Nach dem gestrigen doch spät verlassenen Multimediatreff stand heute ein längerer Lauf auf meinem Plan. Ausgeschlafen und somit den angenehmen Morgen verpasst. Schwüle Luft und eigentlich keine Lust bei dem Wetter eine lange Strecke zu laufen. Also auf die Abendstunden verschoben. Am Pc dann das Wetter gecheckt und – oh Schreck – Gewitter am Nachmittag. Also bleibt nichts anderes übrig als rein in die Klamotten.
Zum Glück hatte ich mir in Berlin einen Getränkegürtel geholt, dessen vier Flaschen ich noch gefüllt hatte. Frühstück beschränkte sich auf zwei Müsliriegel und für unterwegs gab es noch zwei mehr dazu. IPod an und los geht’s. Geldernstraße/Parkgürtel – Blücherpark – Mediapark – Ebertplatz – Rhein – Zoo – Deutzer Brücke – Dom – Ebertplatz – Mediapark – Aachener Weiher – Blücherpark – Geldernstraße/Parkgürtel. Der Lauf war: warm. Trotz Getränken für unterwegs war es zum Ende echt hart gewesen und weiter ging es bei der Hitze leider nicht. Gerne hätte ich die 25km überschritten, aber sollte nicht sein. Halbmarathonstrecke um die 2h passte trotzdem.
Zuhause dann der Flüssigkeitscheck: 4l Flüssigkeit verloren. Ganz schön heftig für 2h. Ca. 1 Liter in der Zeit zugeführt. Bei dem Wetter will ich keinen Marathon laufen müssen.
Somit wieder um die 55 Wochenkilometer, aber verteilt auf nur 3 Läufe. Praktisch, aber nichts für jede Woche. Noch 75km, dann habe ich die 1000km Marke bei Nike+ erreicht. Sollte diesen Monat knapp werden.
Der Wecker klingelt, es ist 7 Uhr. Sonntags. Halbmarathontag in Aachen. Also noch normal gefrühstückt und dann so langsam auf den Weg nach Aachen gemacht. Anmeldung unter dem Rathaus, alles problemlos. Insgesamt wenig Betrieb, was aber aufgrund von fehlender Werbung des Vital-Laufes zu erwarten war. Halb elf nähert sich, also noch einen Red Bull geleert und etwas warm gemacht. Mal wieder etwas spät beim Start gewesen und somit schonmal nicht vorne bei. Meine letzte Halbmarathonzeit aus Bonn steht bei knapp 2h, die ich um mindestens 10min drücken wollte.
Zur Strecke: Der Lauf startete am Markt, drehte eine kleine Runde, um dann den Lousberg zu streifen und eine Runde durch die Soers zu drehen, um auf der anderen Seite des Lousbergs zurück zu kommen. Dies dann gleich zweimal, weil die Steigungen soviel Spaß machen. Damit hatte ich natürlich mal wieder nicht gerechnet. Warum sollte man sich auch vorher die Strecke anschauen? Zum Glück gaben mir Läufer unterwegs Tipps, dass nach dem ersten Brocken noch zwei Anstiege kamen, von denen man dann nicht vollkommen überrascht wurde. So schlimm wie die Halde in Baesweiler war es nicht und um es vorweg zu nehmen, es lief einfach super.
Die Steigungen waren stark genug, um die erste Masse an Läufern an genau dieser hinter mir zu lassen. Bergrunter gab ich dann etwas Gas und konnte mich an den ein oder anderen Pulk heran kämpfen. Normalerweise war ich dann auch schnell genug, sodass sich niemand an die Fersen heftete. Doch zwei Läufer zogen mit meinem Tempo mit und es ergab sich ein Plausch, der dazu führte, dass wir uns gegenseitig vom Tempo her pushten. Auf dem ersten Rückweg zum Markt war plötzlich richtig Power da und nach 10 – 13km machten wir unglaublich viel Plätze gut. Mittlerweile waren wir nur noch zu zweit und konnten das Tempo größtenteils halten. Der Lauf verging rasend schnell und war einfach toll organisiert. Nicht zuviele Läufer, fünf Getränkestationen auf 10km, teilweise abgesperrt, einfach Klasse. Dazu spielte auch das Wetter mit, welches Freitag noch Grund zur Sorge gab. Meine geschätzten Zwischenzeiten sahen auch gut aus und so erreichten wir wieder das Zentrum von Aachen mit dem 12 Uhr Schlag der Kirchenglocken. Jetzt noch ein Stück runter, um dann in einer Schleife zum Markt hoch zu laufen. Meine Pulsuhr meckerte jetzt nicht mehr nur an Steigungen Werte von über 95% an, sondern wollte trotz gefühlten langsameren Tempo nicht wirklich sinken. Egal, nicht mehr weit und eine tolle Zeit lockte. Dazu hatte mein Mitläufer noch etwas bessere Beine und ich hatte meine Mühe dran zu bleiben. So ab Kilometer 17 fühlte ich doch die Länge der Strecke und Zähnebeißen war angesagt. Letzte Steigung zum Markt geschafft und nur noch ein paar hundert Meter. Trotz Erschöpfung rief ich zum Endspurt auf und habe damit schlafende Hunde geweckt. Gerade überholte Läufer schlugen zurück und meine Muskeln waren keinem Sprint mehr gewachsen. Ein Krampf stand kurz bevor und ich rannte glücklich über die Ziellinie.
Was heißt das in Zahlen?
Platz 108 von über 500 Läufern
1:43:33 über 21,1km und somit einen Schnitt von 4:54,4/km
37. Platz in der Alterklasse MHK
Was heißt das für mich?
Ein verdammt breites Grinsen. Der Lauf war einfach super. Nicht hat gezwickt, nichts gestört. Richtig Kraft gehabt und Tempo machen können. Der Weg zum Marathon ist wesentlich kürzer geworden.
Rein rechnerisch liegt Großes vor mir. In nur zwei Monaten über 14 Minuten auf die Halbmarathondistanz zugelegt (und das trotz mehr Höhenmetern). Rechnet man dies um so fällt im August die 1:30:00 und im Oktober die 1:15:00. In 2009 sollte ich an die Weltelite rangekommen sein. Schön wäre es. Leider werden weitere Minuten hart erkämpft werden.
Und sonst?
Nochmal ein großes Lob an die Veranstaltung. Hat mir von allen Veranstaltungen bisher am besten gefallen. Es wurde auch gezeigt, wie man für kleines Geld richtig viel Spaß trotz guter Organistation hinbekommt. Klein und richtig fein.
Mein Nike Sensor wollte am Start nicht gefunden werden. Also schleppte ich den Ipod einfach nur des coolen Aussehens wegen über 21,1 km. Schwachsinn, aber egal, gestört hat er nicht. Leider fehlen so 21,1 km in der Wochenbilanz bei meinen Nike Plus Wettkämpfen.
Dank an Franz, meinem Mittläufer, mit dem ich im Ziel unserere Zeit genossen habe. Ganz großes Kino.
Dank meinem Vater für Hilfe und Fotos während des Laufs.
Wie schon in Amsterdam hatte ich für Berlin meine Joggingschuhe eingepackt. Nach einem vollen Tag Adobe Air Berieselung (Eintrag folgt noch) und einem vollen Sightseeing-Tag, kam ich am letzten Freitag dann zu meinem Berlin Lauf. Aus irgendeinem Magazin hatte ich einen tollen Laufplan durch den Tiergarten, wobei man diesem keinen Meter folgen konnte. Es gingen soviel Abzweigungen ab, dass man auf dem kleinen Plan einfach keine Ahnung hatte wo man längslaufen sollte. Also ging es erst einmal an der Spree längs, dann ein Stück durch den Tiergarten, um dann auf der Straße des 17. Juni irgendwann den Weg Richtung Schloß Charlottenburg einzuschlagen. Dort eine Runde durch den Park und im Anschluß die Strecke wieder zurück. Experimente mit der Strecke habe ich gelassen, da ich auf dem Rückweg schon 15km auf dem Display hatte. Also am Einsteinufer zurück, bis ich wieder die Straße des 17. Juni erreicht hatte. An dieser Stelle hole ich etwas aus.
Schon früher habe ich die Loveparade regelmäßig aus der Ferne verfolgt. Leider habe ich es nie dort hin geschafft, habe aber die Bilder von RTL2 noch in guten Gedanken. So lief ich dann auf die Siegessäule zu. Ca. 500m davor spielt meine Running-Playlist das Lied “Loveparade 1998 von Dr. Motte und Westbam”. Ein absoluter Klassiker, den man im Gegensatz zu vielen Technoliedern immer wieder hören kann und bei mir regelmäßig in den Boxen zu finden ist.
Mir ist ein kalter Schauer den Rücken runter gelaufen. Es gibt wenige Momente, die sich so genial angefühlt haben. Die Bilder im Hinterkopf, die Musik im Ohr, die Siegessäule und dann das Brandenburger Tor in der Ferne zogen mich in ihren Bann. Ich habe gerade nochmal ein Video rausgesucht, was die Stimmung an der Stelle zeigt. Verdammt, warum war ich nie da und zum Glück habe ich meine Laufsachen mit nach Berlin genommen. Der Lauf wird in meiner Erinnerung verweilen.
Kurznachrichten an eigene Abonnenten versenden. Dabei ist die kurze Nachricht von 140 Zeichen kein Fehler sondern ein Feature.
Warum macht man Twitter?
Um anderen, die an jemanden interessiert sind, mitzuteilen, wo man ist, was man macht, woran man arbeitet, … Andererseits kann man genau das gleiche über alle Personen erfahren, die man über Twitter abonniert hat. *VZ mit Statusmeldungen der Freunde.
Warum mache ich kein Twitter?
Aus meinem Umfeld kenne ich genau eine Person, die twittered. Aber nur wegen meinem Chef werde ich kein Twitterer. Außerdem schreibe ich lieber, was ich sagen will und nicht, dass was in 140 Zeichen passt. Hat man eine große Online-Community in dem Bereich, ist es sicherlich ein sehr spannendes Medium.
Ist Twitter ein Hype?
Ja
Was bringt Twitter in letzter Zeit in die News?
Seine Architektur, beziehungsweise dessen Skalierung, die wohl mit dem Hype nicht klargekommen ist. Bestes Beispiel ist die Seite http://www.istwitterdown.com/, die anzeigt, ob das Netz mal wieder zusammengebrochen ist. Die Seite ist der Grund meines Eintrags, warum? Weil sie auf minimalste Art zeigt, was los ist.
Morgen Mittags geht es nach 11 Jahren nochmal nach Berlin. Eigentlich war ein Besuch schon was länger geplant, klappte aber nicht. Übermorgen gastiert die Adobe Air Europe Tour in Berlin, wobei ich auf das Event schon gespannt bin. Ein detailierter Bericht wird die Tage folgen. Wenn ich schon mal da bin, hänge ich noch ein paar Tage Sightseeing mit dran. Die Tasche ist gepackt und der Trip kann starten.
Sportsachen dürfen natürlich nicht fehlen und dem nahegelegenen Tiergarten werde ich bestimmt einen Besuch abstatten.
Da die Jug-Cologne-Webseite auf Confluence umgestellt wurde und das Clickr-Theme doch sehr minimalistisch und auf ein Wiki bezogen ist, habe ich dieses mit etwas mehr “Webseite” versehen.
Ein Köln-Motiv war schnell gefunden und auch in einen Header umgebaut. Dann fehlte nur noch der Übergang zum Rest der Webseite. Gestern habe ich den Photoshop-Entwurf fertig gestellt und heute versucht, diesen in Confluence zu übernehmen.
Leider sind die Themes in WAR-Archiven gebündelt, was die Entwicklung etwas komplizierter gestaltet. Zudem wollte ich auf dem Clickr-Theme aufsetzen, was sich allerdings hartnäckig gewehrt hat, sich duplizieren zu lassen. Da es sich nur um 30 Zeilen CSS und ein Bild handelt, wurde dann kurzerhand die Datei combined-css.vm unter styles geändert.
Platz Gesamtwertung Männer: 55 (ich glaube es waren ca. 150 Läufer)
Platz Alterklasse Männer: 7
Der Lauf ist wirklich gut gelaufen. Die Nähe zur Wohnung machte die Vorbereitung sehr einfach. Wie schon geschrieben, konnte ich die ganze letzte Woche nicht trainieren. Das war etwas Schade. Grund war der Oberschenkel der zu meiner Überraschung zwar etwas zu spüren war, aber weder beim Laufen gehindert hat, noch nach dem Lauf einen Rückfall erlitten hat. Heute war es auf der Strecke leider sehr warm. Obwohl es mir in Baesweiler letzte Woche schon auffiehl, war es heute noch etwas wärmer. Das mag auch an der Uhrzeit von 11 Uhr gelegen haben.
Der Lauf startete ganz gut und meine bekannte Strecke flog schneller vorbei als ich dachte. Die Anzahl der Läufer machte ein freies Laufen sehr schnell möglich und so überholte ich Läufer für Läufer. An der 5km Marke lag ich mit 22:40min sehr gut in der Zeit und kämpfte mich weiter nach vorne. Das war das Seltsame heute, da mich nur ein Läufer überholt hat, an dem ich nicht dranbleiben konnte. Ansonsten muss ich wohl für meine Zeit noch zu langsam gestartet sein. Hintenraus wurde es schwer nochmal einen Antreiber zu finden, der einen so richtig mitgezogen hätte. Betrachte ich die Laufzeit vom Nike-Plus, so hatte ich wohl zur Mitte hin ein kleiner Tief und das Ende fällt auch etwas ab.
Mit Herzfrequenz-Messung zu laufen klappte wieder gut und ich bin noch etwas weiter an die 95%-Schwelle herangegangen. Es ist immer ein gutes Gefühl zu wissen, dass man in seinem Bereich läuft, wobei man das größtenteils auch fühlt.
Der Lauf hat Spaß gemacht und sollte ich nächstes Jahr hier noch hier wohnen, ist es auf jeden Fall ein Pflichtlauf. Jetzt muss dieses Jahr als Ziel nur noch die 45min Marke fallen. Das wäre ein großes Erfolgserlebnis. Das Jahr ist noch lang und mit Intervallläufen habe ich im Training erst begonnen. Da sollte also noch was gehen.
Nächste Woche werde ich ein paar Trainingsläufe in Berlin machen. Ich bin mal gespannt, was sich da rund um mein Hotel finden lässt. In zwei Wochen ist der nächste Halbmarathon in Aachen auf dem Plan. Dort wäre natürlich eine Zeit von 1:45h bis 1:50h wünschenswert, nachdem ich in Bonn mit knappen 2h ins Ziel kam.