicht fehlen, wobei sich die Messe hier aufteilte in extremes Tuning mit unglaublichen Ausbauten, über dezent exklusives Tuning mit alltagstauglichen Anlagen und im Kontrast noch DB-Drag Autos zu bieten.

Klischees wurden genügend bedient, von knapp bekleideten Hostessen, dröhnenden Anlagen, Ameisen-tötende Tieferlegungen und blitzenden Felgen in riesigen Größen. Lange ist es bei mir her, aber so ein Teil des Herzens ist dafür auf jeden Fall zu begeistern. Nicht so sehr, dass ich noch etwas an meinem Auto ändern würde, aber schön war der Besuch auf jeden Fall.

Photos habe ich genügend gemacht und teile diese auch gerne mit euch:

Car+Sound

Slideshow:

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17 Apr 2009

Die nächsten Läufe

Geschrieben von Simon um 22:10 Uhr

  • 26.04. Marathon in Bonn
  • 17.05. Oswald Hirschfeld Lauf (10k)
  • 20.05. Galeria Kaufhof Nachtlauf (10,5k)
  • 07.06. Halbmarathon Leverkusen (noch nicht definitiv)
  • 17.06. Unilauf (10k Toplauf)
  • 21.06. Vital-Lauf Aachen (21,1k)
  • 28.06. Carl-Alex-Park Lauf (10k – noch nicht definitiv)
  • 05.07. Rheinbogenlauf Köln (10k – noch nicht definitiv)
  • 26.07. 10 Meilen von Köln (noch nicht definitiv)
  • 09.08. Erlebnis Halbmarathon (noch nicht definitiv)
  • 05.09. Triathlon Köln (CologneSmart – 0,7-24-7k)
  • 13.09. DKV Brückenlauf (15k – noch nicht definitiv)
  • 20.09. Rund um den Fühlinger See (noch nicht definitiv)
  • 27.09. Bickendorfer Büdchenlauf (10k – noch nicht definitiv)
  • 04.10. Köln Marathon
  • 15.11. AixRun Herzogenrath (21,1k – noch nicht definitiv)
  • 06.12. Kölner Nikolauslauf (10k – noch nicht definitiv)
  • 13.12. Aachener Weihnachtslauf (18k – noch  nicht definitiv)
  • 31.12. Aachener Silvesterlauf (10k – noch nicht definitiv)

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17 Apr 2009

Schwimmen

Geschrieben von Simon um 20:21 Uhr

Lange Zeit war ich nicht schwimmen, aber mit der Idee des Triathlons, ging wohl kein Weg daran vorbei. Also neue Badehosen gekauft und auf in den Spaß. In den Spaß? Gar nicht so spaßig, denn beim Triathlon legt man die Strecke normalerweise kraulend zurück. Na und? Wenn man es kann kein Problem, aber wie erwähnt, war ich lange nicht schwimmen. Keine Ahnung ob ich mal ein paar Meter kraulen konnte. Brustschwimmen geht irgendwie immer, nur schnell ist es nicht.

Mit genügend Theorie eingelesen, versuchte ich also zu kraulen. Aber alles Anfang ist schwer – verdammt schwer. Die Bewegung zu koordinieren verlangt einiges an Training. Ich glaube die ersten acht Schwimmeinheiten war ich froh 25m überwunden zu bekommen. Das erste Limit an das ich stieß war die Atmung. Als Läufer bin ich gewohnt lange und tief einzuatmen. Eigentlich atmet man während der gesamten Laufbewegung. Mittlerweile tief ein und dann tief wieder aus. Sprints sind anders, aber es gibt keine Phase in der man nicht in einer Atembewegung steckt. Beim Kraulen stecke ich also den Kopf Unterwasser, habe eine Arm- und Beinbewegung die einiges an Energie einfordert und muss die Atemphase auf eine sehr kurze Zeit über Wasser reduzieren. Am Anfang ging es gar nicht. Wasser geschluckt, Atemnot und nach 25m sowas von außer Puste, wie nach einem harten Endspurt nach 10k laufen.

Der erste Wechsel kam mit der Ausatmung unter Wasser. Legt man nämlich die Ausatmung mit in die Überwasser-Phase, so nimmt man eigentlich keinen Sauerstoff auf. Man muss sich dazu zwingen wirklich tief unter Wasser auszuatmen. Klingt sehr einfach, aber es bedarf einiges an Zeit, bis das wirklich gut klappt. Ich habe das Gefühl, dass jede neue Bewegung oder Phase 2-5 Trainingseinheiten benötigt, bis es automatisiert sitzt. Mit sitzen meine ich natürlich keine Perfektion, sondern den Erfolg des Anfängers über die Beherrschung.

Dann lag ich hinten zu tief im Wasser. Tue ich immer noch, aber es ist besser geworden. Mit etwas Suche im Netz findet man immer einige Tipps. Einer war der Blick gegen die Fliesen und nicht nach vorne. So wurde es von mal zu mal besser. Einige Male nur 25m am Stück. Dann das erste Mal 50m, wobei die letzten Meter nah am Überlebenskampf waren. Padelnd, ohne Technik und nach Luft schnappend erreichte ich den Beckenrand. Man kommt sich verdammt blöd vor. Vorallem gehe ich meist morgens um 7 Uhr vor der Arbeit in Bonn schwimmen und da tummeln sich entweder Rentner oder halbe Profis, die mal schnell ihre Kilometer locker kraulend am Stück wegschwimmen. 25m – 25m – 25m – so grausam. Man merkt während eines Training wenig Fortschritt, in Summe über ein paar Trainings dann aber schon. Nachdem ich dann 4-8 Trainingseinheiten die maximal 50m am Stück mit weiteren 25m Bahnen zurück gelegt hatte, platzte dann der nächste Knoten. Ich denke es ist einerseits die Bewegung, die sich immer mehr verbessert, aber auch die Kraft in den Armen nimmt zu. Die Atmung sitzt automatisch, wobei ich noch zu häufig atme. Nachdem ich am Anfang gleich schwer links und rechts atmete, habe ich mit einen Zweierzug mit Rechtsatmung angewöhnt. Zu oft, weil ich damit wenig ruhige Phasen habe und man bei der Atmung aus der Position gerät.  Da ich aber noch mit anderen Problemen, neben der jetzt gerade funktionierenden Atmung arbeite, lasse ich es erst mal dabei.

So langsam erreiche ich einen Zustand, in dem man nicht mehr die riesigen Brocken vor sich hat. Bei den letzten Einheiten gibt es dauerhafte Steigungen. 100m – 150m – 300m – 400m. Am besten gehen lange Bahnen zu Beginn einer Trainingseinheit. Danach kämpfe ich zusehends mit Ermüdungserscheinungen. Da fehlt einfach noch die Ausdauer. Heute morgen waren es dann 10 Bahnen á 25m also ganze 500m. Nicht toll, nicht schnell, aber ruhig, mit einigermaßen guter Atmung, an einem Stück. Ich nähere mich meinem ersten Ziel 700m. Das ist die Distanz, die der erste Triathlon mit sich bringen soll. Natürlich werden 700m im 25m Becken nicht vergleichbar mit einem Wettkampf sein, aber für den Kopf ist das schon mal toll. Zudem liegen noch ein paar Monate vor dem eigentlichen Start.

Die nächsten ToDos liegen in besserer Wasserlage, der Verbesserung des Zuges, einer ruhigeren Atmung, einer Analyse der Beinfunktion und besserer Kondition. Sind also fast keine Probleme mehr übrig. Aber eines steht fest: es macht Spaß. Und neben neuen Bestzeiten beim Laufen ist es die Sportart, bei der ich die Fortschritte fast schon auf der Uhr ablesen kann. Dagegen sind die Fortschritte beim Laufen richtig hart erkämpft.

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13 Apr 2009

Osterlauf in Ofden

Geschrieben von Simon um 16:46 Uhr

Seit Jahren findet im ehemaligen Heimatdorf der Osterlauf des Lauftreffs Alsdorf-Ost statt. Nachdem der Silvesterlauf schon seit 2001 auf dem Programm steht, habe ich bisher immer Monate zu spät von dem Lauf gehört. Dank umfangreicher Planung am Jahresbeginn ist aber auch der Osterlauf zum ersten Mal mit ins Programm gewandert. Start in der Kurve am Gymnasium, gab es alles was das Herz begehrt in den Räumen der Realschule. Um 9 Uhr nachgemeldet, da dies bei kleinen Läufen recht problemlos ist. Die Entfernung zur Realschule war dabei kürzer, als die Entfernung zum Parkplatz beim 10k-Lauf in Leverkusen. Danach wieder nach hause und genügend Zeit gehabt, etwas zu entspannen.

Um 10.35 Uhr ging es dann auf Richtung Start. Bis dort hin gelaufen und noch viel zu früh da gewesen. Leider alleine, da ein paar Leute den Mund zu voll genommen hatten. Da im Bekanntenkreis wenig Volksläufer sind, war ich trotzdem erstaunt, keinen dort zu kennen, wo ich Jahre gewohnt habe. Mag aber auch daran liegen, dass ein Großteil der Läufer zumindest etwas älter ist. Man fühlt sich dort noch so herrlich jung.

Update:

Die offiziellen Zeiten sind mittlerweile beim Lauftreff Alsdorf-Ost zu finden:

43 Minuten und 56 Sekunden – neue 10k Bestzeit

Noch kurz zum Weiher gelaufen, um dann auf den Start zu warten. Ein großer Banner überspannte die Theodor-Seipp-Straße und die letzten Autos waren dann auch vertrieben. Das Starterfeld war doch größer als erwartet, ohne riesig zu sein. Typischer Volkslauf mit schöner Stimmung. Start und direkt mal eingeklemmt. Quer durch die Masse, um links mal kurz aufs Tempo zu drücken. Dann doch noch bekannte Gesichter von anderen Läufen, mit denen ich ein paar Worte wechselte.

Nachdem ich mit einer Muskel-Reizung über eine Woche Trainingspause hinter mir habe, war die Taktik des Laufs vorgegeben: durchkommen, ohne dass die Verletzung erneut richtig ausbricht. Wenn ich es provoziere, merke ich die Verletzung noch leicht, allerdings hat sich diese in den ersten Tagen so gut gebessert, dass ich es heute riskieren wollte. Zudem war beim Laufen nichts zu merken, weswegen ich mir keine Gedanken darum machte. Zweite Taktik bestand darin, natürlich eine gute Zeit hinzulegen. Unter 50min wären ganz schön, wobei die Sub-45min aus Leverkusen aufgrund des Profils eigentlich unmöglich erschien.

Aber ich spürte Kraft in den Beinen und konnte gut anziehen. Am Weiher vorbei, um dann oberhalb im Wald zu verschwinden und in Kellersberg die Schlucht zu bewzingen. Unten hatte ich noch Respekt, aber mein Hügel an dem ich in Köln am Mediapark trainiere, ist wesentlich heftiger. Also ein paar Läufer überholt und oben dann an den Bahngleisen Richtung Mariadorf. Da war es, das Loch. Leichtes Seitenstechen und ein sinkender Puls sind ein typisches Phänomen für meine 10k Läufe. Tempo ist nicht meine Lieblingsdistanz, weswegen mir ein Halbmarathonlauf meist leichter fällt.

In Mariadorf hinter dem Sportplatz vorbei, um dann zu den Broicher Weihern abzubiegen. Am Bauernhof gab es dann noch eine Getränkestation, die ich dankbar annahm. Bei Hochnebel war es nicht sonderlich warm, aber locker über 10 Grad. Dann eine kleine Steigung und auf dem Weg von Euchen nach Ofden. Den Berg unter der alten Brücke durch und dann weiter bis zur Kellerberger Mühle. Jetzt den gleichen Weg vom Start zurück, also durch den Wald und dann noch am Weiher vorbei. Ich schaute selten auf die Pulswerte und wusste nur, dass die 1km-Pace ok aber nicht super aussah. Nachdem ich das Loch oben in Mariadorf überwunden hatte, verlor ich eigentlich keine Position mehr, konnte aber auch nicht stark am Tempo ziehen. Ich finde immer wieder Läufer lustig, die einen als Anhaltspunkt haben und sobald man überholen will, richtig schnell werden. Bis man wieder auf sie trifft und sich das Spiel wiederholt. Entweder haben diese Läufer so viel Kraft, die sie nicht einteilen können oder gehen zwischenzeitlich an ein totales Limit. Ich laufe immer meinen Lauf. Klar hänge ich mich auf den letzten Metern gerne an jemand dran oder versuche zwischenzeitlich Orientierungsläufer zu finden, um mein Tempo nicht zu verlangsamen, aber ansonsten laufe ich mein Tempo. Spätestens am Berg bin ich schneller als die meisten und verliere somit oft die Orientierungsläufer, solange ich nicht auf der Geraden einbreche.

Ein Tempo-Jumper begleitete mich auf locker 8km. Jedes mal, wenn ich näher kam, zog er etliche Meter in schnellem Tempo weg, um 500m später das Gleiche zu wiederholen. Ein schönes Gefühl diesen am Ende im Wald doch noch abgehangen zu haben. Unten am Weiher war dann noch wenig Kraft da. Ein junger Läufer zog in wirklich schnellem Tempo vorbei und munterte mich auf mitzuziehen. Ich beschleunigte noch mal, aber stachelte ihn an noch was Gas zu geben. So ließ ich ihn ziehen und kämpfe mich an den nächsten Läufer vor mir ran. Noch hoch bis zum ehemaligen Sportplatz des Gymnasiums, wo der Zieleinlauf ist. Ich höre meinen Namen und sehe meine Mutter und Schwester die mir zujubeln. Den Läufer vor mir überholt und ab ins Ziel. Geschätzt hätte ich eine Zeit um die 46-48min, aber meine verspätet gestoppte Forerunner zeigt 44:09 an. Kann es noch kaum glauben und warte leider immer noch auf die offizielle Zeit.

Wenn das stimmt, hätte ich meine 10k Zeit um rund eine Minute geschlagen. Und das auf einer Strecke mit mehreren Anstiegen. Zu schön um wahr zu sein. Ausgeruht war ich auf jeden Fall und meine Halbmarathonzeit hat sich zum letzten Jahr auch deutlich gebessert. Leider sind die Pokale noch zu weit entfernt. Noch, denn wenn ich mich weiter steigere und nicht abbaue kann ich in 30 Jahren den Pokal in meiner Altersklasse gewinnen. Wenn das keine Aussichten und ein Grund für weiteres Training sind.

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12 Apr 2009

Frohe Ostern

Geschrieben von Simon um 8:51 Uhr

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05 Apr 2009

Zitate

Geschrieben von Simon um 21:26 Uhr

“Wenn du laufen willst, lauf eine Meile. Wenn du ein neues Leben kennenlernen willst, dann lauf Marathon.”
-Emil Zátopek-

“Do you think my muscles have anything to do with my being faster and stronger?”
-Morpheus, The Matrix-

“Don’t think you are, know you are”
-Morpheus, The Matrix-

“Running is one the best solutions to a clear mind.”
-Sasha Azevedo-

“The more I run, the more I want to run, and the more I live a life conditioned and influenced and fashioned by my running. And the more I run, the more certain I am that I am heading for my real goal: to become the person I am.”
-George Sheehan-

“Racing teaches us to challenge ourselves. It teaches us to push beyond where we thought we could go. It helps us to find out what we are made of. This is what we do. This is what it’s all about.”
-PattiSue Plumer, U.S. Olympian-

“Run hard, be strong, think big!”
-Percy Cerutty-

“A lot of people run a race to see who’s the fastest. I run to see who has the most guts.”
-Steve Prefontaine-

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04 Apr 2009

Road bike

Geschrieben von Simon um 21:26 Uhr

Schon seit einiger Zeit (ich vermute vier Jahre) habe ich ein Rennrad. Bisher habe ich es anfangs sporadisch genutzt, um dann nach Köln zu ziehen und es auf schlechten Radwegen vollkommen zu vergessen. Letztes Jahr habe ich dann mein normales Rad aus Alsdorf nach Köln geholt und gemerkt, wie genial es sein kann, sich frei – also ohne KVB – von A nach B zu begeben. So fristete mein Rennrad aber trotzdem ein trauriges Leben im Keller, da ich damit nur von A nach B fahren kann, um dann auf direktem Wege wieder nach A zurückzukehren. In der Stadt stehen lassen – unmöglich. Ein Rennrad ist für Sport und nicht für die Stadt geeignet. Es schreit nach Landstraßen oder perfekten Radwegen ohne Fußgänger. Im Rahmen meiner Idee zum Triathlon spielt natürlich auch das Radfahren eine große Rolle. Ich habe zwar ein paar Klamotten für das Rennrad, aber diese fangen bei 10° ohne Regen an. Deswegen war bisher an Training nicht zu denken. Also freute ich mich auf die ersten Ausfahrten mit dem Rad.

Nach bisherigen zwei Touren stand dann auch fest, es macht wieder richtig Spaß. Geschwindigkeit ist mein Element, was auf dem Rennrad noch mehr als beim Laufen zum Vorschein kommt. Mein Körper muss sich noch dran gewöhnen, das betrifft einerseits die direkten Muskelgruppen in den Beinen (ja es sind ganz andere als beim Laufen) und andererseits sekundäre Bereiche, wie der Rücken, der sich an die Fahrtweise gewöhnen muss. Da ich mein Rennrad bisher nur oder noch weniger als Hobby betrieben habe, scheute ich große Investitionen. Nein, ich habe kein Karbon-Super-Duper-Lightweight-Gerät im Keller stehen, sondern das damals billigste Rad mit Shimano 105er Teilen. Wie ich gesehen habe, ist der Preis für die Gruppe beim billigsten Rad um 300€ gestiegen. Entweder hat sich die Gruppe in den letzten Jahren entscheidend verbessert oder ich hatte extremes Glück. Von vielen Anbauteilen also ein brauchbares Rad, welches aufgrund des ansonsten sehr günstigen Preises nicht zu den Leichtesten gehört. Andere Kosten ließ ich zuerst aus. Bei einem Teil ein großes Nachteil, wie ich gestern Abend feststellen durfte.

Es fehlten mir Rennrad-Schuhe mit Clickies. Bisher habe ich ein paar Sportschuhe genutzt, um auf Doppelpedalen (normale Seite und Klick-Seite) zu fahren. Das geht, kein Zweifel, ein Großteil alles Radfahrer ist ohne Clickies unterwegs, aber es macht einen verdammten Unterschied aus. Was sind Clickies? Es gibt mehrere Pedalsysteme, die eine feste Bindung mit dem Schuh herstellen. Ich habe bisher SPD, weil diese damals am Rad waren, bzw. ich mir ergänzend die Doppelpedale ohne Ahnung hinzu gekauft habe. Im Mountainbike-Bereich sind SPD Systeme immer noch am meisten vertreten. Am Rennrad gibt es mittlerweile meistens SPD-SL aus diesem System, wobei andere Hersteller neben Shimano, Lock oder sonstige Namen haben.

Es gibt also einmal das Pedal, welches auf ein System festgelegt ist, mehrere Systeme werden hier nicht parallel unterstützt. Das ist bei Schuhen anders. Schuhe haben oft mehrere Bohrungen, aber es kann auch sein, dass ein Schuh nur ein System unterstützt. Ich habe mir die Triathlonschuhe Shimano SH-TR31 geholt, die SPD und SPD-SL von den Bohrungen unterstützen. Richtig, von den Bohrungen, denn der Schuh hat unten nur Löcher drin. Um die Systeme möglichst austauschbar untereinander zu machen, gibt es Cleats. Cleats werden im Schuh verschraubt und bilden somit das Gegenstück des Pedalsystems. Für ein SPD-Pedal, braucht man SPD Cleats, die aber normalerweise mit dem Pedal mitgeliefert werden. Dann braucht man noch den Schuh, mit den richtigen Bohrungen für die Cleats, wobei diese darin verschraubt werden. Sobald man die SPD-Cleats unter den Rennradschuhen hat, kann man damit eigentlich kaum noch gehen. Die Metallteile stehen 5mm vorne unter dem Fußballen und sind etwas wie reverse High-Heals. Macht ein tolles Geräusch beim Gehen und auf Treppen halte ich mich lieber noch fest. Am besten lässt man sich nicht damit beobachten. Donnerstag waren die Schuhe da und ich montierte zuerst die Cleats. Erst richtig rum, dann gedacht es wäre falsch, dann wieder andersrum. Dank Multitool konnte ich den Schrauben zu Leibe rücken. Fertig montiert ging ich dann erst mal joggen. Nein, nicht mit diesen Schuhen, aber der innere Trainingsplan sah heute eben einen langen Lauf zum Rhein vor.

Zurück vom Joggen ging es dann zur Anprobe. Wie Anprobe? Mein Rad stand im Keller und ich wollte das Einklicken üben. Gar nicht so einfach die Stelle zu finden, wo der Cleat unter dem Schuh sitzt und in die passende Stelle im Pedal gedrückt werden muss. Man sieht es eben nicht sondern tritt mit dem Schuh auf gut Glück auf dem Pedal rum. Klick und drin, das war die linke Seite. Fehlt nur noch die rechte Seite, wobei man im Stand nicht so einfach in beide Pedale kann. Warum nicht? Weil die Füße dann fest an die Pedale gefesselt sind – Rad-Sado-Maso. Also irgendwo festhalten und noch mit dem rechten Schuh ins Pedal einklicken. Genauso wichtig wie das Einsteigen, ist das Rauskommen. Leider gibt es sowas wie Ampeln, Abbieger, Fußgänger weswegen man Anhalten muss. Beim Anhalten muss aber ein Fuß wieder auf den Boden kommen. Also raus aus der Bindung. Das geht indem man den Fuß seitlich bewegt, wobei sich die Bindung öffnet. Die Bewegung ist anfangs gar nicht so einfach und man darf es beim späteren Fahren nicht vergessen. Da es draußen dunkel war, konnte ich nur im Stand üben. Wie ich einen Tag später feststellte ein Nachteil, denn beim Fahren fühlt es sich einfacher an als im Stand. Nur das Einsteigen nach dem Anhalten ist schwierig. Mit dem festen Fuß lostreten, um genügend Geschwindigkeit zum Rollen zu haben. Dann den zweiten Fuß aufsetzen und noch die richtige Seite auf dem Doppelpedal finden. Jetzt noch die Stelle mit dem Cleat treffen (fühlen tut man da leider nichts) und dann Klick. Sobald es klickt eröffnet sich ein neues Fahrgefühl. Ich kann nunmehr nicht mehr nur nach unten treten, sondern auch beim Hochziehen Kraft ausüben. Bringt das was? Und ob, da liegen Welten zwischen. Zwar habe ich noch keinen runden Tritt, der das richtig ausnutzt, aber man merkt, wieviel Kraft plötzlich auf das Pedal ausgeübt werden kann. Kein Vergleich zum reinen Treten. Wenn Rennrad, dann auch direkt Rennradschuhe muss es heißen. Hätte mir der Verkäufer damals auch ruhig sagen können. Naja, billig gekauft und natürlich ohne viel Beratung. Beim Fahren auch immer brav auf Aussteigen geachtet, bevor ich vor der Ampel gehalten habe. Allerdings habe ich keinen Bericht gefunden, bei dem das jemand immer geschafft hat. Jeder berichtet, wie er zumindest ein paar Mal vor der Ampel am Boden lag. Gestern ging es gut und ich hoffe das bleibt auch so – dreimal auf die Pedale klopf.

Shimano SH-TR31

Die Schuhe sind übrigens auch eine Schönheit. Zuerst wollte ich mir Rennradschuhe holen, aber in theoretischer Vorbereitung las ich von Triathlonschuhen. Von der Passform her identisch habe diese ein paar Features, die praktisch sind. Das Radfahren liegt im Triathlon nach dem Schwimmen und vor dem Laufen. Man kommt also nass aus dem Wasser und muss sich möglichst schnell auf das Rad schwingen. Mit nassen Füßen ist es also gut, wenn diese die Möglichkeit haben zu trocknen. Dafür sind die Schuhe recht luftdurchlässig und haben im vorderen Bereich ein Loch, aus dem Wasser ablaufen kann. Da man normalerweise keine Socken trägt, muss auch der Schuh entsprechend angenehm und ohne reibenden Nähte gefertigt sein. Eine Schlaufe am hinteren Ende, wie auf dem Bild ersichtlich hilft beim Einsteigen in den Schuh, der damit auch direkt auf den Pedalen befestigt sein kann (Gummiband hält den Schuh in Position). Durch eine zentrale Schließeinheit über Klettverschluss ist ein schnelles Anziehen möglich und auch eine Nachjustierung ist noch im Rennen möglich, schließlich muss es nach dem Wechsel möglichst schnell gehen.

Der Schuh war der einzig Bezahlbare unter den Triathlonschuhen. Insgesamt ist das Angebot rar und auch im Internet findet man eigentlich nichts. Umso erfreuter war ich, als der Schuh im Büro ankam, da vorher noch die Lieferzeit als unbekannt verkündet worden war. Ohne Anprobe passt der Schuh auch in der bestellten Größe perfekt, wobei ich mich frage, warum das mit den Schuhgrößen so kompliziert sein muss. Überall liest man, dass man die Schuhe eine Nummer größer bestellen soll. Aber eine Nummer größer als was? Ich trage so 43/44 in Sneakers, Laufschuhen, … und mit Größe 44 passen die TR31 super. Barfuß bin ich noch nicht gefahren und justieren werde ich wohl auch noch mal müssen, obwohl es schon recht rund lief.

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